Schlagwort-Archive: Alkohol

„taff“ berichtet über Schattenseite Kapstadts

Südafrikas Vorzeigemetropole unter dem Einfluss des Alkoholkonsums. Dritter Teil von drei Folgen

(2010sdafrika-Redaktion)

Kapstadt ist mit Abstand eines der beliebtesten Urlaubsziele weltweit. Südafrikas kosmopolitische Vorzeigemetropole ist als Drehort für die internationale Film- und Modeindustrie stark gefragt. Insbesondere deutsche Bundesbürger – rund 60.000 Auswanderer – leben mittlerweile am Tafelberg. Der deutsche TV-Sender ProSieben lobte erst im Juli 2015 den hohen Lebensstandard am südlichsten Zipfel Afrikas. Nun hingegen, etwa vier Monate später, wird Kapstadt als Problemort kategorisiert.

jbdodane

© Die ProSieben-Sendung „taff“ widmet sich im Rahmen von drei Folgen der dunklen Seite Kapstadts. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wird alle drei Teile nacheinander zeigen. (Quelle: flickr/ jbdodane)

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Lichtblick-Kolumne: Initiativen ausm Township

Die Ayoba Foundation in den Niederlanden, die die Jugend in den Townships unterstützt

(Autorin: Melanie Akerboom berichtet in ihrer Kolumne über innovative Projekte aus den Townships. Gegenwärtig ist sie als Fotografin tätig. Im Vorfeld studierte sie Social Entrepreneurship in London, verbunden mit Arbeitseinsätzen in Südafrika.)

Wie bereits im letzten Bericht angedeutet, möchte ich diesmal die Ayoba Foundation vorstellen. Dafür habe ich die Gründerinnen Lyan Kroondijk (23), Sabine Koene (23) und Barbara Sander (27) nach ihrer Gründungsmotivation und nach ihren Erfahrungen in Südafrika befragt. Alle Drei haben 2010 aufgrund ihres Studiums einige Monate in Port Alfred im Ostkap verbracht und waren dort in unterschiedlichen sozialen und humanitären Projekten involviert.

Ayoba Foundation

© Die Ayoba Foundation ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die aus den Niederlanden heraus operierende Stiftung bietet finanzielle Hilfe für gemeinnützige Organisationen, die sich auf die Entwicklung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus den Townships spezialisiert haben. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich die Stiftungsarbeit an.

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Torontos Bürgermeister sorgte für Eklat

Rob Ford votierte gegen die Benennung einer Straße zu Ehren von Nelson Mandela

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Skandal-Bürgermeister aus dem kanadischen Toronto, Rob Ford, sorgte kürzlich erneut für einen Eklat. Diesmal geht es nicht um seinen Crack- bzw. exzessiven Alkoholkonsum, seine verbalen Entgleisungen oder sexistischen Positionen, sondern um eine kommunalpolitische Entscheidung mit hoher symbolischer Tragweite. Ford votierte im Stadtparlament von Toronto als Einziger gegen die Benennung einer Straße zu Ehren von Nelson Mandela.

West Annex News

© Der Skandal-Bürgermeister aus dem kanadischen Toronto, Rob Ford, sorgte für einen Eklat. Er stimmte als einziger Stadtverordneter gegen die Benennung einer Straße zu Ehren von Nelson Mandela. (Quelle: flickr/ West Annex News)

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Cannabis-Legalisierung in Südafrika gefordert

Parlamentarier Mario Oriani-Ambrosini reicht Gesetzentwurf zur medizinischen Behandlung ein

(Autor: Ghassan Abid)

Mario Oriani-Ambrosini sitzt für die Inkatha Freedom Party im südafrikanischen Parlament. Der Jurist wird von seinen Kollegen – fraktionsübergreifend – geschätzt. In letzter Zeit war vom Oppositionspolitiker wenig zu hören, da dieser an Lungenkrebs erkrankte. Er wird nur noch wenige Monate zu leben haben. Umso entschlossener ist er nun, zum wohl letzten Mal eine politische Intiative zu starten. Er fordert die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Die Regierung zeigt sich interessiert.

© Der an Lungenkrebs erkrankte Abgeordnete Mario Oriani-Ambrosini hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen und ökonomischen Zwecken fordert. Bislang dürfen südafrikanische Ärzte Cannabis nicht verschreiben. In Deutschland hingegen ist die Hanfpflanze für medizinische Zwecke bereits zugelassen. (Quelle: flickr/ Manuel Martín Vicente)

© Der an Lungenkrebs erkrankte Abgeordnete Mario Oriani-Ambrosini hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen und ökonomischen Zwecken fordert. Bislang dürfen südafrikanische Ärzte Cannabis nicht verschreiben. In Deutschland hingegen ist die Hanfpflanze für medizinische Zwecke bereits zugelassen. (Quelle: flickr/ Manuel Martín Vicente)

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„Ihr seid nicht im gottverdammten Zoo!“

Fehlverhalten von Touristen im Krüger-Nationalpark. Das Schweigen wird der Aufklärung vorgezogen

(Autor: Ghassan Abid)

Der auf zwei Millionen Hektar erstreckende Krüger-Nationalpark zählt zu den beliebtesten Touristenzielen in Südafrika. Safari-Fans aus aller Welt wollen wilde Tiere beobachten. 147 Säugetierarten, 49 Fischarten, 34 Amphibienarten, 114 Reptilienarten und 507 Vogelarten sind aktuell gezählt worden. Die 336 Baumarten gehen bei dieser Auswahl schnell unter. Was ebenfalls untergeht bzw. von der Parkleitung bewusst verschwiegen wird, sind die unzähligen Vorfälle, die durch das Fehlverhalten von Touristen hervorgerufen werden.

    © Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen im Krüger-Nationalpark. Wegen des Fehlverhaltens von Touristen sind wiederholt Angriffe durch Tiere zu beobachten. Die für den Krüger-Nationalpark zuständige Staatsgesellschaft SANParks verschweigt ganz bewusst sämtliche Informationen zu solchen Vorkommnissen. Im Bild ist der Ausgang eines Elefantenangriffs auf britische Touristen im November 2012 zu sehen. (Quelle: Privat)

© Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen im Krüger-Nationalpark. Wegen des Fehlverhaltens von Touristen sind wiederholt Angriffe durch Tiere zu beobachten. Die für den Krüger-Nationalpark zuständige Staatsgesellschaft SANParks verschweigt ganz bewusst sämtliche Informationen zu solchen Vorkommnissen. Im Bild ist der Ausgang eines Elefantenangriffs auf britische Touristen im November 2012 zu sehen. (Quelle: Privat)

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Tabuthema sexueller Missbrauch von Babies

Eine Gesellschaft schweigt über ein entsetzliches Phänomen in Südafrika. Die Politik ist gefordert

(2010sdafrika-Redaktion)

Fachkundige Interviewpartner zum Thema sexueller Missbrauch von Babies in Südafrika sind äußerst schwer zu finden. Ärzte, Kinderpsychologen und Staatsbedienstete sind in der Regel mit solchen alltäglichen Schicksalen betraut. Allerdings sprechen nur die Wenigsten hierüber. Klar ist, dass der Missbrauch von Babies ein Tabuthema am Kap darstellt, das längst öffentlich thematisiert werden müsste. Einzelne Journalisten und NGOs haben bereits angefangen. Doch die große Mehrheit der Gesellschaft versteckt sich im Schweigen.

© In Südafrika werden - je nach Statistik - jährlich bis zu 70.000 Kinder sexuell missbraucht. Auch Babies zählen zu den Missbrauchsopfern, vor allem aus dem Irrglauben heraus, dass Sex mit einer Jungfrau die Krankheit Aids heilen könne. Die Gesellschaft blendet diesen Missstand aus - es bleibt ein Tabuthema.

© In Südafrika werden – je nach Statistik – jährlich bis zu 70.000 Kinder sexuell missbraucht. Auch Babies zählen zu den Missbrauchsopfern, vor allem aus dem Irrglauben heraus, dass Sex mit einer Jungfrau die Krankheit Aids heilen könne. Die Gesellschaft blendet diesen Missstand aus – es bleibt ein Tabuthema.

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Filmkritik ELYSIUM

Südafrikas Top-Regisseur Neill Blomkamp überzeugt mit sozialkritischem Science Fiction

(Autor: Ghassan Abid)

© Der sozialkritische Science Fiction-Film "ELYSIUM" stand unter der Regie des südafrikanischen Regisseurs Neill Blomkamp. Seit dem 15. August 2013 ist dieser in den deutschen Kinos zu sehen. (Quelle: Sony Pictures)

© Der sozialkritische Science Fiction-Film „ELYSIUM“ stand unter der Regie des südafrikanischen Regisseurs Neill Blomkamp. Seit dem 15. August 2013 ist dieser in den deutschen Kinos zu sehen. (Quelle: Sony Pictures)

Offizielle Handlung:

Im Jahr 2154 gibt es zwei Sorten von Menschen: die Superreichen, die auf einer makellosen, von Menschen gebauten Raumstation namens Elysium leben, und den Rest, der auf der überbevölkerten, heruntergewirtschafteten Erde haust. Die Menschen auf der Erde setzen alles daran, der hohen Kriminalitätsrate und der großen Armut, die auf dem Planeten herrscht, zu entkommen. Und sie benötigen dringend den hohen Standard medizinischer Versorgung, den es nur auf Elysium gibt. Doch einige Leute auf Elysium schrecken vor nichts zurück, um rigide Anti-Einwanderungsgesetze durchzusetzen und den luxuriösen Lebensstil ihrer Elite zu bewahren. Der einzige Mensch, der die Chance hat, so etwas wie Gleichberechtigung in diese beiden Welten zu bringen, ist Max (Matt Damon), ein ganz normaler Mann, der verzweifelt versucht, nach Elysium zu gelangen. Während sein Leben an einem seidenen Faden hängt, übernimmt er widerwillig eine gefährliche Mission. Eine Mission, bei der er gegen Elysiums Ministerin Delacourt (Jodie Foster) und ihre Hardliner-Truppen antreten muss. Doch falls er gewinnt, kann er nicht nur sein eigenes Leben retten, sondern auch das von Millionen Menschen auf der Erde.

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