Schlagwort-Archive: 2014-09-21

Kap-Kolumne: Gericht stützt Affirmative Action

Politik des Nachteilsausgleichs wird vom Verfassungsgericht in Südafrika höchstrichterlich bestätigt

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.

Das südafrikanische Verfassungsgericht in Johannesburg hat in einem Urteil die Politik des Nachteilsausgleichs (Affirmative Action) und der Transformation bestätigt. Gleichzeitig gilt dies als schwere Niederlage derjenigen, die Affirmative Action als „umgekehrte Apartheid“ anprangern. Die Politik der Affirmative Action hat zum Ziel, die krassen Ungerechtigkeiten der Apartheid-Vergangenheit nach und nach auszumerzen.

Solidarity SA

© Die Polizeibeamtin Renate Barnard [im Bild] fühlte sich von ihrem Dienstherrn benachteiligt, da ihr aufgrund ihrer weißen Hautfarbe die Beförderung auf einen höheren Posten verweigert wurde. Das Verfassungsgericht in Johannesburg hat nun die Politik des Nachteilsausgleichs (Affirmative Action), die Rechtsgrundlage für die ethnische Personalauswahl, höchstrichterlich bestätigt. (Quelle: flickr/ Solidarity SA)

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Dunkelhäutige bei Hells Angels unerwünscht

Südafrikas Rocker wollten den Klub für Schwarze öffnen. Doch lehnten die amerikanischen Charter dies ab

(Autor: Ghassan Abid)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA –Land der Kontraste“ beobachtet als einzige Presse weltweit die Aktivitäten der Hells Angels in Südafrika. Abgerundet wird die Berichterstattung mit exklusiven Informationen zum deutschen und türkischen Rockermilieu. Nun hat die Redaktion von einem kanadischen Ermittler, der namentlich nicht genannt werden möchte, erfahren, dass es Versuche gab, die interkulturelle Öffnung des Hells Angels MC voranzutreiben. Aus dem südlichen Afrika heraus wollte man einen Wandel herbeiführen.

HAMC

© Der Hells Angels MC lebt vom Image unbegrenzter Freiheit. Doch bei der Auswahl der eigenen Mitglieder ist der Rockerklub umso restriktiver. Denn Schwarze dürfen den Bikern bisweilen nicht beitreten. Der Südafrika-Ableger des HAMC versuchte in den 90er Jahren die interkulturelle Öffnung des Klubs voranzutreiben – allerdings ohne Erfolg. Zu groß war der Widerstand in den USA und in Kanada. (Quelle: Privat)

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