Medizinische Innovation aus Südafrika

Mittelohr-Transplantation aus 3D-Drucker inspiriert Länder bei eigenen Behandlungsmöglichkeiten

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Frühjahr 2019 ist es Medizinern gelungen, ein aus dem 3D-Drucker gefertigtes Mittelohr samt Gehörknöchelchen einem Patienten zu transplantieren. Dieser hatte sein Gehör nach einem Autounfall nämlich verloren. Mit der erfolgreich durchgeführten Operation im Steve Biko Academic Hospital sollte der Hörsinn des Mannes wiederhergestellt werden. Dieser medizinische Durchbruch dient seither als Vorbild für ähnliche 3D-Transplantationsvorhaben in anderen Ländern. Erneut haben Forscher aus Südafrika international überzeugen können.

© Dem Ärzteteam um Professor Mashudu Tshifularo ist es gelungen, ein aus dem 3D-Drucker erstelltes Mittelohr einem Patienten zu transplantieren. Diese innovative Behandlungsmöglichkeit aus Südafrika inspiriert zahlreiche Staaten. (Quelle: UP)

Professor Mashudu Tshifularo von der Universität Pretoria sprach von einem Meilenstein für die 3D-Technologie, die verstärkt für medizinische Zwecke herangezogen werden könne. Die eingesetzte Prothese ist aus Titan gefertigt worden – einem dehnbaren, korrosions- und temperaturbeständigen Metallelement, das in Südafrika als einem der Hauptproduktionsländer abgebaut wird. Der Spezialist für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde hob die Bedeutung der Operation hervor, die als Innovation in die internationale Medizingeschichte eingehen werde. Weitere Operationen sind geplant.

Seither haben auch andere Staaten den Einsatz von 3D-Druck in der Transplantationsmedizin fortentwickelt, etwa Israel beim Herz, Bulgarien bei der Rippe, Australien beim Brustbein und Südkorea bei der Augenhornhaut. Südafrikas Medizinforschung hat in der Vergangenheit wiederholt respektable Erfolge verbuchen können, wie zum Beispiel bei der weltweit ersten Herztransplantation, der Entwicklung der Computertomographie und der ersten Penis-Transplantation überhaupt. Die Universitäten Kapstadt, Pretoria und Witwatersrand zählen zu den Top-Forschungseinrichtungen. Die Regierung unterstützt die Hochschulen mit entsprechenden finanziellen Zuwendungen.

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