Düstere Prognosen und Unsicherheit

Südafrikas Medien beobachten 45. US-Präsidentschaft unter Donald Trump mit großer Sorge

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 20. Januar 2017, am heutigen Freitag, wird der milliardenschwere Geschäftsmann Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Als mächtigster Mann der Welt wird er dann zahlreiche Entscheidungen treffen, die die Staatengemeinschaft nachhaltig beeinflussen. Insbesondere die Medien in Südafrika beobachten mit großer Sorge die aktuellen Geschehnisse in Washington. In den Redaktionen stellt man sich die Frage, was nun auf das Land zukommen könne.

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© Donald Trump wird am 20. Januar 2017 zum 45. Präsidenten der USA vereidigt. Südafrikas Medien beobachten die aktuellen Entwicklungen in Washington mit großer Sorge. Düstere Prognosen und Unsicherheit prägen die gegenwärtige Berichterstattung. (Quelle: flickr/ Gage Skidmore)

Während sich südafrikanische Spitzenpolitiker im Gegensatz zu ihren deutschen Amtskollegen mit Einschätzungen zur Präsidentschaft von Donald Trump weitgehend zurückhalten, bewerten Journalisten am Kap den neuen Mann im Weißen Haus umso kritischer. Der in Johannesburg ansässige Radiosender „Jacaranda“ beispielsweise interviewte den an der Wits-Universität lehrenden Wirtschaftsprofessor Patrick Bond. Der in Nordirland geborene Professor prognostiziert politische Krisen auf der Welt und innerhalb der USA. Mit Trump ginge man in die 1930er Jahre zurück.

Zudem geht Bond in seiner Analyse zu Trump noch weiter und vergleicht den US-Amerikaner mit Pieter Willem Botha, dem damaligen Staatspräsidenten des Apartheid-Regimes, der vor allem für die menschenverachtende Verfolgung von politischen Gegnern und die Beibehaltung der Rassentrennung berüchtigt war. Ferner dürfte der Handel zwischen den USA und Südafrika durch die Trump-Abschottungspolitik deutlich an Dynamik verlieren, so der Wirtschaftsexperte mit warnenden Worten.

Hingegen berichtet die Johannesburger Zeitung „Times LIVE“ auf ihrer Online-Präsenz von Anti-Trump-Protesten in Südafrika. In Johannesburg und in Kapstadt seien entsprechende Märsche gegen den „sexistischen und rassistischen Trump“ geplant. Außerdem zitiert das in Pretoria befindliche Online-Wirtschaftsmedium „BusinessTech“ den südafrikanischen Zentralbankchef Lesetja Kganyago, der von wirtschaftlichen Auswirkungen für das Land ausgeht, da mit der Trump-Ära eine ungewisse politische Zukunft für die südafrikanische Republik verbunden sei.

Darüber hinaus veröffentlichte die Kapstädter Mediengruppe „Independent Media“, welche 15 Zeitungen publiziert, einen Online-Artikel, der die Befürchtung mehrerer afrikanischer Regierungen zum Ausdruck bringt, inwieweit die Entwicklungszusammenarbeit und der Handel mit den USA durch die Trump-Regierung eingeschränkt werden könnte. Ungewiss bleibt auch die konkrete Rolle Südafrikas bei der Terrorismusbekämpfung und Friedenssicherung.

Bereits im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen äußerte sich der Republikaner mehrheitlich negativ über bestimmte Entwicklungen in Südafrika. Mit mehreren Twitter-Nachrichten sorgte der US-Amerikaner damals für Schlagzeilen und Entrüstung im südlichen Afrika.

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