Archiv der Kategorie: Politik [Politics]

„Die Anleger sollten keine Angst haben“

Bundespräsident Steinmeier reiste mit Delegation nach Südafrika und wünscht Neuanfang mit Pretoria

(2010sdafrika-Redaktion)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete vom 18. bis 21. November 2018 einen Arbeitsbesuch in Südafrika ab. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt von einer Wirtschaftsdelegation und von in Deutschland lebenden südafrikanischen Künstlern. Im Vorfeld der Reise lobte der ehemalige Außenminister die Anstrengungen von Südafrikas Staatspräsidenten Cyril Ramaphosa im Hinblick auf die Bekämpfung der Korruption im Land.

© Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt sich im November 2018 anlässlich eines Arbeitsbesuchs in Südafrika auf. Beim Gespräch mit Staatspräsident Ramaphosa untermauerte Steinmeier die Kooperation mit Pretoria im Rahmen eines „Neuanfangs“ ausbauen zu wollen. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Hells Angels nun in Südafrika und Namibia

Waffenausbildung deutscher Rocker in der Wüste von Namibia. Expansion auch in Nordafrika geplant

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ verfolgt sei Jahren die Expansion des Rockerklubs Hells Angels MC in Südafrika, an welcher deutsche Höllenengel maßgeblich beteiligt sind. Immer wieder dient das Kapland als beliebtes Unterschlupfziel für international gesuchte Rocker. Nun, im August 2018, sind die Hells Angels nicht nur in Südafrika, sondern auch in Namibia vertreten. Gerüchte aus dem Jahr 2014 haben sich bestätigt. Die dortige Waffenausbildung der Kuttenträger erreicht eine neue Dimension.

© Der Hells Angels MC (HAMC) hat in Swakopmund sein erstes Charter in Namibia eröffnet. Nun ist diese Outlaw Motorcycle Gang neben Südafrika in zwei Ländern Afrikas vertreten. Insider sind sich sicher, dass die Expansion der Kuttenträger voranschreiten wird. Besorgniserregend sind Schießtrainings in der Wüste Namibias. (Quelle: Privat)

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„Heilsbringer sind in Afrika nicht gewünscht“

Im Interview mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und CDU-Politiker Charles M. Huber

(Autor: Ghassan Abid)

© Der Münchener Afrika-Experte Charles M. Huber war von 2013 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Für die CDU trat der Sohn eines senegalesischen Diplomaten für eine gleichberechtigte Wirtschaftskooperation zwischen Deutschland und den Staaten Afrikas ein. Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand Huber für ein Interview zur Verfügung. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Charles M. Huber, Mitglied des Deutschen Bundestages a.D. und Politiker der CDU. Zuallererst die Frage an Sie, wie Sie den Rückzug Ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel bewerten?

Antwort: Ich werte ihn als positiv und ehrenhaft. Die niedrigen Umfragewerte unserer Partei wurden weitgehend ihrer Entscheidung für eine ungeregelte Flüchtlingspolitik zugeschrieben; auch das Erstarken der ultranationalen AfD. Dieses Argument ist schwer zu entkräften. Sie ist Ihrer Verantwortung gegenüber der Partei gerecht geworden, auch dahingehend, dass diese in der Regierung wieder den vielschichtigen Aufgaben einer Regierungspartei gerecht werden kann und sich nicht permanent und medienwirksam mit der Schuldfrage der abnehmenden Akzeptanz von Volksparteien in Deutschland auseinandersetzen muss. Wir haben als stärkste Industrienation in der EU nicht nur eine deutsche, sondern auch eine europäische Verantwortung. Auch da benutzen einige das Thema Migration, um von eigenen fiskal-strukturellen Fehlleistungen auf nationaler Ebene abzuleisten, wie Herr Salvini in Italien.

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Initiative „Compact with Africa“

Südafrikas Präsident Ramaphosa wirbt in Berlin für mehr private Investitionen aus Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Am 30. Oktober 2018 trafen sich 12 afrikanische Staats- und Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, um im Rahmen der Initiative „Compact with Africa“ die Investitionsbedingungen in ausgewählten Staaten Afrikas zu verbessern. Längerfristiges Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und somit die illegale Migration von Afrika nach Europa einzudämmen. Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa reiste bereits einen Tag zuvor an, um sein Land zu promoten.

© Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa warb Ende Oktober 2018 anlässlich der G20-Initiative „Compact with Africa“ in der deutschen Bundeshauptstadt für mehr Investitionen. Der ANC-Parteivorsitzende kam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Vergebung statt Vergeltung

Wahrheitskommission legte heute vor 20 Jahren Abschlussbericht zur Vergangenheitsbewältigung vor

(2010sdafrika-Redaktion)

Vor genau 20 Jahren, am 29. Oktober 1998, wurde der damalige anglikanische Erzbischof Desmond Tutu von Südafrikas Staatspräsidenten Nelson Mandela persönlich empfangen. Tutu, der den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) innehatte, legte fünf dicke Bände mit über 4.500 Seiten vor. Jede einzelne Seite befasst sich mit den Verbrechen des Apartheidregimes ab dem 1. März 1960 – eingeschlossen das Massaker von Sharpeville vom selben Monat. Drei Jahre Vergangenheitsbewältigung mündeten in knapp 1.000 Seiten mit den Namen der Opfer.

© Desmond Tutu leitete den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC), die die Verbrechen des Apartheidregimes aufarbeitete. Am 29. Oktober 1998, heute vor 20 Jahren, präsentierte der südafrikanische Friedensnobelpreisträger den Abschlussbericht mit seinen rund 4.500 Seiten. (Quelle: flickr/ Skoll Foundation)

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Kiffen ist in Südafrika erlaubt

Verfassungsgericht legalisiert in Urteil den Anbau und Konsum von Cannabis im privaten Raum

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Verfassungsgericht hat am 18. September 2018 in einem aufsehenerregenden Urteil den Anbau und Konsum von Cannabis legalisiert. Jeder Bürger darf in privaten Örtlichkeiten das Rauschmittel zu sich nehmen. Allerdings bleibt der Konsum des Betäubungsmittels im öffentlichen Raum weiterhin verboten. Cannabis-Befürworter feierten die Grundsatzentscheidung mit dem Kiffen der Pflanze vor dem Johannesburger Gerichtsgebäude.

© Südafrikas Verfassungsgericht hat in einem Urteil die Legalisierung von Cannabis beschlossen. Demnach ist der Anbau und Konsum des umstrittenen Betäubungsmittels im privaten Raum erlaubt. Der Gesetzgeber müsse die Entscheidung nun im Gesetz verankern. (Quelle: flickr/ Heath Alseike)

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Südafrika rutscht in Rezession ab

Wirtschaft schwächelt erstmals seit dem Jahr 2009. Regierung geht von rascher Konjunkturerholung aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Wirtschaftsforschungsinstitute und Banken des Landes haben es nicht vorhersagen können. Umso größer war die Überraschung, dass Südafrika das erste Mal seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 in eine wirtschaftliche Schieflage abgeglitten ist. Diese Schwäche der Wirtschaft, die als Rezession bezeichnet wird, liegt dann vor, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorperioden ein Abschwung sichtbar ist. Insbesondere die landwirtschaftliche Produktion am Kap habe erkennbar abgenommen.

© In Südafrika zeigt man sich über die Rezession überrascht. Die Wirtschaft des Landes befindet sich im Abschwung. Dabei gingen Ökonomen ursprünglich davon aus, dass das Land ein leichtes Wirtschaftswachstum erzielen könne. Nun beruhigt die Regierung die Öffentlichkeit und verspricht Gegenmaßnahmen. (Quelle: flickr/ John Karwoski)

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