Freedom Day in der Botschaft Südafrikas

Hunderte Gäste zelebrierten den Nationalfeiertag mit internationalen Gästen mitten in Berlin

(Autor: Ghassan Abid)

Am 27. April 2017 feierte die Botschaft Südafrikas in der Berliner Tiergartenstraße den Nationalfeiertag des Landes – den Freedom Day. Hochrangige Gäste des Auswärtigen Amtes und anderer diplomatischer Vertretungen, der Wirtschaft, Presse und Kultur zelebrierten gemeinsam mit den Gastgebern die ersten demokratischen Wahlen am Kap vor 23 Jahren, aus welchen Nelson Mandela als erster schwarzer Staatspräsident Südafrikas hervorging. Ein Bericht aus dem Botschaftsgebäude.

© Am 27. April wurde in der Botschaft Südafrikas in Deutschland der Freedom Day gefeiert, der an die ersten demokratischen Wahlen am Kap vor 23 Jahren erinnert. Hunderte Gäste erschienen in die diplomatische Vertretung. (Quelle: Privat)

Offiziere der Armeen von Südafrika, Namibia, Österreich und Deutschland mischten sich unter die Menschenmenge. Vertreter der Botschaft begrüßten jeden einzelnen Gast äußerst herzlich. Man solle sich willkommen fühlen, hieß es. Kellner servierten den „Freunden Südafrikas“ neben Sekt, auch Orangensaft, Rotwein oder Mineralwasser. Nicht zu vergessen ist der leckere aus Stellenbosch stammende Wildfrucht-Sahne-Likör Amarula, der spätestens seit dem Sponsoring der unter anderem in Südafrika gedrehten RTL-Kuppelshow „Der Bachelor“ bundesweite Bekanntheit erlangt hat.

Der südafrikanische Botschafter Phumelele Stone Sizani war infolge des Todes seines Vaters nicht anwesend. Nach einer eingelegten Schweigeminute vertrat ihn dafür der Gesandte Mohamed Cassimjee – der zweite Mann der Botschaft. Dieser sprach von der Bedeutung der deutsch-südafrikanischen Beziehungen. Insbesondere die Präsenz von 600 deutschen Unternehmen am Kap, die 100.000 Arbeitsplätze geschaffen haben, untermauere das „strategische Verhältnis“ zwischen Berlin und Pretoria. Ebenso geht Cassimjee auf die demokratischen Errungenschaften und auf den Deutschlandbesuch Zumas vom November 2015 ein.

© Der Gesandte der Botschaft Südafrikas, Mohamed Cassimjee, und der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Walter Lindner, hielten die Festakt-Reden zum Freedom Day. Beide untermauerten die Bedeutung der deutsch-südafrikanischen Beziehungen. (Quelle: Privat)

Ihm folgte als Redner der ehemalige deutsche Botschafter in Südafrika. Walter Lindner berichtete mit gewissem Humor von der eigenen Konfrontation mit dem kalten Wetter in Deutschland, nachdem dieser während des Hochsommers für seinen neuen Posten als Staatssekretär im Auswärtigen Amt in die Heimat zurückkehrte. Man merkte ihm an, dass ihm das kühle Wetter in der Bundeshauptstadt bisweilen zu schaffen macht. Begleitet wurde Lindner von seinem Vorgänger Horst Freitag, der von 2011 bis 2015 als Botschafter die Interessen Deutschlands in Südafrika repräsentierte. Weder Cassimjee noch Lindner thematisierten die gegenwärtige politische Krise in Südafrika.

© Die Gäste wurden durch eine Gesangseinlage der südafrikanischen Musikgruppe Africapella unterhalten. Ferner konnten im Foyer des Botschaftsgebäude Skulpturen der in Bloemfontein geborenen Künstlerin Maureen Quin angeschaut werden. (Quelle: Privat)

Für künstlerische Unterhaltung sorgte die südafrikanische Musikgruppe Africapella, die ausschließlich mit ihren Stimmen und somit ohne Instrumentalbegleitung auftrat. Klassische Spezialitäten aus Südafrika, etwa die scharfe Gewürzmischung Chakalaka, Grillwurst oder Reis mit Geflügel in einer würzigen Curry-Sauce rundeten die Feierlichkeiten ab. Wer dann mit dem Speisen fertig war, vertiefte sich entweder in Gespräche oder schaute sich die Skulpturen der im südafrikanischen Bloemfontein geborenen Künstlerin Maureen Quin an, welche gegenwärtig im Foyer des Botschaftsgebäudes ausgestellt sind. Der Freedom Day 2017, ein Tag, der zum Nachdenken anregt.

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