Schlagwort-Archive: ARD

Südafrika-Dienstreise mit Schießtraining

AfD-Bundestagsabgeordneter Petr Bystron gerät nach Bericht von „Report Mainz“ in Bedrängnis

(2010sdafrika-Redaktion)

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron gerät in Bedrängnis, nachdem das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ über seine Südafrika-Dienstreise vom August/ September 2018 berichtet hat. Demnach habe der Obmann der AfD im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestags an einem Schießtraining der „rassistischen Suidlanders“ teilgenommen. Diese Beteiligung bestätigte Bystron auch, bestritt jedoch vehement den extremistischen Charakter dieser „zivilgesellschaftlichen Organisation“.

© Der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron ist wegen seiner Südafrika-Dienstreise im Zusammenhang mit der rassistischen Organisation „Suidlanders“ in Bedrängnis geraten. Das ARD-Magazin „Report Mainz“ deckte den zweifelhaften Besuch auf. (Quelle: Von Metropolico.org – Petr Bystron, CC BY-SA 2.0)

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ARD begeht Tabubruch bei Südafrika

Leiter des ARD-Studios Johannesburg thematisiert sogenannte Farmermorde

(2010sdafrika-Redaktion)

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hatte sich bislang stets damit schwer getan, die sogenannten Farmermorde, wonach weiße Landwirte in Südafrika gezielt durch Schwarze getötet werden würden, zu thematisieren. Tatsächlich gibt es keine empirischen Erhebungen, die diese bei Rechtspopulisten beliebte These bestätigen würden. Vielmehr erfasst die immense Kriminalität im Land sämtliche Bevölkerungsgruppen – ob reich oder arm, schwarz oder weiß. Nun begeht die ARD in gewisser Weise einen Tabubruch und stellt die weiße Minderheit in den Mittelpunkt einer Opferdebatte.

© Die ARD thematisiert seit der Verkündung der geplanten Landreform durch die Regierung Südafrikas wiederholt die Ängste der weißen Farmer am Kap. Die Redaktion von „Weltspiegel“ begeht in gewisser Weise einen Tabubruch und stellt die weiße Minderheit in den Mittelpunkt einer Opferdebatte. (Quelle: flickr/ Andy Scheidle)

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ARD-Doku „Wildes Südafrika“

3,15 Millionen Zuschauer verfolgten im deutschen Fernsehen die 3-teilige Kap-Naturdokumentation

(2010sdafrika-Redaktion)

Ein Land, so reich wie ein ganzer Kontinent.“ So fängt die dreiteilige ARD-Dokumentation mit dem Titel „Wildes Südafrika“ an, welche am 6. März 2017 im Ersten ausgestrahlt wurde. Rund 3,15 Millionen Zuschauer sahen die Doku zur Schönheit der Natur Südafrikas – ein absoluter Quoten-Erfolg. Abwechslungsreiches Videomaterial zur einzigartigen Artenvielfalt, zu den endlos wirkenden Landschaften und zum beeindruckenden Überlebenswillen des Volkes der San begeisterten die Zuschauerschaft. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ präsentiert alle drei Teile.

© Die 3-teilige Naturdoku „Wildes Südafrika“, welche am 6. März 2017 im Ersten ausgestrahlt wurde, begeisterte über 3,15 Millionen Zuschauer. Der Hamburger Regisseur Thomas Behrend drehte rund 2 Jahre am Kap. (Quelle: flickr/ jbdodane)

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Vielfalt in den Medien gestalten

Berichterstattung zu Köln zeigt Notwendigkeit interkultureller Schulungen für Journalisten

(Autorin: Susanne Zeckler)

Die Situation um die eingereisten Flüchtlinge in Deutschland dominiert seit Monaten die Berichterstattung der bedeutendsten Medien, Blogs und Foren. Zudem erhitzen sich die Gemüter in den sozialen Medien, insbesondere nach Bekanntgabe der sexuellen Übergriffe in der Kölner Silvesternacht. Seitdem stehen etliche Journalisten und Blätter in der Kritik, den Pressekodex verstoßen zu haben. Interkulturelle Schulungen für Medienvertreter können hier Abhilfe schaffen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt Projekte zur stärkeren Vielfalt in den Medien.

Journalists

© Am dritten Oktober-Wochenende 2015 kamen rund zwei Dutzend Medienschaffende in Berlin auf Einladung des TANG-Netzwerks und Dank finanzieller Unterstützung des BAMF in Berlin zusammen. Die Teilnehmer, darunter Ghassan Abid von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, erörterten die Gestaltung der Vielfalt in den Medien. (Quelle: TANG)

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Roberto Blanco, der „wunderbare Neger“!?

Das N-Wort dient der gezielten Abwertung von Menschen dunkler Hautfarbe und bleibt Tabu

(Autor: Ghassan Abid)

In der am 31. August ausgestrahlten ARD-Sendung „Hart aber Fair“ zum Thema „800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das?“ hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den Sänger Roberto Blanco mit einem Begriff in Zusammenhang gebracht, der im Kolonialismus, in der Sklaverei und Rassentrennung eine zentrale Rolle eingenommen hat. Die nun eingetretene öffentliche Entrüstung war zu erwarten – und ist absolut richtig und notwendig. Solche Entgleisungen dürfen sich nicht wiederholen.

roberto

© Roberto Blanco als ein „wunderbarer Neger“!? So bezeichnete ihn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ [im Bild mit Blanco zu sehen] kritisiert die generelle Benutzung des N-Wortes.

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Medienkritik zur GZSZ-Rolle „Amar“

Hamburger Schauspieler Thando Walbaum in klischeebehafteter Rolle bei populärer RTL-Daily-Soap

(Autor: Ghassan Abid)

Stereotypische Afrika-Bilder halten sich auch im 21. Jahrhundert hartnäckig in der deutschen Medienlandschaft. Insbesondere TV-Produktionsfirmen greifen auf altbewährte Klischees zurück. Hungernde Afrikaner, die im Busch leben und von der westlichen Lebensweise kaum etwas verstehen. Und wenn Dunkelhäutige mitspielen, dann meist in entsprechender Rollenbesetzung. UFA Serial Drama – die für die in Potsdam-Babelsberg gedrehte Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) zuständig ist – fiel mit der Etablierung der Rolle des afrikanischen Flüchtlings „Amar“ hierbei auf. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ fragte bei den Verantwortlichen nach.

RTL/Rolf Baumgartner

© Seit der Folge 5.768 am 19. Juni 2015 ist Thando Walbaum, dessen Vater aus Südafrika stammt, in der Rolle des afrikanischen Flüchtlings „Amar“ zu sehen. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Hamburger Schauspieler nur aufgrund seiner dunklen Hautfarbe die klischeebehaftete Rolle bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) bekommen hat. (Quelle: RTL/Rolf Baumgartner)

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Südafrikas Männer im Schönheitswahn

Nagelpflege, Massagen und Waxing im Beauty-Programm der männlichen Kundschaft. Einfach gut aussehen

(2010sdafrika-Redaktion)

Schönheitssalons werden klassischerweise von Frauen betrieben. Zudem sind weibliche Kunden in der Regel die wichtigste Zielgruppe der Beauty-Industrie – weltweit. Allerdings finden nun auch immer öfters Männer den Weg in die Salons. Nagelpflege, Massagen und Waxing werden gebucht, hält der in Johannesburg sitzende ARD-Reporter Ulli Neuhoff in einem TV-Beitrag fest.

Beauty

© Immer öfters nehmen südafrikanische Männer den Service von Beauty-Salons in Anspruch. Nagelpflege, Massagen und Waxing stehen auf dem Programm. ARD-Reporter Ulli Neuhoff schaute sich vor Ort den Trend unter dem Eindruck der Metrosexualität mal genauer an. (Quelle: Screenshot/ tagesschau.de)

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