Elefanten droht die Ausrottung

Wilderer bedrohen die Existenz von Afrikas Elefanten und einige Staaten befürworten den Elfenbein-Handel

(2010sdafrika-Redaktion)

Der aktuellen Studie „Great Elephant Census“ zufolge soll es in ganz Afika nur noch 352.000 Elefanten geben. Im Zeitraum 2007 bis 2014 sank der Bestand um ganze 30 Prozent auf knapp 144.000 Exemplare. Die Wilderei bedrohe die Population des Rüsseltieres jedes Jahr um weitere 8 Prozent, warnen die 90 beteiligten Wissenschaftler. Auf der gegenwärtig in Südafrika stattfindenden 17. Welt-Artenschutzkonferenz hoffen NGOs und Tierschützer, dass der Schutz der Elefanten nachhaltig gestärkt wird.

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© Die Elefantenpopulation in Afrika geht kontinuierlich zurück, warnen Forscher. NGOs und Tierschützer hoffen auf der 17. Welt-Artenschutzkonferenz in Johannesburg, dass einerseits die Wilderei gestoppt und der kommerzielle Handel mit Elfenbein aus Lagerbeständen strikter reguliert wird. (Quelle: flickr/ Rachel Sample)

Den Wissenschaftlern zufolge sei der Elefantenbestand in Angola, Mosambik und Tansania in den letzten Jahren stark zurückgegangen, während in der Demokratischen Republik Kongo, in Kamerun und Sambia die Tiere nahezu ausgerottet wurden. Hingegen konnte in Südafrika, Kenia, Uganda und Malawi ein positiver Trend beobachtet werden. Demnach sei die dortige Population stabil bzw. wieder im Wachstum. In Südafrika gäbe es zum gegenwärtigen Zeitpunkt rund 17.430 Elefanten.

Insbesondere der Handel mit Elfenbein bedrohe die Elefantenbestände in den Ländern Afrikas. Obwohl der internationale Handel mit Elfenbein nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen verboten ist, blüht das Geschäft mit den Stoßzähnen weiterhin. Die Substanz wird in mehreren asiatischen Staaten als angebliches Potenzmittel gehandelt. „Bis zu 2.000 US-Dollar lassen sich auf dem Schwarzmarkt mit einem Kilogramm Elfenbein verdienen. Ein Stoßzahn wiegt zwischen 10 und 60 Kilogramm.“, so ein im Jahr 2013 veröffentlichtes Faktenblatt der Naturschutzorganisation WWF.

Insofern stoßen die erneuten Forderungen aus Simbabwe und Namibia, den Verkauf von Elfenbein aus Lagerbeständen zu gestatten, auf große Kritik. Harare und Windhuk betonen, dass ein Handel aus den Beständen der Elefantenwilderei entgegenwirken könne. Dabei hatten vier Länder im südlichen Afrika – Südafrika, Botswana, Namibia und Simbabwe – das Verbot des kommerziellen Handels unter strikten Auflagen bereits gelockert. Elfenbeinvorräte wurden 1999 und 2008 einmalig an Japan und China im Rahmen einer Aktion verkauft. Dennoch nahm die Wilderei deutlich zu und die Elefantenpopulation gleichzeitig erheblich ab.

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