Schlagwort-Archive: AIDS

Schönste Frau der Welt ist Südafrikanerin

Demi-Leigh Nel-Peters vom Westkap gewinnt in den USA den Wettbewerb zur „Miss Universe 2017“

(2010sdafrika-Redaktion)

Insgesamt traten 92 Frauen aus aller Welt beim diesjährigen Wettbewerb um die heißbegehrte Krone der Miss Universe in Las Vegas an, darunter erstmals Vertreterinnen aus Staaten wie Kambodscha, Laos und Nepal. Es ist auch das erste Mal in der Geschichte dieses Contests, dass so viele Frauen wie nie zuvor angetreten waren. Eine Dame aus Südafrika überzeugte in den USA mit ihrem Aussehen, Engagement und Statements. Demi-Leigh Nel-Peters aus der Küstenstadt Sedgefield wurde zur schönsten Frau der Welt gekürt.

© Demi-Leigh Nel-Peters ist die schönste Frau der Welt. Die 22-jährige Ökonomin aus Südafrika wurde in Las Vegas zur „Miss Universe 2017“ gekürt. Das vom Westkap stammende Model konnte sich gegen 91 Konkurrentinnen durchsetzen. (Quelle: Facebook/ Demi-Leigh Nel-Peters)

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Farblose Schwarze

Wie ein Aberglauben Albinos ausgrenzt und in Gefahr bringt. Zwei Models aus Südafrika machen Mut

(2010sdafrika-Redaktion)

In einigen Teilen Afrikas versprechen Medizinmänner, dass mit dem Zermalmen von Knochen der Albinos die Heilung von Aids möglich sei. Darüber hinaus behaupten die Wunderheiler, dass Sex mit Albinos gesund machen könne. Daher sind Vergewaltigungen die Konsequenz dieses Gerüchtes, insbesondere im Osten und Süden des Kontinents. Aus Südafrika werden seit Jahren Stimmen laut, die die Diskriminierung nicht länger hinnehmen wollen. Dem Aberglauben müsse man wirksam begegnen.

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© Albinos werden im Osten und Süden Afrikas beleidgt, ausgegrenzt und angegriffen. Ihre Knochen können angeblich Aids heilen, behaupten Medizinmänner. In einzelnen Staaten werden sie bisweilen regelrecht gejagt. In Südafrika hingegen erfahren Menschen mit Albinismus eine starke Ablehnung. (Quelle: flickr/ angs school)

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„Wir waren arm, aber voll mit Liebe“

Im Interview mit Nomfusi Gotyana, Sängerin aus dem südafrikanischen Port Elizabeth

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Nomfusi Gotyana hat es geschafft, der Armut zu entkommen. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, erlebte aber viel Liebe innerhalb ihrer Familie. Mit der Musik hat sie sich eine Existenz geschaffen, inspiriert vom Leben Miriam Makebas und Nelson Mandelas. Die Südafrikanerin ist stolz auf ihre Herkunft, weiß jedoch, dass viele Dinge am Kap noch bewerkstelligt werden müssen. Egoismus, Machtkonzentration und Habgier der politischen Klasse erschweren den Wohlstand für die Gesellschaft. Als Protagonistin im Film „Mandela: Long Walk To Freedom“ ging ihr Gesicht weltweit um die Welt. Bildung sei, so Gotyana in Anlehnung an Mandela, das Mittel zur Armutsbekämpfung. Mit Deutschland, ihrer zweiten Heimat, verbindet sie eine besondere Beziehung. Einerseits schätzt sie ihre tanzbegeisterten Fans, andererseits ist die Veröffentlichung ihres dritten und zugleich ersten internationalen Albums mit einem Münchner Produzenten im Frühjahr 2015 geplant. Gotyana singt in ihrer Heimatsprache isiXhosa und Englisch. Im neuen Jahr wird sie erneut in Deutschland auftreten und womöglich auch nach Berlin kommen.

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© Die südafrikanische Sängerin Nomfusi Gotyana stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Sie ist in einem Township bei Port Elizabeth aufgewachsen und musste mitansehen, wie einzelne Familienangehörige an der Krankheit AIDS starben – unter anderem ihre Mutter. Darauf hin entschloss sie sich zu einem neuen Lebensabschnitt in Kapstadt. Mit der Musik hat sie sich ihre Existenz geschaffen.

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ZDF zeigt das neue Johannesburg

Bunt, mutig, dreckig, aber auch wunderschön. Dokumentation über die Aufbruchstimmung in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Wenn Dokus über Südafrika ausgestrahlt werden, dann werden in der Regel negative Themen wie Aids, Kriminalität und Korruption aufgegriffen. Zu sehr ist das Image der Kaprepublik von unzähligen Skandalen geprägt – wie jüngst die Vetternwirtschaftsaffäre im Umfeld des Präsidenten Jacob Zuma. Umso bemerkenswerter erweist sich die ZDFinfo-Dokumentation „Kap der Guten Hoffnung“, bei welcher ein Bild vom Land gezeigt wird, das auf Optimismus, Lebensfreude und Fröhlichkeit gestützt ist. Die Menschen sind glücklich.

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© Die ZDFinfo-Dokumentation „Kap der Guten Hoffnung“ zeigt ein neues Bild von Johannesburg, das von Fröhlichkeit und Optimismus geprägt ist. Die Doku widerspricht somit den gängigen Produktionen über Südafrika, die meist negative Aspekte thematisieren. (Quelle: flickr/ BeyondBordersMedia)

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Mandelas Errungenschaften

Madibas Beitrag auf politischer Ebene ist zugleich ein Vorbild für viele auf persönlicher Ebene

(Autor: Simon Domke)

– MANDELA-Spezial –

Präsident, Vater der Nation, Friedensnobelpreisträger. Die wohl meistgenannten Begriffe beim Versuch, die öffentliche Person Nelson Mandela zu beschreiben. Aber wie sehr werden diese Begriffe seinem Lebenswerk gerecht?

    © Mandelas Lebenswerk basierte auf die Vision, die soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit in Südafrika zu bekämpfen. (Quelle: flickr/ Paraíba)

© Mandelas Lebenswerk basierte auf die Vision, die soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit in Südafrika zu bekämpfen. (Quelle: flickr/ Paraíba)

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„Berlin und Johannesburg sind meine Heimat“

Im Interview mit Sängerin Cherilyn MacNeil der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“

(Autoren: Serge Aka, Bartosz Marek, Ranem, Ghassan Abid)

Cherilyn MacNeil ist mit Abstand die erfolgreichste südafrikanische Sängerin in Deutschland der jüngeren Zeit. In vielen TV-, Radio- und Internetbeiträgen war entweder sie oder ihre Musik zu hören. Als Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“ schaffte sie es, die Herzen vieler Deutscher für sich zu erobern. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ traf die Frau aus dem Hause einer Musikerfamilie zum Interview, die Johannesburg und Berlin gleichermaßen als ihre Heimat empfindet.

© Cherilyn MacNeil ist Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band "Dear Reader". Seit drei Jahren lebt die gebürtige Johannesburgerin in Berlin. Im Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" geht die Sängerin auf die Entwicklungen in ihrer Heimat, auf ihre Musik und auf ihr neues Leben in Deutschland ein.

© Cherilyn MacNeil ist Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“. Seit drei Jahren lebt die gebürtige Johannesburgerin in Berlin. Im Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ geht die Sängerin auf die Entwicklungen in ihrer Heimat, auf ihre Musik und auf ihr neues Leben in Deutschland ein.

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Tabuthema sexueller Missbrauch von Babies

Eine Gesellschaft schweigt über ein entsetzliches Phänomen in Südafrika. Die Politik ist gefordert

(2010sdafrika-Redaktion)

Fachkundige Interviewpartner zum Thema sexueller Missbrauch von Babies in Südafrika sind äußerst schwer zu finden. Ärzte, Kinderpsychologen und Staatsbedienstete sind in der Regel mit solchen alltäglichen Schicksalen betraut. Allerdings sprechen nur die Wenigsten hierüber. Klar ist, dass der Missbrauch von Babies ein Tabuthema am Kap darstellt, das längst öffentlich thematisiert werden müsste. Einzelne Journalisten und NGOs haben bereits angefangen. Doch die große Mehrheit der Gesellschaft versteckt sich im Schweigen.

© In Südafrika werden - je nach Statistik - jährlich bis zu 70.000 Kinder sexuell missbraucht. Auch Babies zählen zu den Missbrauchsopfern, vor allem aus dem Irrglauben heraus, dass Sex mit einer Jungfrau die Krankheit Aids heilen könne. Die Gesellschaft blendet diesen Missstand aus - es bleibt ein Tabuthema.

© In Südafrika werden – je nach Statistik – jährlich bis zu 70.000 Kinder sexuell missbraucht. Auch Babies zählen zu den Missbrauchsopfern, vor allem aus dem Irrglauben heraus, dass Sex mit einer Jungfrau die Krankheit Aids heilen könne. Die Gesellschaft blendet diesen Missstand aus – es bleibt ein Tabuthema.

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