Welt-Artenschutzkonferenz in Südafrika

Schuppentiere, Reptilien und afrikanischer Graupapagei erhalten Schutzstatus. Elfenbein bleibt Tabu

(2010sdafrika-Redaktion)

Die 17. Welt-Artenschutzkonferenz in Johannesburg war ein voller Erfolg. Die Vertreter von Natur- und Tierschutzorganisationen hielten in den vergangenen Wochen gegenüber den Medien immer wieder fest, dass viele gute und richtige Entscheidungen in Südafrika getroffen worden seien. Unter anderem erhielten alle Schuppentier-Arten und der afrikanische Graupapagei den höchsten Schutzstatus. Und auch der Elfenbein-Handel fand keine Legalisierung – zum Argwohn der Regierungen von Namibia und Simbabwe.

Keith Allison

© Auf der 17. Welt-Artenschutzkonferenz in Johannesburg erhielten alle Schuppentiere, mehrere Dutzend Reptilien und der afrikanische Graupapagei [im Bild] den Schutzstatus. Zudem bleibt der internationale Handel mit Elfenbein weiterhin verboten. Die Vertreter von Tier- und Naturschutzorganisationen sind zufrieden. (Quelle: flickr/ Keith Allison)

Vereinzelt war im Vorfeld der CITES-Konferenz zu hören, dass der länderübergreifende Handel mit Elfenbein aus Lagerbeständen legalisiert werden sollte. Auf diese Weise sollte das lukrative Geschäft der Wilderer empfindlich gestört werden. Jedoch sah sich die Mehrheit der über 180 Vertragsstaaten vielmehr in der Verpflichtung, jeglichen internationalen Handel mit Elfenbein zu unterbinden und diesen noch stärker als bisher einzudämmen. Eine Legalisierung bedeute per se nicht, dass der illegale Handel im selben Atemzug bekämpft werden würde – hieß es mehrfach von NGO-Repräsentanten.

Ferner beschlossen die CITES-Konferenzteilnehmer – unter anderem auf Antrag der Europäischen Union – den Schutz von 55 bedrohten Reptilienarten. Bislang stand der Handel mit Reptilien nicht auf der Artenschutz-Agenda. Seit 1973 wird im CITES-Abkommen, besser bekannt als Washingtoner Artenschutzübereinkommen, der grenzüberschreitende Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten streng reglementiert. Allerdings regelt CITES keineswegs den innerstaatlichen Handel. So ist in Südafrika die Trophäenjagd von gefährdeten Tierarten weiterhin rechtlich zulässig. Elefanten, Nashörner und Löwen werden für viel Geld abgeschossen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s