Fremdenhass in Südafrika

Regierung gerät nach wiederholten Ausschreitungen unter Druck. Mehrere Tote bei Übergriffen

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Regierung ist wegen wiederholten fremdenfeindlichen Ausschreitungen gegen afrikanische Bürger erheblich unter Druck geraten. In den vergangenen Tagen protestierten Tausende in Johannesburg und Pretoria gegen Ausländer. Dabei kam es zu Übergriffen, Plünderungen und Bedrohungen. Mindestens zehn Menschen sollen bereits getötet worden sein. Die Polizei versucht bislang vergeblich die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.

© Die Sicherheitskräfte am Kap sind alarmiert, nachdem mehrere Mobs aus Einheimischen Jagd auf afrikanische Ausländer gemacht haben. Immer wieder ist Südafrika von fremdenfeindlichen Ausschreitungen betroffen. (Quelle: flickr/ Gerry Atkinson)

Ausländer – allen voran aus Simbabwe, Mosambik und Nigeria – erlebten lebensbedrohliche Gewaltexzesse, die ausschließlich gegen sie gerichtet waren. Mobs aus Einheimischen machten auf den Straßen der Gauteng-Provinz eine regelrechte Jagd auf Afrikaner. Sicherheitskräfte nahmen bereits hunderte Personen in Gewahrsam, um die Lage irgendwie in den Griff zu bekommen. Immer wieder kommt es am Kap zu ausländerfeindlichen Hetzszenen, die durch die hohe Arbeitslosigkeit von rund 30 Prozent begünstigt werden. Die Behörden gehen von zwei bis fünf Millionen Ausländern im Land aus, mehrheitlich aus dem Nachbarland Simbabwe – bei rund 58 Millionen Bürgern Südafrikas.

In Nigeria erlebten Südafrikaner als Konsequenz aus den Geschehnissen in Johannesburg eine ähnliche Reaktion. Die südafrikanische Botschaft in der Hauptstadt Abuja musste vorübergehend geschlossen werden. Ebenso blieben die Filialen mehrerer südafrikanischer Unternehmen zu. Ähnliche Vorkommnisse gegen Südafrikaner gab es auch in der Demokratischen Republik Kongo. Ferner sagten aus Angst vor weiteren Übergriffen mehrere afrikanische Delegationen ihre Teilnahme an einer Regionalkonferenz des Weltwirtschaftsforums in Kapstadt ab. Zudem wurde ein Fußballspiel zwischen Mosambik und Südafrika kurzfristig abgesagt.

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2 Antworten zu “Fremdenhass in Südafrika

  1. Pingback: Wut über Fremdenhass in Südafrika | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  2. Info – den Drogenhandel , Prostitution, Kindersex Handel zu einhundert Prozent in nigerianischer Hand – Faktum zu Apartheid Zeiten waren Drogengebrauch völlig unbekannt in Südafrika es wurde mehr Alkohol konsumiert – dazu gibt es Studien – Kinder Prostitution nigerianischer Gangs gibt es Dokus aus den Jahren circa 2000 rum

    – Centrum Johannesburg der gesamte Haus Highjacking ist in nigerianischer Hand es sind tausende Immobilien allein in Johannesburg –

    Südafrika wird aus dem ganzen schwarzen Kontinent Afrika mit Flüchtlingen regelrecht überrannt also viel, viel extremer als Europa –
    Zählen zu Zuwanderung aus anderen afrikanischen Staaten des Kontinents – alles vage Schätzungen – 4 Millionen bis 10 Millionen oder noch mehr keiner weiß es genau !!!

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