Schlagwort-Archive: Außenministerium

Südafrika übt scharfe Kritik an Australien

Canberra debattiert über tausende Flüchtlingsvisa für weiße Farmer und verschärft Kap-Reisehinweise

(2010sdafrika-Redaktion)

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Pretoria und Canberra unterliegen einer starken Belastung, nachdem Australien unmittelbar nach der geplanten Umverteilung von Landbesitz das Verhältnis zu Südafrika neu bewertet hat. Denn die ANC-Regierung erwägt die entschädigungsfreie Enteignung von Farmern, also die Umverteilung von Agrarflächen weißer Grundbesitzer zugunsten der schwarzen Bevölkerung. Australien hingegen bezieht Stellung für die Weißen und erzürnt somit die Verantwortlichen in Südafrika.

© Australiens Innenminister Peter Dutton zählt den zu größten Kritikern weltweit, wenn es um die geplante Landreform in Südafrika geht. Er plädiert dafür, dass die weißen Farmer Südafrikas aus humanitären Gründen den Schutz eines „zivilisierten Landes“ erhalten sollten. Ferner wurden die Reisehinweise verschärft. (Quelle: Facebook/ Peter Dutton)

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Neuer deutscher Botschafter in Südafrika

Auswärtiges Amt schickt Pressesprecher Martin Schäfer erneut nach Pretoria

(Autor: Ghassan Abid)

Martin Schäfer ist der neue deutsche Botschafter in Südafrika, auch wenn dieser auf der Webseite des Auswärtigen Amts noch als Pressesprecher benannt wird. Denn der 1967 in Bremen geborene Jurist ist nach Informationen der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bereits in Pretoria eingetroffen, um ab sofort als höchster Repräsentant die Interessen der Bundesrepublik Deutschland in Südafrika, Lesotho und Swasiland zu vertreten. Er folgt somit Walter Lindner, der im Februar 2017 zum Staatssekretär im Auswärtigen Amt befördert wurde.

© Martin Schäfer ist der neue Botschafter Deutschlands in Südafrika. Der Jurist war von 2011 bis 2017 als stellvertretender und erster Pressesprecher des Auswärtigen Amts tätig. Er unterstand drei verschiedenen Ministern. (Quelle: YouTube/ Screenshot „Tilo Jung“)

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30.000 Visa-Anträge pro Jahr aus Südafrika

Deutsche Auslandsvertretungen in Pretoria und Kapstadt erreichen Auslastung bei Visa-Bearbeitung

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist darüber informiert worden, dass die Kapazitätsauslastung an den Visa-Stellen der deutschen Auslandsvertretungen in Südafrika mittlerweile erreicht sei. Mit dem bisherigen Personal an der Deutschen Botschaft Pretoria und am Generalkonsulat Kapstadt könne man die Anträge nicht zügig bearbeiten, heißt es. Tatsächlich hatte die Deutsche Botschaft vor Ort via Facebook das hohe Arbeitspensum bereits öffentlich bestätigt, jedoch den entsprechenden Eintrag wieder gelöscht.

© Nach Angaben des Auswärtigen Amtes werden jedes Jahr rund 30.000 Visa von den deutschen Visa-Stellen in Südafrika erteilt. Informellen Quellen zufolge haben die Visa-Stellen in Kapstadt und Pretoria ihre Auslastung bereits erreicht. Tatsächlich verzögert sich die Bearbeitung der Visa-Anträge. (Quelle: photothek/ Auswärtiges Amt)

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Tödlicher Hai-Angriff in Südafrika

Tigerhai attackiert 68-jährigen Österreicher beim Tauchen. Einzelne Körperteile wurden gefunden

(2010sdafrika-Redaktion)

Zurzeit erschüttert die Meldung einer Hai-Attacke auf einen Österreicher die Tauchszene im südlichen Afrika. Demnach habe am vergangenen Mittwoch ein Tigerhai einen 68-jährigen Mann attackiert und diesen tödlich verletzt, so südafrikanische Lokalmedien. Einzelne Körperteile des Österreichers wurden bereits gefunden. Bekannte des Salzburgers machten eine Vermisstenanzeige, nachdem dieser beim Tauchgang verschwunden war.

© Ein Tigerhai hat einen 68-jährigen Österreicher beim Tauchgang im südafrikanischen Riffgebiet „Protea Banks“ tödlich attackiert. Mehrere Bissspuren an den Überresten deuten auf einen Angriff hin. (Quelle: flickr/ Jeff Kubina)

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Vorwurf des „Racial Profilings“ vom Tisch

Untersuchungen zur Bundespolizei-Kontrolle von Namibias Polizeichef Sebastian Ndeitunga abgeschlossen

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Fall um die Polizeikontrolle des namibianischen Polizeichefs und gleichzeitigen INTERPOL-Vizepräsidenten Sebastian Ndeitunga am Flughafen Frankfurt/ Main vom 02.10.2016 hat hohe Wellen im politischen Berlin geschlagen. Denn der Namibianer fühlte sich von der Bundespolizei rassistisch behandelt. Der Vorwurf des „Racial Profilings“ stand im Raum. Nun sind die internen Untersuchungen abgeschlossen. Ein Fehlverhalten konnte nicht festgestellt werden, teilt das Auswärtige Amt auf eine Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ mit.

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© Die internen Untersuchungen zum Rassismus-Vorwurf des namibianischen Polizeichefs gegen die Bundepolizei am Flughafen Frankfurt/ Main sind abgeschlossen. Demnach konnte kein Fehlverhalten bei der Passkontrolle festgestellt werden, teilt das Auswärtige Amt auf Anfrage mit. (Quelle: flickr/ Metropolico)

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Erst Burundi, dann Südafrika und nun Gambia

Mehrere afrikanische Regierungen kündigen Austritt aus Internationalem Strafgerichtshof (ICC) an

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Außenministerium Südafrikas hat kürzlich beantragt, die Mitgliedschaft im Internationalen Strafgerichtshof (ICC) zu beenden. Ein entsprechendes Schreiben, welches am 19. Oktober 2016 von der Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane unterschrieben wurde, kursiert im Internet. Erst haben Burundi, dann Südafrika und nun auch Gambia für sich den Entschluss getroffen, die internationale Strafverfolgung im niederländischen Den Haag nicht mehr zu unterstützen. Weitere Staaten wie Namibia oder Kenia könnten diesem Trend folgen. Dem ICC wird Neokolonialismus vorgeworfen.

united-nations

© Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) verliert mehrere afrikanische Mitglieder. Burundi, Südafrika und Gambia kündigten bereits ihren Austritt an. Weitere Staaten wie Kenia oder Namibia könnten folgen. Die Regierungen werfen dem ICC vor, hauptsächlich Afrikaner anzuklagen. Es ist die Rede von einem gezielten Neokolonialismus. (Quelle: United Nations)

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Wechsel an Botschaft Südafrikas in Berlin

Eher Politiker als Diplomat: Amtszeit von 70-jährigem Makhenkesi A. Stofile endet im Dezember 2015

(Autor: Ghassan Abid)

Makhenkesi A. Stofile ist bereits seit dem Jahr 2011 als Botschafter Südafrikas in Deutschland im Einsatz. Der ehemalige Premierminister der Ostkap-Provinz und spätere Sportminister gilt als eine engagierte, aufrichtige und direkte Person, die Missstände offen anspricht, auch wenn er somit für Verstimmung sorgen könnte. Kurz vor seinem 71. Geburtstag ist nun bekannt geworden, dass Stofile vom Außenministerium zurückgeholt wird.

South African Embassy

© Südafrikas amtierender Botschafter in Deutschland, der Theologe Makhenkesi A. Stofile [links im Bild], wird im Dezember 2015 ans Kap zurückkehren. In seiner rund 5-jährigen Amtszeit hat Stofile viel geleistet. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ [rechts im Bild], erlebte eine interessante Persönlichkeit der klaren Worte. (Quelle: South African Embassy)

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