Donald Trump und das ’schreckliche Südafrika‘

US-Präsidentschaftswahlen im Fokus der Öffentlichkeit im südlichen Afrika. Ein Trump-Sieg wirft Fragen auf

(Autor: Ghassan Abid)

Am kommenden Dienstag, den 8. November 2016, sind bei der 58. Präsidentschaftswahl insgesamt rund 200 Millionen US-Bürger – davon etwa 6 Millionen im Ausland – stimmberechtigt. Sie bestimmen mittelbar, ob entweder Hillary Clinton für die Demokraten oder Donald Trump für die Republikaner ins Weiße Haus einzieht. Jedoch beobachtet Südafrikas Öffentlichkeit die diesjährigen Wahlen besonders aufmerksam. Denn wiederholt hat sich Trump in den vergangenen Jahren stets negativ über bestimmte Entwicklungen in der Republik Südafrika geäußert. Daher bleiben dessen provokante Anmerkungen nicht vergessen. Ein Überblick.

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© Donald Trump tritt bei den 58. US-Präsidentschaftswahlen gegen Hillary Clinton an. Südafrikas Öffentlichkeit verfolgt die Wahlen in den USA besonders aufmerksam. Denn wiederholt hat sich der Multi-Milliardär in den vergangenen Jahren stets negativ über bestimmte Entwicklungen in Südafrka geäußert. (Quelle: flickr/ Gage Skidmore)

Mehrfach hat der umstrittene Multi-Milliardär Donald Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter seine stets negative Meinung zu den Geschehnissen in Südafrika verbreitet. Am 14. Dezember 2013 sorgte er mit einem Tweet für erhebliche Furore im südlichen Afrika. „Ich mag Nelson Mandela, aber Südafrika ist ein von Verbrechen heimgesuchtes Durcheinander, das nur darauf wartet, zu explodieren – keine gute Situation für die Menschen!“. Medien am Kap griffen das Statement kritisch auf, zumal der Tweet nur einige Tage nach dem Tod Madibas veröffentlicht wurde.

Knapp ein Jahr später, am 12. September und 21. Oktober 2014, kommentierte Trump das Strafverfahren gegen den Paralympics-Star Oscar Pistorius wegen fahrlässiger Tötung seiner 29-jährigen Freundin Reeva Steenkamp mit bedenklichen Worten. Demnach verurteilte er das Pistorius-Urteil mit einer 6-jährigen Freiheitsstrafe als „idiotisch“ und als „O.J.-Simpson´s-Disaster“. Das Urteil sei „lächerlich“ und die Richterin Thokozile Masipa könne ihre eigenen Notizen nicht einmal lesen. Mit dieser Meinung stand er nicht allein.

Am 21. April 2015 legte der US-Republikaner zum bislang letzten Mal nach, indem er seinen Kommentar aus dem Jahr 2013 erneut aufgriff. So twitterte er: „Wie ich es schon lange gesagt habe, ist Südafrika ein total – und sehr gefährliches – Durcheinander. Ich schaue gerade die Abendnachrichten (wenn nicht gerade über das Wetter gesprochen wird)“. Südafrikanische Medienhäuser und Personen des öffentlichen Lebens warfen Trump unter anderem vor, Südafrika stets negativ zu beurteilen. Ihm fehle es an einer objektiven und professionellen Einschätzung der tatsächlichen Lage.

3 Antworten zu “Donald Trump und das ’schreckliche Südafrika‘

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