Deutsche Tornados über Südafrika

„Two Oceans“: 150 Soldaten der deutschen Luftwaffe hielten sich am Kap der Guten Hoffnung auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika gilt seit mehreren Jahren als eng und vertrauensvoll. Wiederholt halten sich Verbände der deutschen Luftwaffe und der Marine am Kap der guten Hoffnung auf, um mit ihren südafrikanischen Partnern diverse Übungen durchzuspielen. Ende März fand sich das Taktische Luftwaffengeschwader 33 unter der Führung von Oberst Holger Radmann im südlichen Afrika ein. Es stand die Übung „Two Oceans“ an.

© Die deutsch-südafrikanische Militärkooperation schreitet voran. Im März wurden vier Tornados der deutschen Luftwaffe nach Südafrika verlegt. Im Gegenzug legte die südafrikanische Fregatte „SAS Amatola“ an der Ostsee an. (Quelle: flickr/ Bundeswehr)

Die Soldaten aus dem rheinland-pfälzischen Cochem/Büchel waren am Kap im Einsatz, um bewegte und befestigte Ziele am Boden mit Lenkflugkörpern zu beschießen. Es ist die Rede von Autokolonnen oder Bunkern. Hierzu wurden vier Kampfflugzeuge des Typs Tornado auf die Air Force Base Overberg am Westkap verlegt. Die Luftwaffe schoss in der jüngsten Übung scharf. Denn der Taurus-Marschflugkörper wurde eingesetzt, auf einer Trainingsfläche von rund 720 km².

Der Lenkflugkörper Taurus wird bei der Armee grundsätzlich überall dort eingesetzt, wo die Luftwaffe auf eine starke Luftabwehr stößt und nicht ohne größeres Risiko hingelangen kann. Ferner gilt der Taurus mit einer Länge von knapp 5 Metern und einer Spannbreite von 2 Metern als moderner Luft-Boden-Marschflugkörper für große Distanzen. Dieser wird als der stärkste Bunkerbrecher bei der Bundeswehr gehandelt, um unter anderem unterirdische Anlagen empfindlich treffen zu können.

Einige Tage vor der Übung „Two Oceans“ legte die südafrikanische Fregatte „SAS Amatola“ mit ihren 175 Soldaten in Kiel und Rostock-Warnemünde an – eine Premiere. Im Rahmen des Manövers „Good Hope VII“ übten rund 600 deutsche und südafrikanische Soldaten gemeinsam bis Mitte März in der Ostsee die Abwehr von Terrorangriffen auf dem Meer. In regelmäßigen Zeitabständen finden die Übungen beider Militärs statt, bislang ausschließlich vor der Küste Südafrikas.

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