Hooligan-Gewalt erschüttert Südafrika

Fußballverband fordert harte Reaktion gegen Johannesburger Randalierer. Coach tritt zurück

(2010sdafrika-Redaktion)

Als am gestrigen Samstagabend tausende Fußballfans ins Moses-Mabhida-Stadium zum Match zwischen dem Johannesburger Kaizer-Chiefs-Klub und den Free State Stars aus Bethlehem zusammen kamen, hätte die Mehrheit der Zuschauer ein Chaos nicht für möglich gehalten. Denn zum Ende der Halbfinal-Begegnung des Nedbank Cups kam es zu lebensbedrohlichen Tumulten und exzessiven Gewaltausbrüchen. Südafrikas Fußball zeigt sich von der nicht erwarteten Hooligan-Gewalt tief erschüttert.

© Südafrikas Fußball zeigt sich von der jüngsten Hooligan-Gewalt geschockt. Zahlreiche Kaizer-Chiefs-Fans verletzten Dutzende Personen. Die Fußballliga fordert nun eine harte Reaktion durch die Strafverfolgungsbehörden, um die Gewalttäter zur Verantwortung zu ziehen. (Quelle: Screenshot/ SABC)

Dutenzende Kaizer-Chiefs-Fans rannten auf das Spielfeld und griffen Security-Mitarbeiter, Fußballspieler der gegnerischen Free State Stars und Fußballverantwortliche sowie Journalisten an, nachdem ihr Klub gegen die Mannschaft aus Bethlehem mit 0:2 verloren hatte. Daraufhin versuchte die Polizei mit Tränengas die äußerst gewaltbereiten Hooligans zurückzudrängen. Eine Sicherheitskraft soll lebensbedrohlich verletzt worden sein und weiterhin um ihr Leben kämpfen. Dutzende Personen seien zusätzlich verletzt worden.

Ebenfalls entstand innerhalb und außerhalb des Stadiums ein erheblicher Sachschaden, den ausschließlich die Kaizer-Chiefs-Fans angerichtet haben sollen. Teures Kamera-Equipment des staatlichen Rundfunks SABC, mehrere Autos und Stadioneinrichtungen seien beschädigt worden. Außerdem wurden Brände gelegt. Während der Fußballverband eine harte Reaktion der südafrikanischen Strafverfolgungsbehörden gegen die Hooligans fordert, zog der Kaizer-Chiefs-Coach Steve Komphela bereits einen Tag später die Verantwortung, indem er von seinem Amt unverzüglich zurücktrat. Der Spitzenklub Kaizer Chiefs kündigte an, weitere Konsequenzen ziehen zu wollen.

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