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Simphiwe Dana – between tradition and modernity

Singer in conversation with the German gateway to South Africa

(Autorin/ Editor: Anne Schroeter)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Simphiwe Dana ist jene südafrikanische Sängerin, die afrikanische Klänge mit afroamerikanischen Musikrichtungen wie Jazz, Gospel oder Hip Hop erfolgreich kombinieren und längst zum Weltstar aufsteigen konnte. Die Symbiose von Tradition und Modernität katapultierten die Sängerin, die der Ethnie Xhosa angehört, zur weltweiten Bekanntheit.  Simphiwe Dana ist sich ihren Verpflichtungen für Familie und Mitmenschen bewusst und weiterhin voller beruflicher Ideen. Auf der Berlinale war sie die Hauptdarstellerin im Film „Themba“. Darüberhinaus entwirft sie ihre eigene Modekollektion; ganz im Sinne von African Design. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist erfreut, auch diesen bemerkenswerten Superstar interviewt haben zu dürfen.

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2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Simphiwe Dana, singer from South Africa. You are from the Transkaai. How did your childhood differ from your childrens childhood?

Anwer: My children’s upbringing is a world apart from mine. Growing up we didn’t have modern amenities like electricity, telephones, water taps. What we did have were, star lit night skies, sprawling forests and calm rivers, and gardens that we had to interact with from an early age. These were our playground and our source of survival. We told each other stories by candle and fire light. We ate from the same bowl and all slept together on the floor. My children are getting a privileged education, though it doesn’t do much for their sense of identity, it does a lot to equip them for the future.

2010sdafrika-editorial staff: You knew that you wanted to become a singer for a very long time. Why did you study two other courses first, before eventually becoming a well-known artist? Why did you not study music straight away after leaving school?

Anwer: I am the first born of a family of four siblings raised by a single parent on a nurse’s salary. I felt responsible for the progress of my family as per our culture. So I studied something that would bring me quick returns to support myself and my family.

2010sdafrika-editorial staff: You design your own clothes and write the songs yourself. Where do you get your inspiration from?

Anwer: I draw my inspiration from the human condition, starting with my own, across lifetimes.

2010sdafrika-editorial staff: You acted in the movie “Themba”, which describes the life of a young talented boy, caught in a vicious circle of HIV/AIDS, abuse, loneliness, etc. How “realistic” is that story in contemporary South Africa?

Anwer: Sadly this story is very realistic, though it is not as prevalent as women and girl child abuse.

2010sdafrika-editorial staff: How did you like acting? What is the difference in acting and singing when it comes to expressing yourself?

Anwer: Acting is as emotionally draining as when I write songs alone in my studio, the difference is that with acting you’re doing it infront of other people. I wouldn’t compare acting with singing, only with song writing.

2010sdafrika-editorial staff: Are there any political messages in your songs? Or do you just live your culture and personality while singing?

Anwer: I sing about the human condition, my main concern is this. Unfortunately politics affect people and so I may seem political because of this but I’m not.

Simphiwe Dana with her song „Nderedi“

2010sdafrika-editorial staff: You have been many times in Germany. What does it mean for you to perform in Germany and before German audience?

Anwer: I’m very appreciative of the German audience. They embraced me and made me popular in Europe. Their attentiveness during my performances have helped grow so much in the spirituality of my musicality.

2010sdafrika-editorial staff: Simphiwe Dana, musician from South Africa, thank you very much for this interesting interview and for your career all the best!

Berlinale 2011 – Kinematografie Südafrikas wieder dabei

Internationale Filmwelt blickt erneut auf Berlin

(Autoren: Doreen S., Ghassan Abid)

© Logo der Berlinale (Quelle: Wikimedia)

19.000 Fachbesucher aus 128 Ländern, darunter 4.000 Pressevertreter, werden die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) 2011 von heute an erwartungsgemäß erneut aufsuchen; wie 2010 bereits geschehen. Das 60. Filmfestival wird vom 10. Februar bis 20. Februar 2011 kinematografische Werke aus aller Welt zeigen, unter anderem aus Südafrika. Während im letzten Jahr im Grunde genommen nur ein Spielfilm („The Tunnel“ von  Jenna Bass/ 20 min/ 2009) und  Dokumentarfilm („Sunny Land“ von Aljoscha Weskott u. Marietta Kesting/ 87 min./ 2010) dem Publikum präsentiert wurden, wird die diesjährige Südafrika-Auswahl etwas größer ausfallen.

„History Uncut: Manenberg“ und „History Uncut: Crossroads“ sind zwei historische Kurzfilme unter der Regie von Brian Tilley und Laurence Dworkin, die die Kämpfe der 1980er Jahre zwischen der schwarzen Mehrheitsgesellschaft und dem Apartheidsregime ausführlich dokumentieren. Während Manenberg eine Widerstandskampagne in Kapstadt aus dem Jahr 1989 begleitet, richtet Crossroads seinen Fokus auf die Bürgerwehren der sog. „witdoeke“; von der Polizei unterstützte und mit Waffen versorgte Township-Einwohner zwecks Entfachung eines innerschwarzen Konflikts mit Anhängern des ANC unter Nelson Mandela. Die Verwendung von Archivmaterial des „Afrikavision“, welches teilweise noch nicht im TV veröffentlicht wurde, erweist sich als interessante Idee, deren Umsetzung erst beim Anschauen bewertet werden kann.

Weniger hochpolitisch geht es in der 91 min. langen deutsch-finnisch-südafrikanischen Doku-Produktion „Mama Africa“ von Mika Kaurismäki zu, die das Leben der bekanntesten Sängerin des Landes, Miriam Makeba, würdigt. Makeba, erst 2008 verstorben, setzte sich in ihrem Leben stets für Freiheit, gegen Rassismus und Armut ein. Der Kampf gegen die Apartheid, verfolgte die Musikerin von „Pata Pata“ vom Exil aus sehr ehrgeizig und mit voller Kraft.

„State of Violence“, ein 79 min. Spielfilm aus Frankreich und Südafrika, welcher vom Regisseur Khalo Matabane betreut wurde, ähnelt von der Aufmachung und Story her dem erfolgreichen Film „Tsotsi“ von Gavin Hood. Bobedi, ein wohlhabender 35-jähriger Chef eines Bergbauunternehmens, erlebt die pure Gewalt eines Einbrechers gegenüber seiner Ehefrau Joy, die im gemeinsamen Haus an den Folgen dieses Angriffs verstirbt. Bedacht auf Rache, begibt sich Bobedi auf der Jagd nach dem Mörder seiner Frau in das Township Alexandra; seiner Herkunft. Das Drama entwickelt sich im Verlaufe des Filmes zum knallharten Thriller. In „State of Violence“ spielen Top-Schauspieler wie Presley Chweneyagae, Fana Mokoena, Neo Ntlatleng, Lindi Matshikiza, Vusi Kunene, Harriet Manamela und Mary Twala mit. Das 31. Durban International Film Festival ist mit „State of Violence“ eröffnet worden und erweist sich in seiner kinematografischen Umsetung als  eindeutiger Favorit für die diesjährige Südafrika-Filmauswahl auf der Berlinale 2011.

© Filmposter von "State of Violence" - der Favorit

Bei „Street Kids United“, eine britisch-südafrikanische Produktion aus dem Jahr 2010, bewertet der Regisseur Tim Pritchard in 75 min. den Stellenwert von Fußball für Südafrikas Jugend. Auf jeden Fall wird die Berlinale 2011 mehr zu Südafrika anbieten können, als es 2010 noch der Fall war. Südafrikanische Dokumentationen bleiben der Schwerpunkt, doch mit „State of Violence“ kann Südafrika mit den ausländischen Konkurrenten durchaus mithalten.

Die 2010sdafrika-Redaktion wird das Südafrika-Angebot der Berlinale begleiten und freut sich auf diese Zusammenarbeit; Berichte folgen!


Berlinale 2011-Programm zu Südafrika:

http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php?screenings=efm_festival&page=1&order_by=1&section_id=0&cinema_id=0&country_id=144&date_id=0&time_id=0&filterSubmit=OK

2010sdafrika-Artikel zu Berlinale 2010:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/02/08/berlinale-2010-mit-drei-sudafrika-produktionen/

2010sdafrika-Artikel zum Filmfestival „Johannesburg Spezial“:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/06/07/filmfestival-in-potsdam/