Archiv der Kategorie: Business [Economy]

„Jacob Zuma hat Südafrika geschadet“

Im Interview mit Andreas Freytag, Universitätsprofessor für Wirtschaftspolitik in Jena

(Autor: Ghassan Abid)

© Südafrika hat in den letzten Jahren an internationales Ansehen verloren. Zu viele Skandale gab es in der Regierung. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sprach mit dem Jenaer Ökonomen Prof. Andreas Freytag über die Entwicklungen im Land. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Andreas Freytag, Professor für Wirtschaftspolitik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie befassen sich seit Jahren mit Südafrika. Was läuft dort gegenwärtig schief?

Antwort: Das schwerwiegendste Problem ist das Ausmaß an Korruption in den höchsten Regierungskreisen. Präsident Zuma scheint sein Amt nahezu ausschließlich dazu nutzen zu wollen, sich und einigen Vertrauten private Vorteile zu verschaffen. Damit veruntreut er nicht nur öffentliche Gelder, sondern vernachlässigt dringende Probleme, vor allem im Bildungssektor.

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Geldtransfers als Wirtschaftsmotor

Migranten transferieren weltweit hunderte Milliarden Euro. Südafrika nimmt eine Schlüsselrolle ein

(2010sdafrika-Redaktion)

Hunderte Milliarden Euro werden jedes Jahr von Migranten in ihre Heimatländer überwiesen. Die Weltbank ermittelte allein für das Jahr 2012, dass rund 406 Milliarden US-Dollar von den Industrienationen in die Entwicklungs- bzw. Schwellenländer geschickt wurden. Eine beachtliche Summe, die es als heiß diskutiertes Thema in die Wissenschaft, Finanzökonomie und staatliche Entwicklungszusammenarbeit geschafft hat. Dabei stützen Geldtransfers, im Englischen besser bekannt als „Remittances“, etliche Familien und sogar ganze Volkswirtschaften.

© Die Bedeutung der Geldtransfers von Migranten wurde von den Staats- und Regierungschefs der G8 und der Entwicklungszusammenarbeit erkannt. Milliarden US-Dollar fließen jährlich meist vom Norden in den Süden. Diese „Remittances“ stützen teilweise ganze Volkswirtschaften. (Quelle: flickr/ Tabrez Syed)

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LIDL und ALDI SÜD am Kap?

Deutsche Discounterriesen dementieren Gerüchte über geplante Expansion nach Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

Seit Wochen halten sich in Südafrika hartnäckige Gerüchte, wonach die deutschen Discounterriesen LIDL und ALDI SÜD jeweils eine angebliche Expansion ins südliche Afrika in Erwägung ziehen. Es ist die Rede davon, dass beide Konzerne neue Filialnetze am Kap aufbauen wollen. Daraufhin hakte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ in beiden Zentralen nach. Demnach wird die nachgesagte Expansion sowohl in Neckarsulm als auch in Mülheim an der Ruhr eindeutig dementiert.

ALDI SÜD und LIDL

© ALDI SÜD und LIDL haben auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Gerüchte dementiert, wonach beide Discounterriesen jeweils eine Expansion nach Südafrika planen. (QuelleL ALDI SÜD/ LIDL)

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Starbucks erste Filiale in Südafrika

Hunderte Café-Liebhaber drängeln sich in Johannesburg. US-Kette plant insgesamt 15 Niederlassungen

(Autor: Ghassan Abid)

Am 21. April 2016 war es endlich soweit. Südafrikas Café-Liebhaber, meist junge Menschen, erwarteten sehnsüchtig die Eröffnung der ersten Filiale der US-amerikanischen Starbucks-Kette im Land. In einem Einkaufszentrum in Johannesburg harrten hunderte Neugierige aus. Sie wollten unbedingt den Pappbecher in ihren Händen halten, auf dem eine grüne Meerjungfrau abgebildet ist. Starbucks hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, ein komplettes Filialnetz im südlichen Afrika errichten zu wollen. Bislang gibt es Starbucks in Afrika nur noch in Ägypten und in Marokko.

Open Grid Scheduler, Grid Engine

© Seit dem 21. April 2016 gibt es Starbucks nun auch in Südafrika. Die Expansion der US-Kette umfasst insgesamt 15 Filialen am Kap. Bislang ist der Konzern in Afrika nur noch in Ägypten und in Marokko vertreten. (Quelle: flickr/ Open Grid Scheduler/ Grid Engine)

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Reichster Südafrikaner wird reicher

Diamanten-Unternehmer Nicky Oppenheimer verfügt über Vermögen von 6,7 Milliarden US-Dollar

(2010sdafrika-Redaktion)

Armutsforscher beobachten seit Jahren den Trend, dass Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden. Diese Entwicklung ist auch in Südafrika bei den Superreichen erkennbar. So konnte das Forbes-Magazin beispielsweise ermitteln, dass der 70-jährige Johannesburger Nicky Oppenheimer aktuell über ein Vermögen von 6,7 Milliarden US-Dollar verfügt. 2012 lag das Vermögen des reichsten Südafrikaners noch bei 6,4 Milliarden US-Dollar.

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© Der 70-jährige Diamanten-Unternehmer Nicky Oppenheimer ist mit einem Vermögen von 6,7 Milliarden US-Dollar der reichste Mann Südafrikas und gleichzeitig der Zweitreichste Afrikas. (Quelle: flickr/ AWDC Antwerp World Diamond Centre)

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„Volkswagen muss die Sache korrigieren“

Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma richtet klaren Appell an VW-Tochter im südlichen Afrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 10. November 2015 traf Südafrikas Präsident Jacob Zuma auf Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Ein Journalist stellte während einer Pressekonferenz dem 73-jährigen Staatsgast die Frage, ob er Beeinträchtigungen wirtschaftlicher Art durch den VW-Skandal in Südafrika erwarte. Denn die Volkswagen AG ist mit ihrer Tochter Volkswagen Group South Africa ein bedeutender Investor am Kap. Zuma antwortete klipp und klar in Richtung Wolfsburg: „Volkswagen muss die Sache korrigieren“.

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© Der Skandal um manipulierte Abgaswerte in Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG hat längst den afrikanischen Kontinent erreicht. Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma richtet einen klaren Appell an den Wolfsburger Konzern, der am Kap zu den größten Investoren des Landes zählt. Der Automobilriese müsse reagieren und die Sache korrigieren. (Quelle: Volkswagen AG)

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66. IAA im Zeichen des VW-Abgasskandals

931.700 Besucher kamen nach Frankfurt am Main zur weltweit wichtigsten Mobilitätsmesse

(Autor: Ghassan Abid)

Die 66. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main stand in diesem Jahr ganz unter dem Zeichen des VW-Abgasskandals. Für die deutsche Automobilindustrie war der Zeitpunkt des größten Betrugs in der Geschichte der Volkswagen AG äußerst ungünstig. Zwar hat der Ausrichter der IAA, der Verband der Automobilindustrie (VDA), mit 931.700 Besuchern die eigene Erwartung übertroffen. Jedoch dominierte der Skandal die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse. Bloß in der Halle 3, wo VW seinen Stand hatte, überspielte man das hauseigene Fiasko mit lauter Musik, glänzenden Autos und hübschen Frauen. Transparenz sieht definitiv anders aus.

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© In der Halle 3 der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main befand sich die Volkswagen AG, die den aktuellen Abgasskandal – der es bis nach Südafrika als Schlagzeile schaffte – komplett ignorierte. Dafür glänzten andere Automobilbauer umso stärker mit modernen Umwelt- sowie Sicherheitskonzepten und ausgefallenen Designs. (Quelle: Privat)

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