Giraffenköpfe im eigenen Auto

Serengeti-Park in Hodenhagen überzeugt mit einem Mix aus Zoo, Safari und Rummel

(Autor: Ghassan Abid)

Wer die „Big Five“ – also Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden – bei einer Safari gesichtet hat, der hat das ganz große Los gezogen. Zumindest in Südafrika gilt das Antreffen dieser fünf Wildtiere als großer Erfolg für ein Busch-Abenteuer im südlichen Afrika. Wenn jemandem jedoch das nötige Kleingeld für die Reise ans Kap fehlen sollte, der hat die Möglichkeit, den Serengeti-Park in Hodenhagen bei Hannover mit über 1.500 Tieren zu bestaunen.

© „Guck mal, da ist ein Zebra!“. Mitten in Deutschland, genauer gesagt in Hodenhagen bei Hannover, befindet sich der Serengeti-Park mit seinen über 1.500 Tieren. Am 19. August 1974 wurde der Nationalpark eröffnet. Im Jahr 2016 konnte der Park über 750.000 Besucher von sich überzeugen – Tendenz steigend.

An einem Samstagmorgen im September ging es für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ im Auto durch die verschiedenen Areale des Serengeti-Parks. Das Interesse der deutschen Öffentlichkeit war trotz der kühlen Temperaturen ähnlich wie beim Besuch vor zwei Jahren einfach gewaltig. Zahlreiche Fahrzeuge stauten sich, um die exotischen Wildtiere zu beobachten und diese teilweise auch zu streicheln.

© Immer wieder treten die unterschiedlichsten Tiere an die Autos der Safari-Fans heran. Die Parkleitung weist vorsorglich auf den Umstand hin, dass die Fahrt mit dem eigenen Fahrzeug durch die Serengeti-Safari auf eigene Gefahr erfolgt.

© Mehrere Giraffen tauchten ihre Köpfe in die Autos der Besucher ein. Wiederholt holten sie sich Kuscheleinheiten. Näher kann man einem Giraffen nicht sein. Hierbei sollte man dringend beachten: Das Füttern kann den Tieren schaden.

So haben die Safari-Gäste in den Autos Giraffen, Zebras und Antilopen berührt – obwohl grundsätzlich geraten wird, alle Türen und Fenster geschlossen zu halten. Doch auch bei den Bustouren können einige Tiere angefasst werden. Lediglich bei den Raubkatzen halten sich alle Fahrzeuginsassen an die überall aushängenden Parkregeln, deren Einhaltung von den Parkmitarbeitern im Auge behalten wird. „Der Serengeti-Park ist ein Erlebnis zwischen Nationalpark und Zoo“, heißt es auf der Internetpräsenz.

Dies trifft voll zu, wenn man bedenkt, dass bei der „Dschungel-Safari“ im Gegensatz zur „Serengeti-Safari“ das weitere Erkunden von über 200 Affen zu Fuß fortgesetzt werden kann. „Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, um meine Brille zurückzubekommen“, witzelt ein junger Mann seine Begegnung mit einem Primaten. Denn die Affen erbeuten sämtliche Gegenstände. Bei einem anderen Besucher schaffte es ein Affe, den Rucksack in windeseile zu öffnen, um sich ein Kaugummi zu ergaunern. Die aufmerksamen Park-Ranger sind schnell da, um das Hab und Gut der Gäste zurückzuholen.

© Im Affengehege geht es durchaus wild zu. Die Primaten sind schnell dabei, das Hab und Gut der Besucher zu ergaunern und mit diesen zu flüchten. Ein Besucher musste eine halbe Stunde lang auf die Rückgabe seiner Brille warten.

Zusätzlich stehen bei der „Abenteuer-Safari“ über 40 Fahrgeschäfte zur Verfügung. Besonders groß ist der Andrang bei der „Black Mamba“, einem Schnellboot mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde, das mit 360-Grad-Wendungen auf dem Wasser für Adrenalin-Schübe sorgt. Ähnlich viel Spaß gibt es bei der Aqua-Safari, einem Sumpfboot mit Achterbahn-Feeling. Am Ende der Fahrt ist der einzelne Besucher nass, allerdings besteht die Möglichkeit, sich in einer Kabine mit Heißluft trocknen zu lassen. Neu im Programm ist die Jurassic-Safari, wo lebensgroße Dinosaurier-Figuren bestaunt werden können. Leider war diese Neuheit für das Publikum geschlossen.

© Die Mendesantilope ist eine afrikanische Antilope. Sie war einst in der gesamten Sahara verbreitet, ist mittlerweile jedoch weitgehend ausgerottet und gilt vom Aussterben bedroht. Insofern leistet der Serengeti-Park eine wichtige artenschutzrechtliche Funktion.

© Das Areal zum südlichen Afrika fasziniert mit Steppenzebras, Mendesantilopen, Straußen, Breitmaulnashörnern und Watussi-Rindern. Bei den Rindern muss angemerkt werden, dass diese tatsächlich in Ostafrika beheimatet sind.

© Immer wieder beeindruckend – der afrikanische Elefant. In einem eigenen Gehege mit ausreichend Auslaufgebiet kann das bis zu 6.000 Kilogramm schwere Säugetier bestaunt werden. Elefanten gelten als soziale und intelligente Lebewesen.

Der Serengeti-Park ist ein absoluter Familienspaß, der eine gelungene Abwechslung für Klein und Groß bietet. Es empfiehlt sich, gleich zu Beginn der täglichen Öffnungszeit um 10:00 Uhr einzutreffen, um möglichst viele Attraktionen besuchen zu können. In der Saison 2018 kostet ein Ticket für Erwachsene 34,50 Euro. Die Einlassberechtigung für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren ist für 27,50 Euro erhältlich. Hingegen ist die Serengeti-Busführung bereits für 5,50 Euro zu bekommen. Der Park in der Lüneburger Heide ist noch bis zum 4. November geöffnet.

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