Take-Off mit Vorbildfunktion in Südafrika

Tumi Carter Katisi ist jung, weiblich, schwarz – und Berufspilotin

(2010sdafrika-Redaktion)

Der berufliche Werdegang von Tumi Carter Katisi gilt als bestes Beispiel dafür, dass man in Südafrika aus eigener Kraft und mit der notwendigen Ausdauer den sozialen Aufstieg schaffen kann. Denn die in bescheidenen Lebensverhältnissen aufgewachsene Südafrikanerin konnte ihren Lebenstraum verwirklichen. Die Berufspilotin gilt als Vorbild für viele junge Menschen, die ihren Platz in einer Gesellschaft mit rund 30 Prozent Arbeitslosigkeit nicht finden konnten.

© Tumi Carter Katisi hat es geschafft. Die 27-jährige Südafrikanerin hat die Fluglizenz als Berufspilotin erworben. Mit viel Mühe und Ausdauer konnte sie sich ihren großen Lebenstraum verwirklichen. Katisi gilt als Vorbild für die Jugend. (Quelle: Privat)

Mehrere Studien wissenschaftlicher Einrichtungen kommen zu der Erkenntnis, dass im Verhältnis betrachtet die Ethnie der Schwarzen überproportional von Armut, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit betroffen ist. Die Nachwirkungen der Apartheid wirken im neuen Südafrika – zumindest in sozioökonomischer Hinsicht – unvermindert fort. Der Fall Katisi zeigt, dass entgegen der Tendenzen ein Aufstieg dennoch möglich ist, auch wenn die Hürden entsprechend höher ausfallen dürften als bei anderen Ethnien.

Die 27-jährige Südafrikanerin hat ehrgeizig an ihrem Ziel gearbeitet. Immer wieder musste sie Rückschritte einstecken und pausieren. Letztendlich erwarb sie mit viel Mühe die notwendige Fluglizenz als Berufspilotin an einer privaten Flugschule in Pretoria. Für die kostspielige Ausbildung erhielt sie eine finanzielle Unterstützung, nachdem sie rund hundert Unternehmen zwecks eines Sponsorings anschrieb. Zudem sammelte sie Geld, welches zum Erwerb der Lizenz herangezogen wurde. Heute bedient sie als Pilotin mehrere Charterflüge.

Katisi möchte ihre Popularität dafür nutzen, dass mehr junge schwarze Frauen ihren Weg in die Luftfahrt finden. Denn die Pilotenbranche ist weiterhin männlich dominiert. Nach Angaben der internationalen Pilotenvereinigung ALPA waren 2015 lediglich ca. 6,5 Prozent aller Berufspiloten und 4,2 Prozent der Verkehrspiloten weiblich. Die Südafrikanerin hält zu ihrem Erfolg fest, dass es darauf ankomme, wie man auf Probleme schaue. „Ich habe die Herausforderung angenommen und mir Hilfe gesucht.“. Als nächstes Etappenziel möchte Katisi einen Airbus A380 fliegen.

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