Schlagwort-Archive: Band

Hässlich, aggressiv und verrückt

Südafrikas skurrilste Band „Die Antwoord“ in Kürze erneut in Deutschland auf Tournee

(2010sdafrika-Redaktion)

Das am 4. November veröffentlichte Video zum Song „Ugly Boy“ entspricht im Grunde dem, wofür die „Die Antwoord“ steht: Für Hässlichkeit, Aggression und Verrücktheit. Die Protagonisten im Clip rauchen eine Zigarette nach der anderen, das Blut fließt die Wand herunter und schräge Typen schauen wie Psychopathen. Überraschend ist der Gastauftritt der US-Stars Marilyn Manson und Dita Von Teese. Der Betrachter kriegt schnell den Eindruck vermittelt, dass die Kapstädter nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Dabei erweist sich diese verwirrende Ausgangslage als deren Normalzustand.

Die Antwoord

© Südafrikas skurrilste Band „Die Antwoord“ macht in Kürze erneut Deutschland unsicher. In den Städten Köln, München, Berlin und Frankfurt am Main werden Ninja, Yo-Landi Vi$$er und DJ Hi-Tek auftreten. Das am 4. November veröffentlichte Video zum Rap-Song „Ugly Boy“ zeigt, dass die Band hässlich, aggressiv und verrückt ist. (Quelle: Screenshot/ YouTube)

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Grammy geht an A-cappella-Band aus Südafrika

„Ladysmith Black Mambazo“ überzeugt mit Livealbum „Singing for Peace Around the World“

(2010sdafrika-Redaktion)

Am vergangenen Sonntagabend fand zum 56. Mal die wichtigste Auszeichnung in der internationalen Musikindustrie in Los Angeles statt. Der Grammy Award in der Kategorie „Bestes Weltmusikalbum“ ging nach Südafrika. Die A-cappella-Band „Ladysmith Black Mambazo“ überzeugte die Jury mit ihrem Livealbum „Singing for Peace Around the World“ – zum wiederholten Mal.

© Die südafrikanische A-cappella-Band „Ladysmith Black Mambazo“ gewann am vergangenen Sonntag zum vierten Mal einen Grammy Award. Mit ihrem Livealbum „Singing for Peace Around the World“ überzeugte der Zulu-Chor die Jury in der Kategorie „Bestes Weltmusikalbum“. (Quelle: flickr/ Anna Berthold)

© Die südafrikanische A-cappella-Band „Ladysmith Black Mambazo“ gewann am vergangenen Sonntag zum vierten Mal einen Grammy Award. Mit ihrem Livealbum „Singing for Peace Around the World“ überzeugte der Zulu-Chor die Jury in der Kategorie „Bestes Weltmusikalbum“. (Quelle: flickr/ Anna Berthold)

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„Berlin und Johannesburg sind meine Heimat“

Im Interview mit Sängerin Cherilyn MacNeil der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“

(Autoren: Serge Aka, Bartosz Marek, Ranem, Ghassan Abid)

Cherilyn MacNeil ist mit Abstand die erfolgreichste südafrikanische Sängerin in Deutschland der jüngeren Zeit. In vielen TV-, Radio- und Internetbeiträgen war entweder sie oder ihre Musik zu hören. Als Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“ schaffte sie es, die Herzen vieler Deutscher für sich zu erobern. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ traf die Frau aus dem Hause einer Musikerfamilie zum Interview, die Johannesburg und Berlin gleichermaßen als ihre Heimat empfindet.

© Cherilyn MacNeil ist Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band "Dear Reader". Seit drei Jahren lebt die gebürtige Johannesburgerin in Berlin. Im Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" geht die Sängerin auf die Entwicklungen in ihrer Heimat, auf ihre Musik und auf ihr neues Leben in Deutschland ein.

© Cherilyn MacNeil ist Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“. Seit drei Jahren lebt die gebürtige Johannesburgerin in Berlin. Im Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ geht die Sängerin auf die Entwicklungen in ihrer Heimat, auf ihre Musik und auf ihr neues Leben in Deutschland ein.

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Deutschsprachige Musikdrehs in Südafrika

Tim Bendzko, Leo Aberer und Büro am Strand entschieden sich in diesem Jahr für das Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika ist eines der beliebtesten internationalen Filmdrehstandorte. Vor allem deutsche Regisseure lieben die Westkap-Region für ihre Schönheit. Atemberaubende Bilder werden mit der Kamera eingefangen. Günstige Produktionskosten erleichtern diese Entscheidungsfindung. Neu ist hingegen, dass nun auch die deutschsprachige Musikindustrie Südafrika als Location für Clip-Drehs entdeckt hat. Drei Musiker bzw. Bands entschieden sich in diesem Jahr für einen Dreh am Kap.

© Südafrika ist nicht nur für deutsche Filmregisseure als Drehort interessant, sondern neuerdings auch für die Musikindustrie. Drei deutschsprachige Musiker bzw. Bands wählten Südafrika als Location für ihre Singles aus. (Quelle: flickr/ Crystian Cruz)

© Südafrika ist nicht nur für deutsche Filmregisseure als Drehort interessant, sondern neuerdings auch für die Musikindustrie. Drei deutschsprachige Musiker bzw. Bands wählten Südafrika als Location für ihre Singles aus. (Quelle: flickr/ Crystian Cruz)

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Kein Copyright für Südafrikaner

Wie aus dem isiZulu-Song „Mbube“ ein Walt Disney-Hit wurde. Doch die Armut des Musikers blieb

(Autor: Ghassan Abid)

Das Musikbusiness kann hart, unfair und äußerst erbarmungslos sein. Vor allem treten diese negativen Begleiterscheinungen dann ein, wenn es um viel Geld geht. Das Kumulieren von Geld wiederum basiert auf die Existenz von interessanten Ideen. Großartige, bewegende und neuartige Songs sind gefragt. Doch wer heute mit südafrikanischen Musikern im Backstage vertraulich redet, der erfährt ganz schnell die erste Regel für Kap-Musiker: „Misstraue grundsätzlich den [europäischen und amerikanischen] Weißen“. Ein offenes Geheimnis mit wahrem Kern, wie sich zeigt.

    © Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song "Mbube". In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels raubten sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm "Der König der Löwen". Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

© Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song „Mbube“. In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels „raubten“ sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm „Der König der Löwen“. Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

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In Gedenken an Miriam Makeba

Heute vor 4 Jahren erlitt Mama Africa einen tödlichen Herzinfarkt. Ihre Enkelin fordert Rechte ein

(Autor: Ghassan Abid)

Zenzile Makeba Qgwashu Nguvama Yiketheli Nxgowa Bantana Balomzi Xa Ufun Ubajabulisa Ubaphekeli Mbiza Yotshwala Sithi Xa Saku Qgiba Ukutja Sithathe Izitsha Sizi Khabe Singama Lawu Singama Qgwashu Singama Nqamla Nqgithi ist der vollständige Name von Miriam Makeba, der bekanntesten Sängerin Südafrikas aller Zeiten. Die Komplexität des Namens ist ein Abbild dessen, wie umfangreich und vielfältig das Leben von Makeba alias Mama Africa war. Vor vier Jahren, am 10. November 2008, verstarb die Musiklegende außerhalb Südafrikas. Die nationale sowie internationale Öffentlichkeit hält inne und gedenkt Makeba – so wie sie es wollte – mit Freude, Fröhlichkeit und der Musik.

© Miriam Makeba erlitt heute vor genau 4 Jahren auf einem Benefizkonzert für den von der italienischen Mafia auf die Todesliste gesetzten Schriftsteller Roberto Saviano einen Herzinfarkt. Einen Tag später, in den Morgenstunden des 10. Novembers 2008, starb Mama Africa im Krankenhaus. Makeba ist eine bemerkenswerte Frau, die einen hohen Preis für die Freiheit Südafrikas zahlen musste. Sie ist die erfolgreichste südafrikanische Musikerin aller Zeiten. (Quelle: flickr/ Dedica Festival)

© Miriam Makeba erlitt heute vor genau 4 Jahren auf einem Benefizkonzert für den von der italienischen Mafia auf die Todesliste gesetzten Schriftsteller Roberto Saviano einen Herzinfarkt. Einen Tag später, in den Morgenstunden des 10. Novembers 2008, starb Mama Africa im Krankenhaus. Makeba ist eine bemerkenswerte Frau, die einen hohen Preis für die Freiheit Südafrikas zahlen musste. Sie ist die erfolgreichste südafrikanische Musikerin aller Zeiten. (Quelle: flickr/ Dedica Festival)

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Fatty Boom Boom

Musikvideo von „Die Antwoord“ nimmt Lady Gaga ins Visier. Einfach nur geschmacklos und abstoßend!

(2010sdafrika-Redaktion)

Skandal pur aus Südafrika. Die eigentlichen Kapstädter Comedians, welche mittlerweile als Hip Hop-Band „Die Antwoord“ weltweit bekannt geworden sind, überschreiten mit ihrem aktuellen Musikvideo „Fatty Boom Boom“ die Grenzen im Musik-Business. Im entsprechenden Clip ist Lady Gaga mit zwei ihrer Bodyguards zu sehen, die Südafrika erkunden. Nicht nur Hyänen sichtet Lady Gaga im urbanen Raum, sondern auch einen Panther und Löwen. An einer Kreuzung wird das Taxi des Superstars attackiert und sie flüchtet alleine in einen sozialen Brennpunkt. Bei einem Gynäkologen wird festgestellt, dass sich ein Insekt im vaginalen Bereich von Lady Gaga eingenistet hat. Zum Schluss wird sie Opfer eines Löwens, der sie lebendig und äußerst blutig verspeist.

© Lady Gaga reagiert auf das provokante und geschmacklose Musikvideo von "Die Antwoord" via Twitter mit starkem Selbstbewusstsein.

© Lady Gaga reagiert auf das provokante und geschmacklose Musikvideo von „Die Antwoord“ via Twitter mit starkem Selbstbewusstsein.

© "Die Antwoord" nutzt den "Beef", den künstlerischen Streit, mit Lady Gaga für den eigenen Erfolg. Auf Twitter sagen die Südafrikaner von sich, dass sie kleiner als Lady Gaga, aber dafür cooler wären.

© „Die Antwoord“ nutzt den „Beef“, den künstlerischen Streit, mit Lady Gaga für den eigenen Erfolg. Auf Twitter sagen die Südafrikaner von sich, dass sie kleiner als Lady Gaga, aber dafür cooler wären.

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