Schlagwort-Archive: Aufschrei

Kendall Jones entzweit Öffentlichkeit

Tierjagd-Unterstützer mobilisieren gegen Tierschützer. Emotionaler Grundsatzstreit ist entbrannt

(Autor: Ghassan Abid)

Als die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ als erste Presse im deutschsprachigen Raum und womöglich weltweit über die US-Tierjägerin Kendall Jones berichtete, war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht absehbar, dass sich diese Story zum Scoop entwickelt. Mehrere Medien aus aller Welt stürzen sich gegenwärtig auf die Blondine mit dem Instinkt zum Töten. Nun mobilisieren die Jones-Unterstützer. Tierschützer und Tierjagd-Freunde beschimpfen sich gegenseitig in den sozialen Medien. Und die US-Presse fragt, wer Recht habe. Längst ist ein emotionaler Grundsatzstreit entbrannt.

Ivan Carter

© Die provozierende US-Tierjägerin Kendall Jones ist nicht mehr allein. Die Facebook-Gemeinschaft ist mittlerweile entzweit. Viele Tierjagd-Freunde zeigen auf Facebook ihre Solidarität mit Jones. Einige große US-Medien zögern mit der Kritik. Und Ivan Carter [im Bild], ein prominenter Tierjäger aus Simbabwe, gibt der Amerikanerin die Rückendeckung. (Quelle: Facebook)

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Kendall Jones provoziert wieder und heftiger

US-amerikanische Tierjägerin reaktiviert Facebook-Account und sucht die Konfrontation mit Usern

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 23. Juni berichtete die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über die nicht einmal 20-jährige US-Amerikanerin Kendall Jones, die seit mehr als fünf Wochen im südlichen Afrika auf Jagd nach vom Aussterben bedrohter Tiere geht. Eine Petition sollte ihre Aktivitäten im Internet eindämmen. Einen Tag nach der eigenen Artikelveröffentlichung erfolgte die Deaktivierung ihrer Social Media-Kanäle. Doch die Freude währte nicht lange. Denn Jones ist wieder online und provoziert auf Facebook stärker denn je.

Kendall Jones

© Kendall Jones kann es nicht lassen. Sie reaktiviert ihr Facebook-Account und veröffentlicht neue Bilder getöteter Tiere in Simbabwe. Zudem wird ihr nun vereinzelt Rassismus vorgeworfen. Ein junger Schwarzer wisse nicht, was eine Kamera ist. Und andere Afrikaner seien ihr dankbar, Elefantenfleisch essen zu können. (Quelle: Facebook)

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US-Amerikanerin im afrikanischen Ballerspaß

Kendall Jones auf Abenteuerreise im südlichen Afrika: Tiere töten macht der jungen Blondine großen Spaß

(Autor: Ghassan Abid)

Von der Presse bislang weitgehend unbeachtet geblieben, befindet sich seit dem 23. Mai eine nicht einmal 20 Jahre junge, blonde und lieb aussehende Texanerin im südlichen Afrika. Nach ihrer Ankunft in Südafrika setzte sie ihre Reise nach Simbabwe fort. „I’m in AFRICA y´all“, untermauerte sie ihre Freude in den sozialen Medien. Wenig später erschienen auf ihrem Facebook- und Twitter-Account die ersten Bilder vom Aussterben bedrohter Tiere – sie waren tot.

Kendall Jones (7)

© Seit dem 23. Mai befindet sich die nicht einmal 20 Jahre junge Kendall Jones im südlichen Afrika, um ihrer Jagdlust nachgehen zu können. Die US-Jagdszene handelt die Texanerin bereits als Nachfolgerin von Melissa Bachman. (Quelle: Facebook)

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Unüberhörbare Wut auf Weltfußballverband FIFA

Bevölkerung Brasiliens läuft Sturm. Viele Südafrikaner zeigen im Netz ihre Solidarität mit WM-Nachfolger

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Als die Welt vor rund vier Jahren noch zu Gast in Südafrika war, legte sich ein dunkler Schleier über das Ausrichterland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Straßenhändler durften nicht in der Nähe der Stadien Essen und Souvenirs verkaufen, Dienstleistungen verteuerten sich drastisch und der Staat verbuchte im Enddefekt ein fiskalisches Minusgeschäft. Anders als zur Situation am Kap machen die Brasilianer ihren Unmut Luft. Die FIFA befindet sich in der größten Glaubwürdigkeitskrise seit ihrem Bestehen vor 110 Jahren.

Paulo Ito

© Von Südafrika nach Brasilien, dem Ausrichter der Fußball-WM 2014: Während vor vier Jahren der Protest am Kap eher verbal ausgetragen wurde, entlädt sich in Lateinamerika die Wut gegen die Regierung in physische Gewalt. Große Teile beider Bevölkerungen fühlen sich von der FIFA verarscht. (Quelle: Paulo Ito)

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Korruption an Südafrika-Lesotho-Grenze

Festnahme von neun Polizisten und sieben Beamten der Einwanderungsbehörde

(2010sdafrika-Redaktion)

Vor rund einer Woche informierte der südafrikanische Polizeiminister Nathi Mthethwa die Öffentlichkeit über einen erfolgreichen Schlag gegen korrupte Beamte. Neun Polizisten und sieben Beamte der Einwanderungsbehörde sind am Grenzposten Caledonspoort zu Lesotho festgenommen worden. Anklage ist erhoben worden. Alle Personen wurden bereits einem Haftrichter vorgeführt.

    © Polizeiminister Nathi Mthethwa informierte die Öffentlichkeit über eine gelungene Operation der Polizei-Einheit Hawks an der Südafrika-Lesotho-Grenze, die zur Festnahme von neun Polizisten und sieben Beamten der Einwanderungsbehörde führte, denen Korruption vorgeworfen wird. Strukturelle Probleme innerhalb der Polizei bleiben jedoch weiterhin bestehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Polizeiminister Nathi Mthethwa informierte die Öffentlichkeit über eine gelungene Operation der Polizei-Einheit Hawks an der Südafrika-Lesotho-Grenze, die zur Festnahme von neun Polizisten und sieben Beamten der Einwanderungsbehörde führte, denen Korruption vorgeworfen wird. Strukturelle Probleme innerhalb der Polizei bleiben jedoch weiterhin bestehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Anene Booysens als Spiegelbild Südafrikas

Politik und Medien fordern nach Vergewaltigung weitreichende Folgen – ein Trugschluss?

(2010sdafrika-Redaktion)

Am vergangenen Donnerstag verbreitete sich im In- und Ausland die Schreckensnachricht der Vergewaltigung von Anene Booysens. Vier Männer haben die Siebzehnjährige in der Kleinstadt Bredasdorp brutal vergewaltigt und im Anschluss verstümmelt. Wenig später verstarb sie. Seither ist am Kap eine Debatte darüber angestoßen worden, inwieweit die südafrikanische Gesellschaft aus dem Tod Booysens seine Lehren ziehen kann.

    © Anene Booysens starb in der Nacht vom 2. zum 3. Februar 2013 mit jungen 17 Jahren an den Folgen einer brutalen Vergewaltigung in Bredasdorp. Medien und Politik fordern ein Umdenken, doch die breite Masse der südafrikanischen Gesellschaft reagiert passiv.

© Anene Booysens starb in der Nacht vom 2. zum 3. Februar 2013 mit jungen 17 Jahren an den Folgen einer brutalen Vergewaltigung in Bredasdorp. Medien und Politik fordern ein Umdenken, doch die breite Masse der südafrikanischen Gesellschaft reagiert passiv.

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Kap-Kolumne: Straßen des Todes

Verkehrsunfälle in Südafrika: Rund 1.280 Tote in 5 Wochen. Debatte über Verkehrssicherheit entbrannt

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Die Sommerferienzeit in Südafrika ist auch die Zeit massenhafter Unfälle auf den Straßen des Landes. Die hiesigen Medien verwenden dafür den dramatischen Begriff „road carnage“ – dem Straßenmassaker. Leider ein zutreffendes Wort: Seit Anfang Dezember 2012 bis Ende vergangener Woche starben auf Südafrikas Straßen 1.279 Menschen. Eine exorbitante Zahl trotz landesweit verstärkter Polizeikontrollen und omnipräsenter medialer Kampagnen zur Verkehrssicherheit  wie „Arrive Alive“.

© Seit Anfang Dezember 2012 bis Ende vergangener Woche starben auf Südafrikas Straßen 1.279 Menschen. Eine exorbitante Zahl trotz landesweit verstärkter Polizeikontrollen und omnipräsenter medialer Kampagnen zur Verkehrssicherheit. (Quelle: flickr/ ER24 EMS (Pty) Ltd.)

© Seit Anfang Dezember 2012 bis Ende vergangener Woche starben auf Südafrikas Straßen 1.279 Menschen. Eine exorbitante Zahl trotz landesweit verstärkter Polizeikontrollen und omnipräsenter medialer Kampagnen zur Verkehrssicherheit. (Quelle: flickr/ ER24 EMS (Pty) Ltd.)

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