Schlagwort-Archive: Apartheid

Kap-Kolumne: OR Tambo begrüßt Reisende

Ehemaliger ANC-Präsident in Ankunftshalle des Flughafens Johannesburg aufgestellt

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Donnerstag, 19.10.2017 – In der großen runden Ankunftshalle des Johannesburger Flughafens begrüßt seit heute ein lebensgroßes Standbild des Oliver Reginald Tambo die Reisenden. Er ist seit 2005 der Namensgeber des größten Flughafens Südafrikas – „OR Tambo“ International Airport – das Tor zum afrikanischen Kontinent und der Welt.

© Der langjährige ANC-Präsident Oliver Reginald Tambo ist am Donnerstag, den 19.10.2017, in der Ankunftshalle des gleichnamigen Flughafens Johannesburg als Statue aufgestellt worden. Am 27. Oktober 1917 wird dem 100. Geburtstag des Freiheitskämpfers gedacht. (Quelle: Privat)

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„Der ANC setzt das Erbe Mandelas aufs Spiel“

Im Interview mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Niels Annen zu Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

© Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ interviewte den aus Hamburg stammenden Politiker Niels Annen, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Zum Einen wurden die deutsch-südafrikanischen Beziehungen und zum Anderen die innenpolitischen Entwicklungen im Kapland thematisiert. (Quelle: Susie Knoll)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Bundestagsabgeordneten Herrn Niels Annen, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Sie trafen sich im April 2017 mit dem Botschafter Südafrikas in Deutschland. Worum ging es im Gespräch und was wurde beschlossen?

Antwort: Ich pflege politische Kontakte zu Vertretern vieler Staaten, gerade auch zu wichtigen Verbündeten. Der Austausch mit Regierungsvertretern und Parlamentariern ist mir wichtig und für die Arbeit unverzichtbar. Der Meinungsaustausch mit S.E. Botschafter Phumelele Stone Sizani fand in freundschaftlicher und vertrauensvoller Atmosphäre statt. Wir haben uns über die anstehenden politischen Initiativen im Rahmen der G20 ausgetauscht – Marshallplan und Compact with Africa. Darüber hinaus waren die innenpolitischen Entwicklungen in unseren beiden Ländern von besonderem Interesse: In Südafrika wird der ANC Ende dieses Jahres eine neue Führung wählen, welche für die weitere Entwicklung von größter Bedeutung sein wird. In der Bundesrepublik sehen wir der Bundestagswahl im September 2017 entgegen.

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„Unter Zuma geht es in Südafrika bergab.“

Im Interview mit Bartholomäus Grill, renommierter Afrika-Korrespondent von „Die Zeit“ und „Der Spiegel“

(Autor: Johannes Woywodt)

Kaum ein anderer deutschsprachiger Journalist und Schriftsteller hat sich in den vergangenen 25 Jahren so intensiv mit dem afrikanischen Kontinent auseinandergesetzt wie Bartholomäus Grill. Seit seiner ersten Reise nach Tansania entwickelte sich eine Leidenschaft für Afrika, die er seit 1993 zunächst als Korrespondent des Wochenmagazins „Die Zeit“ und seit 2013 für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zum Beruf machte. Neben seiner journalistischen Arbeit verarbeitete Grill seine vielfältigen Eindrücke in preisgekrönten Büchern („Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents“ und „Laduuuuuma! Wie der Fußball Afrika verzaubert„). In diesen Büchern präsentiert der studierte Kunsthistoriker, Philosoph und Soziologe den afrikanischen Kontinent mit all seinen Facetten, Widersprüchen und seiner Lebensfreude, ohne dabei belehrend oder beschönigend zu wirken. Sein aktuellstes Buch „Um uns die Toten – Meine Begegnungen mit dem Sterben“ setzt sich tiefgründig und einfühlsam mit dem Sterben auseinander. Einem Thema, das ihn nicht nur während seiner Arbeit immer wieder begleitete. Bartholomäus Grill lebt und arbeitet in Kapstadt und nahm sich für das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Zeit, einige Fragen zu beantworten.

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© Bartholomäus Grill zählt zu den renommiertesten Afrika-Journalisten im deutschsprachigen Raum. Seit 1993 berichtet der gebürtige Bayer als Korrespondent des Wochenmagazins „Die Zeit“ und seit 2013 für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ über Afrika. Zudem ist Grill als erfolgreicher Buchautor tätig. Johannes Woywodt interviewte den Journalisten zu seiner Arbeit und zur politischen Situation am Kap.

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Ubuntu in Germany Column

Tackle deep-seated racism or the SA economy will suffer

(Editor: Alex Smit-Stachowski is a South African journalist and speaking in her column about the country of her birth. She had lived in Krefeld, in North Rhine-Westphalia/ Germany).

South Africa has experienced a wave of racist incidents showing the deep-seated white opinions and insecurities. It began with Durban estate agent Penny Sparrow, spread to Johannesburg with ex-‘Idols’ host and DJ Gareth Cliff and onto Cape Town as advertising executive Nicole de Klerk got fired for racist comments.

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© Multiracial beach at Muizenberg in Cape Town. If only all of South Africa was as harmonious… (Picture by Alexandra Smit-Stachowski)

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Stromdraht und Busch-Babys

Ein Südafrika-Bericht eines Hamburger Touristen über Land, Tiere und Leute – Große Bilderserie

(Autor: Vincent Lexau)

Das Ende der Apartheid im Jahr 1994 ist ein wenig jünger als der Fall der Mauer in Deutschland 1989 und sehr viel jünger als das Ende der Rassentrennung in den Vereinigten Staaten 1948. Wenn man nun sieht, wie krass in Deutschland noch der Unterschied zwischen Ost und West ist, so kann man sich vorstellen, dass in Südafrika die Folgen der Apartheid noch deutlich zu spüren sind. Schwarze sind zu Fuß unterwegs, Weiße in Autos. Schwarze üben eher die einfacheren Jobs aus, Weiße eher die anspruchsvolleren. Es wird dauern, bis sich beide Gruppen mehr durchmischen, denn die Vorraussetzung hierfür ist gute Bildung, und diese ist eher den Wohlhabenden vorbehalten.

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© Im Sommer 2015 reiste der Hamburger Vincent Lexau zum ersten Mal nach Südafrika. Er verliebte sich schnell in das Land. Seine Eindrücke hielt er für „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ mit diesem Artikel inklusive großer Bilderserie fest. (Quelle: Vincent Lexau)

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Weinland Südafrika

Winelands am Westkap – wichtiger wirtschaftlicher und sozialer Motor mit 340.000 Beschäftigten

(Ein Gastbeitrag von Daniel Villbrandt)

Seit dem Ende der Apartheid entwickelt sich die südafrikanische Weinlandschaft stetig weiter und ist heute ein wichtiger Faktor für den Tourismus, Export und damit für den Arbeitsmarkt. Insgesamt produzieren über 400 Weingüter zusammen um die 870 Millionen Liter Wein am Western Cape. Schätzungen zufolge sind rund 340.000 südafrikanische Arbeiter im Weinanbau beschäftigt. Zu den bekanntesten Anbauregionen gehören Stellenbosch, Constantia, Paarl und Franschhoek.

© Mittlerweile sind über 340.000 Personen im südafrikanischen Weinbau beschäftigt, einem wichtigen Wirtschaftszweig am Kap. Insgesamt produzieren über 400 Weingüter zusammen um die 870 Millionen Liter Wein am Western Cape. (Quelle: Vineyards)

© Mittlerweile sind über 340.000 Personen im südafrikanischen Weinanbau beschäftigt, einem wichtigen Wirtschaftszweig am Kap. Insgesamt produzieren über 400 Weingüter zusammen um die 870 Millionen Liter Wein am Western Cape. (Quelle: Vineyards)

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Roberto Blanco, der „wunderbare Neger“!?

Das N-Wort dient der gezielten Abwertung von Menschen dunkler Hautfarbe und bleibt Tabu

(Autor: Ghassan Abid)

In der am 31. August ausgestrahlten ARD-Sendung „Hart aber Fair“ zum Thema „800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das?“ hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den Sänger Roberto Blanco mit einem Begriff in Zusammenhang gebracht, der im Kolonialismus, in der Sklaverei und Rassentrennung eine zentrale Rolle eingenommen hat. Die nun eingetretene öffentliche Entrüstung war zu erwarten – und ist absolut richtig und notwendig. Solche Entgleisungen dürfen sich nicht wiederholen.

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© Roberto Blanco als ein „wunderbarer Neger“!? So bezeichnete ihn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ [im Bild mit Blanco zu sehen] kritisiert die generelle Benutzung des N-Wortes.

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