Eurowings fliegt erstmals Südafrika an

Kooperation mit South African Airways bei Zubringerflügen. Direktflug nach Kapstadt

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Wettbewerb auf dem Flugpassagiermarkt ist hart. Die kürzliche Pleite von Air Berlin verdeutlicht, wie wichtig nachhaltige Kooperationen, lukrative Flugverbindungen und steigende Passagierzahlen für die Airlines sind. Denn günstige Ticketpreise der Konkurrenz bringen die Fluggesellschaften unter Zugzwang. Dementsprechend hat die im November 2017 beginnende Kooperation zwischen Eurowings und South African Airways für große Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem wird die Düsseldorfer Lufthansa-Tochter Kapstadt vom Flughafen Köln/ Bonn aus erstmals direkt anfliegen.

© Eurowings und South African Airways werden ab November 2017 zusammenarbeiten. Es werden Zubringerflüge in Europa nach Südafrika angeboten. Zudem bedient Eurowings erstmals die Flugverbindung von Köln/Bonn nach Kapstadt. (Quelle: Eurowings)

South African Airways wird für Zubringerflüge zu seinen Langstreckenverbindungen aus Europa auf das Streckennetz von Eurowings zurückgreifen. Dies bedeutet, dass die Fluggäste mit Eurowings-Flugzeugen zu den Flughäfen London-Heathrow und München gelangen, von wo aus sie anschließend auf die Langstreckenflüge von South African Airways nach Johannesburg umsteigen können. Zudem wird ab dem 5. November 2017 erstmals die Route Köln/ Bonn – Kapstadt mit Airbus A330-Jets durch Eurowings beflogen. Beide Airlines erhoffen sich durch die Partnerschaft mehr Passagiere, eine bessere Buchungsauslastung und die Kundenakquise.

Für South African Airways kommt die Kooperation zum richtigen Zeitpunkt. Denn das Staatsunternehmen ist hoch verschuldet. Im September 2017 wurde bekannt, dass die unrentable Fluglinie erneut einen Notkredit in Höhe von rund 210 Mio. Euro von der südafrikanischen Regierung erhält, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Bislang fliegt die Linie die deutschen Flughäfen Frankfurt am Main und München an. Um weitere Kosten zu senken, plant das Unternehmen mit Sitz im Kempton Park die Verkleinerung der Flugflotte und das Streichen von Flugzielen. Umfassende Reformen bleiben jedoch aus. Kritiker werfen der Regierung in Pretoria vor, zu viel Einfluss auf die Airline auszuüben, der sich negativ auf das Unternehmen auswirke.

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