Tourismus in Südafrika

Zunehmend mehr kaufkräftige Urlauber wechseln von Südafrika auf Ägypten und Äthiopien

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika gilt als das beliebteste Reiseziel auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Vor allem Kapstadt erweist sich als absoluter Publikumsmagnet für Gäste aus Europa, Asien und Amerika. Allerdings droht das Land den Spitzenplatz zu verlieren, nachdem sich andeutet, dass Touristen aus kaufkräftigen Staaten ihren Urlaub lieber anderswo verbringen wollen. Diese Tendenz lässt sich bei der Auswertung der Tourismuszahlen 2018 erkennen, erklärt das südafrikanische Statistikamt StatsSA.

© Südafrika zählt zum beliebtesten Reiseziel Afrikas. Analysten der südafrikanischen Statistikbehörde warnen davor, dass Konkurrenzmärkte wie Ägypten und Äthiopien dem Land den Spitzenplatz streitig machen. (Quelle: flickr/ Bob Adams)

Die Zahl der ausländischen Besucher in Südafrika steigt kontinuierlich an. Mit einem Anstieg um 1,8 Prozent auf insgesamt 10,4 Millionen Besucher allein im vergangenen Jahr belegt Südafrika unangefochten den Spitzenplatz in den beliebtesten Reisezielen Afrikas. Gäste aus Europa spielen in diesem Kontext eine herausragende Rolle. Allerdings scheint Südafrika die Attraktivität als begehrte Destination verstärkt mit Ägypten teilen zu müssen. Darüber hinaus habe auch Äthiopien an Bedeutung gewonnen.

Der arabische Staat am Nil könnte bis 2020 Südafrika als wichtigste Touristenattraktion des Kontinents ablösen. Bereits jetzt seien die Besucher am Kap aus bedeutenden Märkten wie dem Nahen Osten und Neuseeland um 11 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Gäste aus Großbritannien sank um 3,8 Prozent und aus Deutschland um 1,7 Prozent. Ebenso wird Südafrika zunehmend von weniger Menschen aus Indien, Frankreich und den Niederlanden bereist. Gleichzeitig steigen die Übernachtungskapazitäten in Ägypten und Äthiopien.

Südafrikanische Tourismusexperten befürchten, dass unter dem Wegzug von kaufkräftigen Touristen die nationale Konjunktur und der Arbeitsmarkt leiden könnten. So seien das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Dienstleistungssektor und die Flugbranche von den Buchungsverschiebungen unmittelbar betroffen. Die Regierung Südafrikas müsse rechtzeitig in Marketingmaßnahmen und in die Infrastruktur investieren, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit mit Ägypten und Äthiopien sicherzustellen. Die jüngste Visaerleichterung in Südafrika sei nun der erste Schritt, heißt es aus Pretoria.

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