Schlagwort-Archive: Alkoholismus

Schwulsein im Islam – geht das?

Für den Imam Muhsin Hendricks aus Südafrika ist Homosexualität keine Sünde und keineswegs haram 

(Autor: Ghassan Abid)

Homosexualität ist in vielen Teilen dieser Welt geächtet und strafbar. Vor allem in islamischen Staaten stellt eine homosexuelle Identität ein Tabu dar, begründet durch das islamische Recht. Sexuelle Handlungen mit Gleichgeschlechtlichen sind ähnlich wie der Ehebruch, Alkoholismus oder Austritt aus dem Islam eine schwerwiegende Sünde, so mehrere Überlieferungen – den Hadithen. Doch aus Südafrika kommt Widerstand. Imam Muhsin Hendricks, der selbst schwul ist, hält Homosexualität mit dem Islam für vereinbar. Mit seiner Queer-Position stellt er sich ins Abseits. Eine intrareligiöse Debatte ist von den meisten Würdenträgern nicht erwünscht.

Muhsin Hendricks

© Muhsin Hendricks ist einer der wenigen schwulen Imame weltweit. Der Kapstädter setzt sich dafür ein, dass die Homosexualität im Islam nicht mehr als Sünde angesehen wird. Seiner Meinung nach toleriere der Koran das Schwulsein. Doch die Mehrheit der islamischen Gelehrten widerspricht dieser Auffassung. Einige renommierte Geistliche fordern weiterhin die Todesstrafe für Schwule. (Quelle: Privat)

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Kinder im Township Langa

Ein Kölner Reisefotograf in Kapstadt

(2010sdafrika-Redaktion)

Liebe kann man lernen. Und niemand lernt besser als Kinder. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.“ Dieses Zitat stammt von der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, die 1978 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 1994 den Alternativen Nobelpreis erhielt. Insbesondere in Südafrika trifft diese Weisheit Lindgrens absolut zu.

© Der Kölner Reisefotograf Dietmar Temps besuchte das Township Langa in Kapstadt und fotografierte die Kinder dieser Xhosa-Gemeinschaft. (Quelle: flickr/ Dietmar Temps)

© Der Kölner Reisefotograf Dietmar Temps besuchte das Township Langa in Kapstadt und fotografierte die Kinder dieser Xhosa-Gemeinschaft. (Quelle: flickr/ Dietmar Temps)

Immer mehr Kommunen streben Projekte an, die in erster Linie die Kinder ansprechen sollen. Die städtische Politik versucht, zumindest für wenige Stunden in der Woche, die Minderjährigen der häuslichen Gewalt, dem Alkoholismus, dem Drogenkonsum und der Armut zu entziehen. Vor allem sportliche Wettbewerbe stehen hoch im Kurs, etwa der Fußballsport in Mamelodi in der Provinz Gauteng.Viele Sozialarbeiter am Kap gehen davon aus, dass sportliche Betätigung und Beschäftigung eine vorbeugende Wirkung auf die Gründung von kriminellen Gangs entfaltet.

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