Schlagwort-Archive: 2013-06-23

Kap-Kolumne: Mandela im Heart Hospital

Journalisten belagern Pretoria. TV-Kamerateams aus aller Welt kampieren vor dem Hospital

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Update vom 23.06.2013: Das Präsidialamt Südafrikas informierte am heutigen Abend, dass der Zustand Mandelas „kritisch“ sei. Sein Gesundheitszustand habe sich in den letzten 24 Stunden erheblich verschlechtert. Präsident Jacob Zuma und ANC-Vizepräsident Cyril Ramaphosa besuchten Mandela im Krankenhaus. Die u.a. Eindrücke stammen vom 17.06.2013.

Vor dem Mediclinic Heart Hospital in Pretoria ist relative Ruhe eingekehrt. Seit dem 8. Juni liegt Nelson Mandela dort mit einer rezidivierenden Lungeninfektion, wie es offiziell heißt.

    © Eindrücke vom Herzkrankenhaus in Pretoria vom 17. Juni 2013.

© Eindrücke vom Herzkrankenhaus in Pretoria vom 17. Juni 2013.

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Ausstellung „Anywhere is the Entry Point“

Künstler Ivor Sias reflektiert verlorengegangene Erfahrungen und soziale Werte in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Während der Apartheid verloren schwarze Menschen und die sogenannten farbigen und indische Menschen ihre Angehörigen, ihr Land, ihr Zuhause„, sagt Ivor Sias. Nicht nur materielle Dinge verschwanden, sondern auch „soziale Werte“. Allein Erinnerungen blieben zurück, so der Künstler.

© 55,5 x 75 cm, NO ENTRY I , 2013: Collage, Acryl auf Papier. (Quelle: Galerie LISTROS)

© 55,5 x 75 cm, NO ENTRY I , 2013: Collage, Acryl auf Papier. (Quelle: Galerie LISTROS)

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Südafrika-Lyrik am Sonntag

Ingo Baumgartner mit seinem Gedicht „Soweto“ – der letzte Teil

(Autor: Ingo Baumgartner)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht:Soweto. (Quelle: flickr/ zug55)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Soweto. (Quelle: flickr/ zug55)

Soweto

Soweto, tristes Ausgedinge,
Verbannung in die Ärmlichkeit,
Ist Hölle, festgezurrte Schlinge,
Doch trotzdem voller Heiterkeit.
Touristen schaudern, ziehen weiter,
Vergessen bald die Elendsstadt,
Wo manche Karriereleiter
Nach zweitem Schritt ein Ende hat.
Doch dringen auch aus Hütten Lieder,
Das Wellblech sperrt den Ton nicht ein.
Aus Müll und Unrat wächst der Flieder,
Ein Mädchen rollt den Murmelstein.
Man spürt die Hoffnung in den Mienen,
Es wird im Plaudern oft gelacht.
Das Volk wünscht Weichen in die Schienen,
Die Leute einst für sie erdacht.
Soweto wird mit Arg betrachtet,
Denn niemand schätzt der Weißen Rat.
Die Siedlung, die noch immer schmachtet,
Erhebt sich aber schon zur Tat.

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Anmerkung der Redaktion: Dieses Gedicht ist das letzte literarische Werk Baumgartners. Das Team von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bedankt sich ganz herzlich beim Österreicher, der uns 23 Wochen lang an seiner Leidenschaft für Südafrika teilhaben ließ. Wir wünschen dir, lieber Ingo, ALLES GUTE für den weiteren Lebensweg!!!

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© Ingo Baumgartner

© Ingo Baumgartner

Ingo Baumgartner ist pensionierter Volksschuldirektor aus der Umgebung von Salzburg. Der Österreicher hat eine große Vorliebe für die Lyrik. Seine Erkundungsreisen durch Südafrika haben die Dichtung geprägt. An 23 Sonntagen wird jeweils ein Südafrika-Gedicht Baumgartners auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ veröffentlicht.