Archiv der Kategorie: Literatur und Wissenschaft [Literature and Science]

Buch in Südafrika sorgt für Aufregung

Ex-Arzt beschreibt in Biografie die unwürdigen letzten Jahre seines Patienten Nelson Mandela

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Wellen schlugen hoch, als der Inhalt des Buches „Mandela´s Last Years“ bekannt wurde. Denn der Autor Vejay Ramlakan beschuldigt die Familie Mandelas, die letzten Jahre des Anti-Apartheid-Kämpfers nicht unbedingt erträglich gemacht zu haben. Prompt erfolgte ein unüberhörbarer Aufschrei. Die Kritik an den ehemaligen Militär-Chefarzt und persönlichen Arzt Madibas ist so groß geworden, dass sich der US-amerikanische Verlag „Penguin Random House“ in der Notwendigkeit sah, nur wenige Tage nach der Veröffentlichung das Buch wieder vom Markt zu nehmen. Ebenso sind die Autorenangaben auf der Webseite des Verlags gelöscht worden. Der Schaden ist gewaltig.

© Nelson Mandela ein Opfer seiner eigenen Familie? So deutet es sich zumindest im Buch „Mandela´s Last Years“ an, welches sein Arzt Vejay Ramlakan verfasste. Auf Druck der Familie Madibas hat der in New York ansässige Verlag das Buch nur wenige Tage nach der Veröffentlichung vom Markt genommen. (Quelle: flickr/ mrgarethm)

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Weißem Hai droht das Artensterben

Stellenbosch-Universität beziffert Population vor Südafrikas Küsten mit 350 bis 520 Raubfischen

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Weiße Hai wird weltweit gefürchtet. Inbesondere vor den Küsten der bei Touristen äußerst beliebten Metropole Kapstadt schrecken die Leute auf, wenn sie von einem neuen Angriff des Haies auf Menschen hören. Deshalb sah sich die Stadtverwaltung von Kapstadt sogar zur Errichtung eines Hai-Warnsystems gezwungen, um das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Man fürchtete finanzielle Einbußen. Nun jedoch warnt die Stellenbosch-Universität davor, dass es zu wenige Weiße Haie vor Südafrika gebe.

Brook Ward

© Weltweit wird der bis zu 5 Meter lange Weiße Hai gefürchtet. Denn immer wieder ist von Attacken des Raubfisches auf Menschen zu hören. Nun schlagen Wissenschaftler der Stellenbosch-Universität Alarm. Der Bestand des Weißen Haies vor den Küsten Südafrikas sei zu gering. Ihm drohe das Artensterben. (Quelle: flickr/ Brook Ward)

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Mathe-Genie kommt aus Südafrika

Dario Trinchero erhält bestmögliche Ergebnisse bei Tests der britischen Elite-Uni Cambridge University

(Autor: Ghassan Abid)

Dario Trinchero ist auf den ersten Blick ein ganz gewöhnlicher Teenager. Der 17-jährige Südafrikaner besucht das Somerset College in der Westkap-Provinz und genießt das Leben in vollen Zügen. Allerdings schlummert in ihn ein Genie. Denn nach Auswertung von Tests der britischen Elite-Universität Cambridge University, an denen der Schüler teilgenommen hatte, wurde eine hohe Intelligenz festgestellt. Trinchero zählt auf dem Gebiet der Mathematik bereits jetzt zu den Weltbesten.

GoodThingsGuy

© Der 17-jährige Südafrikaner Dario Trinchero ist ein Mathe-Genie. Tests der Elite-Universität Cambridge University hat er mit voller Punktzahl erfolgreich bestanden. Der begabte Schüler möchte bald Informatik und theoretische Physik an einer Hochschule in seiner Heimat studieren. (Quelle: GoodThingsGuy)

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Erste staatliche Autismus-Schule in Südafrika

Thulasizwe School in Soweto für Kinder mit neurologischen Entwicklungsstörungen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika ist ein Land, dass durchaus über exzellente Schulen auf europäischen Niveau verfügt. Jedoch befinden sich diese meist in privater Hand. Die Inanspruchnahme entsprechender Bildungsangebote ist kostenintensiv. Die meisten Eltern verfügen nicht über das notwendige Einkommen. Sie müssen sich dafür in die meist im schlechten Zustand befindlichen Schulen des Staates begeben. Dabei werden individuelle Entwicklungsstörungen wie Autismus komplett ausgeblendet. In Soweto eröffnete kürzlich die erste staatliche Autismus-Schule.

Sonja

© Im Januar 2016 eröffnete in Soweto die Thulasizwe School for Autism, die erste staatliche Autismus-Schule des Landes. Bis dato deckten nur private Bildungseinrichtungen entsprechende kostenintensive Sonderbetreuungen ab. (Quelle: flickr/ Sonja)

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Körperwelten-Ausstellung droht das Ende

Gunther von Hagens Plastinate lockten seit Februar 2015 mehr als 160.000 Besucher in Berlin an

(2010sdafrika-Redaktion)

Nach dem Willen des Bezirksamts Berlin-Mitte und der evangelischen Kirche soll die Körperwelten-Ausstellung im Menschen Museum für immer dicht machen. Das zuständige Oberverwaltungsgericht teilte am 10. Dezember 2015 die Auffassung der Gegner und verfügte zudem die Schließung der umstrittenen Ausstellung am Alexanderplatz. Da das Urteil jedoch noch nicht rechtskräftig ist, bleibt diese für die Öffentlichkeit vorerst offen.

Gunther von Hagens

© Gunther von Hagens Körperwelten-Ausstellung im Menschen Museum in Berlin droht das aus, nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Schließung verfügt hatte. In Südafrika löste die umstrittene Show der Plastinate große Begeisterung aus – vor allem bei Wissenschaftlern. (Quelle: Gunther von Hagens, Institut für Plastination, Heidelberg, http://www.koerperwelten.de)

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Sensationsfund in Südafrika

Entdeckung des „Homo naledi“ als bedeutendste Errungenschaft der University of the Witwatersrand

(Autor: Ghassan Abid)

Der Sensationsfund in Südafrika ging am 10. September um die Welt und schaffte es sogar als Titelstory auf das Cover des SPIEGEL-Magazins. Die Entdeckung der bislang unbekannten Menschenart „Homo naledi“ dürfte die bedeutendste Errungenschaft der University of the Witwatersrand in Johannesburg darstellen. Das Forscherteam um Professor Lee Berger, das auch von deutschen Wissenschaftlern unterstützt wurde, katapultierte sich rasant an die Spitze der internationalen Anthropologie. Allerdings erfährt der aus den USA stammende Berger auch viel Kritik und Skepsis.

Homo naledi

© Zwei Jahre lang sammelte das südafrikanische Forscherteam um den US-Anthropologen Professor Lee Berger mehr als 1.550 Fossilienteile in der Rising-Star-Höhle. Man habe eine neue Spezies des Menschen entdeckt – den „Homo naledi“. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Name gesucht

Neue Pflanzenspezies in Südafrika entdeckt. Londoner Naturvereinigung versteigert in Kürze den Namen

(2010sdafrika-Redaktion)

Wenn Tiere oder Pflanzen von Forschern entdeckt werden, so ist es üblich, dass diese den Namen des Entdeckers tragen. Doch nicht im aktuellen Fall aus Südafrika. Denn eine Londoner Naturvereinigung, die Linnaean Society, veranstaltet am 24. Juni 2015 eine Auktion, bei welcher der Name der neu entdeckten Pflanzenspezies erkauft werden kann. Der Erlös soll dem WWF für Umweltmaßnahmen im Osten und Süden Afrikas zugute kommen.

Flower

© Name gesucht – eine neue Pflanzenspezies wurde in Südafrika entdeckt. Die kräftig leuchtend gelben Blüten lassen die neue Pflanzenspezies in voller Schönheit aufgehen. Nun versteigert eine Londoner Naturvereinigung den Namen. Der Erlös soll dem WWF zugute kommen. (Quelle: WWF)

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