Global Citizen Festival in Südafrika

Internationale Musikstars ehren unter großem Applaus Nelson Mandela im Johannesburger FNB-Stadium

(2010sdafrika-Redaktion)

Kaum ein Thema begeistert zurzeit die Öffentlichkeit so sehr, wie das gestrige Global Citizen Festival im FNB-Stadium. Der staatliche Rundfunk SABC übertrug das Johannesburger Konzert live und berichtete ausführlich über die Auftritte von Superstars wie Beyoncé, Jay-Z, Ed Sheeran, Oprah Winfrey, Usher, Coldplay aka Los Unidades, Pharrell Williams und Trevor Noah. Ebenso performten namhafte Künstler aus Südafrika und Nigeria.

© Das Global Citizen Festival in Südafrika war ein voller Erfolg. Hochkarätige Künstler aus den USA, Großbritannien, Nigeria und Südafrika traten auf. Dazu war die mediale Resonanz gewaltig. Die Veranstalter ehrten Nelson Mandela, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. (Quelle: flickr/ UN Women Gallery)

Im vergangenen Jahr wurde das Global Citizen Festival in der Hansestadt Hamburg veranstaltet, wo Weltstars für den guten Zweck auftraten. In diesem Jahr stand der gute Zweck erneut auf dem Plan, nachdem Ende November der EP „Global Citizen EP 1“ – ein Mini-Album – mit vier Tracks veröffentlicht wurde. Die Erlöse aus dem Verkauf der EP sollen in die Kampagnen von Global Citizen gesteckt werden, die auf eine Bekämpfung der extremen Armut und die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit abzielen.

Beim Global Citizen Festival erhalten die Zuschauer grundsätzlich kostenlose Eintrittskarten aufgrund ihres sozialen Engagements. Die Musiker ehrten vor tobendem Publikum den Nationalhelden Südafrikas. Die Anti-Apartheid-Ikone Nelson Mandela wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden. Am 5. Dezember 2013 starb Madiba, wie Mandela auch genannt wird, im Alter von 95 Jahren. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hat die vier Tracks aus „Global Citizen EP 1“ zusammengestellt.

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4 Antworten zu “Global Citizen Festival in Südafrika

  1. Liebe Leute, das ist ja alles wunderbar.
    Ich denke, dass die überwiegende Mehrheit der Kids, die das FNB-Stadion in Soweto (ehemals als Soccer City bekannt) gefüllt haben, nur aus einem Grund dort waren: Beyoncé. Der Star aus den USA hat hierzulande eine große, geradezu anbetende Fangemeinde.
    Südafrikas bekanntester Milliardär und Philanthropist, Patrice Motsepe, hat dieses Giga-Fest entscheidend mitorganisiert. Ihm wird zugeschrieben, dass Beyoncé überhaupt da war. Das hatten andere, weniger betuchte Zeitgenossen, vor ihm bereits vergeblich versucht.
    Motsepe hat zwei Schwäger in der Regierung: Präsident Matamela (Cyril) Ramaphosa und Energieminister Jeff Radebe. Klar, dass beide ebenfalls mit Reden auftraten. Außerdem hat Motsepe noch einmal den Regenbogen leuchten lassen. Er rief Repräsentanten aus der eher konservativen Mitte der Gesellschaft auf die Bühne – vom König der Zulus über das Oberhaupt der Afrikaansen NG Kerk bis hin zum Gewerkschaftsverband Cosatu. Letzterer ist bekanntlich fest eingebunden mit dem regierenden ANC.
    Sehr viel Geld kam in die Kollekte, mehr als sieben Milliarden Dollar. Dafür sorgten schon die Sponsoren der Veranstaltung – von CocaCola über die B&M-Gates-Stiftung und Microsoft bis hin zur Weltbank.
    Damit kann vielen humanitären und Projekten unter die Arme gegriffen werden. Aber der an diesem Abend immer wieder beschworene Traum Mandelas, die Ausrottung von Armut auf unserem Planeten, bleibt auch weiterhin ein Traum. Denn die Philanthropie alleine wird dieses Menschheitsproblem nicht lösen können, weil die Ursachen ungelöst bleiben. Dazu wären radikale gesellschaftliche Veränderungen notwendig. Veränderungen, die jene Verhältnisse umwerfen, die der Klasse, aus der diese Philanthropen kommen, ihre Macht und ihren Reichtum bescheren. Mal abgesehen von der Tatsache, dass die Philanthropie selbst zu einem lukrativen Business geworden ist.

  2. Auch wenn ihr meinen ersten Kommentar nicht veröffentlicht…
    …und das auch noch
    http://www.thedailyvox.co.za/global-citizen-why-was-our-safety-not-taken-seriously-shaazia-ebrahim/

    • Ein erster Kommentar kam leider nicht an. Wir zensieren nichts, lieber Sizwe! Die Redaktion

      • Oh, dann muss ich Abbitte tun. Es sind eigentlich zwei längere Kommentare, die nicht erschienen sind. Der eine vor längerer Zeit zum Thema Land/AfriForum, der andere zum Global Citizen. Sind also im Orkus verschwunden.
        No problem, next time.

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