Starkes Smartphone-Wachstum in Südafrika

Sinkende Preise, aggressive Werbung und WLAN-Ausbreitung begünstigen Technik-Kauftrend

(2010sdafrika-Redaktion)

Immer mehr Südafrikaner legen sich ein Smartphone von Apple, Samsung oder Huawei zu. Denn der nationale Smartphone-Umsatz kletterte im dritten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr um ganze 28% auf über 3 Millionen Einheiten. Zu dieser Erkenntnis kommt die südafrikanische Niederlassung des deutschen Marktforschungsunternehmens GfK in einer aktuellen Analyse, die der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ vorliegt. Seit der Expansion des Konzerns nach Südafrika erhebt dieses von Johannesburg und Durban aus repräsentative Daten zum Konsum- und Kaufverhalten im südlichen Afrika.

© Immer mehr Konsumenten in Südafrika begeistern sich für ein Smartphone. Der Umsatz hat gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel zugenommen. Mittlerweile gebe es fast dreimal so viele Smartphones wie TV-Geräte im Land, so das Marktforschungsunternehmen GfK in einer aktuellen Analyse zum neuen Technik-Kauftrend. (Quelle: flickr/ stekelbes)

Bis zum Ende des dritten Quartals des Jahres 2017 sind Smartphone-Verkäufe um 21,1% und Smartphone-Umsätze um 8,1% gestiegen. Basistelefone verloren 13,7% beim Absatz und 1,9% beim Umsatz, haben jedoch in Südafrika immer noch einen Marktanteil von 35%. „Sinkende Preise für Smartphones, aggressive Werbeaktionen der Betreiber und eine wachsende Verbreitung von WLAN / 4G tragen dazu bei, die Einführung von Smartphones in Südafrika zu beschleunigen.“, so Nikolay Dolgov, General Manager bei GfK South Africa.

Dabei verändere auch die starke Konkurrenz chinesischer Marken den Smartphone-Einstiegsmarkt in Südafrika. Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) für Smartphones sinke trotz der Schwäche der südafrikanischen Landeswährung Rand. Rund 25 Marken kämpfen derzeit um den Einstiegsmarkt für Smartphones. 2013 seien es lediglich sechs Anbieter im Land gewesen. Während der Besitz eines Smartphones erschwinglicher werde, bleibe die Smartphone-Verbreitung in Südafrika dennoch niedrig, sodass es noch immer Spielraum für Wachstum gebe – so die Analysten der GfK.

Top-Marken würden sich jedoch weiterhin aus dem Einstiegssegment heraus bewegen, da die chinesischen Marken ihren Einfluss auf den Markt verstärken. GfK-Daten zeigen, dass es in Südafrika mittlerweile fast dreimal so viele Smartphones wie Fernsehgeräte gebe. Dies deute darauf hin, dass die Technikkonzerne ihren Marketing-Mix neu bewerten und mehr Werbebudget für Mobilgeräte bereitstellen. Hingegen konnte beim Tablet-Absatz ein starker Rückgang verzeichnet werden. Der Konsument bevorzuge beim Surfen lieber ein Smartphone als ein Tablet, so die Schlussfolgerung, die im Übrigen auch auf Europa übertragbar sei.

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