17. Welt-Artenschutzkonferenz in Südafrika

2.500 Teilnehmer diskutieren 12 Tage lang neue Regeln beim Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen

(2010sdafrika-Redaktion)

Vertreter aus 183 Staaten und mehrere NGO-Repräsentanten sind am 24. September 2016 in Johannesburg zusammengekommen, um auf der 12-tägigen Welt-Artenschutzkonferenz neue Regeln beim Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzenarten zu beschließen. Allerdings werden die Bestimmungen zu afrikanischen Tieren wie Elefanten und Nashörnern ins Zentrum hitziger Debatten rücken. Denn Namibia und Simbabwe wollen eine Aufweichung beim Handel mit wertvollem Elfenbein erzielen.

John Picken

© 12 Tage lang diskutieren 2.500 Vertreter aus über 180 Staaten auf der 17. Welt-Artenschutzkonferenz in Johannesburg neue Regeln beim Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzenarten. Namibia und Simbabwe fordern eine Aufweichung bestehender Regularien beim Handel mit Elfenbein aus Lagerbeständen. (Quelle: flickr/ John Picken)

Im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens, kurz: Cites, ist der Handel mit Elfenbein weltweit verboten. Denn immer wieder werden, vor allem in Südafrika, Nashörner und Elefanten von Wilderern getötet, um deren kostbares Elfenbein für den asiatischen Markt in Beschlag zu nehmen. Dennoch fordern Staaten wie Simbabwe und Namibia die bestehenden Regularien dahingehend zu verändern, indem der Handel mit Elfenbein aus Lagerbeständen legalisiert wird.

Südafrika und Deutschland haben bereits signalisiert, dem Verkauf von Elfenbein aus Lagerbeständen nicht zuzustimmen. Vielmehr bedarf es einer strengeren Auslegung der Bestimmungen von Cites. Unter anderem soll der Handel mit Amphibien, Reptilien und Meeresbewohnern deutlich erschwert und der Abbau von nachhaltigem Holz gefördert werden. Nach gegenwärtiger Rechtslage ist der Handel von rund 5.600 Tier- und weiteren 30.000 Pflanzenarten durch das Washingtoner Artenschutzabkommen reguliert. Trotzdem hat der illegale Handel stark zu genommen. Allein in Südafrika wurden im Jahr 2014 rund 1.200 Nashörner getötet.

2 Antworten zu “17. Welt-Artenschutzkonferenz in Südafrika

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