Das lukrative Geschäft mit dem Leid

Exklusiv: Türkische Hells Angels sollen von Flüchtlingskrise in Europa erheblich profitiert haben

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Bilder der Flüchtlingskrise in Europa, die im Jahr 2015 ihren Höhepunkt erreichte, sind noch nicht vergessen. Hunderttausende Flüchtlinge machten sich auf den Weg durch die unterschiedlichen Staaten Europas, um ihrer Notsituation zu entkommen. Inoffiziellen Quellen zufolge sollen Mitglieder einer Outlaw Motorcycle Gang am Leid der Menschen in erheblichem Maße profitiert haben. Die Rocker sollen hierbei beachtliche Einnahmen erzielt haben. Die Rede ist von den türkischen Hells Angels, den Nomads Turkey.

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© Türkische Hells Angels sollen bei der Flüchtlingskrise in Europa vom Leid der Menschen in erheblichem Maße finanziell profitiert haben. Verschiedene Sicherheitsbehörden haben auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Erkenntnisse nicht dementieren wollen. Auf dem Bild ist ein türkischer Rocker zu sehen. (Quelle: Privat)

Anhänger der Nomads Turkey unter der Führung des am 14. Februar 1972 in Köln geborenen Ex-Zuhälters Necati „Neco“ Arabaci, der wegen diverser schwerster Straftaten aus Deutschland ausgewiesen wurde, sollen die illegale Migration der Flüchtlinge von der Türkei aus in Richtung Griechenland maßgeblich koordiniert haben. Türkische Hells Angels hätten kräftig mitverdient, indem sie den illegalen Grenzübertritt für viele Menschen auf der Südost-Route ermöglicht haben sollen – heißt es. Primär habe man sich auf die Bereitstellung von Schleusern und Booten konzentriert.

Auf eine Presseanfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in einer schriftlichen Stellungnahme mit, dass „grundsätzlich davon auszugehen ist, dass einige kriminelle Strukturen die Migrationslage ausnutzen, um beispielsweise durch Schleusungen finanzielle Vorteile zu erhalten.“ Ob konkret die Hells Angels Schleusungen durchführen bzw. organisieren, sei dem BKA mit Sitz in Wiesbaden allerdings nicht bekannt. Ferner verwies das BKA auf die Bundespolizei, die für die Bekämpfung der irregulären Migration und Schleusungskriminalität schwerpunktmäßig zuständig ist.

Hingegen ließ die in Potsdam ansässige Bundespolizei mehrere Presseanfragen der Redaktion schlichtweg unbeantwortet. Es ist das erste Mal seit Bestehen dieses Presse-Mediums, dass die Bundespolizei keine Reaktion gegenüber eigenen Redakteuren zeigte. Dafür erklärte die europäische Polizeibehörde EUROPOL mit Sitz im niederländischen Den Haag, dass man von den EU-Migliedsstaaten keine Informationen erhalten habe, die auf eine Beteiligung der Hells Angels oder einer anderen kriminellen Rockervereinigung bei der Flüchtlingskrise hindeuten würden.

Ebenso wollten sich mehrere Polizisten zum Sachverhalt nicht äußern. „Das Thema ist für viele Ermittler einfach zu heiß“, hieß es aus einem Landeskriminalamt. Entsprechende Ermittlungen laufen bereits, so ein Insider. Die Nomads Turkey werden von Izmir aus gelenkt. Dem türkischen Hells-Angels-Boss Neco Arabaci ist es gelungen, den Machteinfluss der Nomads Turkey grenzüberschreitend auszuweiten. In Deutschland kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gewaltsamen Rivalitäten mit den deutschen Alt-Rockern. Der Mord des Präsidenten der Gießener Hells Angels, Aygün Mucuk, wird im Milieu in diesem Kontext gesehen.

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