Schlagwort-Archive: Bank

Zentralbank-Chef warnt vor Verstaatlichung

Südafrikas oberster Banker kritisiert Regierungspartei ANC wegen Plänen zu politischer Einflussnahme

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Zentralbank-Chef Lesetja Kganyago hat in einem Interview mit der Financial Times (FT) mit ungewohnt deutlichen Worten vor einer Einflussnahme seiner Institution durch die Regierungspartei ANC gewarnt. Der Ökonom untermauerte, dass das Land eine glaubwürdige Geldpolitik vorweise. Die Zentralbank agiere hierbei von ihrem Mandat her grundsätzlich unabhängig und von der Verfassung geschützt. Jedoch wolle der ANC genau diese Unabhängigkeit nun antasten.

© Südafrikas oberster Banker, der Zentralbank-Chef Lesetja Kganyago, hat in einem Interview mit der Financial Times vor einer politischen Einflussnahme seiner Institution durch die Regierung gewarnt. Sonst drohe der Verlust der Unabhängigkeit, so der Ökonom. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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Südafrika rutscht in Rezession ab

Wirtschaft schwächelt erstmals seit dem Jahr 2009. Regierung geht von rascher Konjunkturerholung aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Wirtschaftsforschungsinstitute und Banken des Landes haben es nicht vorhersagen können. Umso größer war die Überraschung, dass Südafrika das erste Mal seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 in eine wirtschaftliche Schieflage abgeglitten ist. Diese Schwäche der Wirtschaft, die als Rezession bezeichnet wird, liegt dann vor, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorperioden ein Abschwung sichtbar ist. Insbesondere die landwirtschaftliche Produktion am Kap habe erkennbar abgenommen.

© In Südafrika zeigt man sich über die Rezession überrascht. Die Wirtschaft des Landes befindet sich im Abschwung. Dabei gingen Ökonomen ursprünglich davon aus, dass das Land ein leichtes Wirtschaftswachstum erzielen könne. Nun beruhigt die Regierung die Öffentlichkeit und verspricht Gegenmaßnahmen. (Quelle: flickr/ John Karwoski)

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Südafrikas Zentralbank in der Kritik

Bürgerbeschwerden und Aufstockung von Managergehältern trotz massivem Verlustgeschäft

(2010sdafrika-Redaktion)

© Die südafrikanische Zentralbank SARB hat mit der Einführung neuer Banknoten zahlreiche Beschwerden von Bürgern erhalten. Zudem macht die Staatsbank im aktuellen Geschäftsjahr ein Verlust von rund 1,3 Milliarden Rand, umgerechnet knapp 100 Millionen Euro. Gleichzeitig steigen die Managergehälter. (Quelle: SARB)

© Die südafrikanische Zentralbank SARB hat mit der Einführung neuer Banknoten zahlreiche Beschwerden von Bürgern erhalten. Zudem macht die Staatsbank im aktuellen Geschäftsjahr ein Verlust von rund 1,3 Milliarden Rand, umgerechnet knapp 100 Millionen Euro. Gleichzeitig steigen die Managergehälter. (Quelle: SARB)

Am Wochenende griff die Presse vereinzelt das Meinungsbild innerhalb der Bevölkerung auf, wonach die neuen Banknoten mit Mandela-Abbildern leicht zu fälschen seien. Die „South African Reserve Bank (SARB)“ bestätigte bereits den Eingang mehrerer Beschwerden von Bürgern, die das Material der Banknoten bemängeln und darauf aufbauend die Fälschungssicherheit der neuen Noten infrage stellen.

Die SARB mahnte nun die Öffentlichkeit an, sich mit den neuen Sicherheitseigenschaften der Banknoten vertraut zu machen und die Geldscheine genauer unter die Lupe zu nehmen. „Die südafrikanischen Banknoten sind nach höchsten internationalen Sicherheitsstandards produziert worden“, heißt es von Staatsbank in Pretoria.

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Kap-Kolumne: FNB und kein Ende?

Geldinstitut friert auf Druck der USA NGO-Konten ein. Sozialministerium Südafrikas sieht keinen Anlass

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Die südafrikanische First National Bank hat die Konten der Al-Aqsa Foundation of South Africa (AFSA) eingefroren. FNB handele auf Druck des US-amerikanischen Finanzministeriums, heißt es in einer Erklärung der Al-Aqsa Stiftung. Danach begründe FNB seine „geschäftliche Entscheidung“ mit der Drohung, von ausländischen Finanznetzwerken ausgeschlossen zu werden, die den außenpolitischen Richtlinien der US-Regierung unterworfen sind. Es habe „keine Wahl“, argumentiere das Geldinstitut, weil AFSA auf einer schwarzen Liste des „Office of Foreign Assets Control (OFAC)“ erscheine – einer Exportkontrollbehörde des US-Finanzministeriums.

© Die südafrikanische First National Bank (FNB) hat die Konten der Al-Aqsa Foundation of South Africa (AFSA) auf Druck der USA eingefroren. AFSA ist eine rechtmäßige NGO, die vom Sozialministerium Südafrikas als solche voll akzeptiert wird. Die FNB steht erneut in der Kritik. (Quelle: flickr/ modenadude)

© Die südafrikanische First National Bank (FNB) hat die Konten der Al-Aqsa Foundation of South Africa (AFSA) auf Druck der USA eingefroren. AFSA ist eine rechtmäßige NGO, die vom Sozialministerium Südafrikas als solche voll akzeptiert wird. Die FNB steht erneut in der Kritik. (Quelle: flickr/ modenadude)

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FNB-Bank entzürnt ANC

Werbekampagne provoziert Regierung und Partei. Zuschauer reagieren mit Unverständnis auf ANC

(2010sdafrika-Redaktion)

In Südafrika erhitzen sich die Gemüter manchmal schneller als sonst wo auf der Welt. Eine am 17. Januar 2013 gestartete Werbekampagne der First National Bank (FNB) unter dem Titel „You Can Help“, bringt die Hoffnung und Kritik mehrerer Schüler der Naledi-Oberschule in Soweto zum Ausdruck. Allerdings kam es nun anders als geplant.

© Die First National Bank (FNB), eine der größten Banken Südafrikas im Privatbesitz, hat am 17. Januar 2013 die Werbekampagne „You Can Help“ gestartet, in der Schulkinder aus Soweto ihren Unmut über die Politik im Lande zum Ausdruck bringen. Die ANC-Regierungspartei und das Präsidialamt kritisierten die Bank in scharfer Form. (Quelle: flickr/ Shine 2010 - 2010 World Cup good news)

© Die First National Bank (FNB), eine der größten Banken Südafrikas im Privatbesitz, hat am 17. Januar 2013 die Werbekampagne „You Can Help“ gestartet, in der Schulkinder aus Soweto ihren Unmut über die Politik im Lande zum Ausdruck bringen. Die ANC-Regierungspartei und das Präsidialamt kritisierten die Bank in scharfer Form. (Quelle: flickr/ Shine 2010 – 2010 World Cup good news)

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Forbes-Liste der 40 reichsten Afrikaner

Die zwölf reichsten Südafrikaner sind männlich, Akademiker, meist über 60, weiß und leben in Kapstadt

(Autor: Ghassan Abid)

Vor wenigen Tagen veröffentlichte das renommierte New Yorker Wirtschaftsmagazin Forbes eine aktualisierte Liste der 40 reichsten Afrikanern. Diese stammen mehrheitlich aus Südafrika, Nigeria und Ägypten. Insgesamt zwölf Unternehmer vom Kap schafften es gemessen am eigenen Geldvermögen ins Ranking. Die Summen sind an Werte bis zum Stand November 2012 angelehnt.

© Nicky Oppenheimer ist der reichste Südafrikaner und schaffte es mit einem Eigenkapitalvermögen von 6,4 Milliarden US-Dollar auf Platz 2 der Forbes-Liste zu den 40 reichsten Afrikanern. Der in Johannesburg lebende Oppenheimer verdient sein Geld mit dem Handel von Diamanten. (Quelle: flickr/ AWDC Pr and Com)

© Nicky Oppenheimer ist der reichste Südafrikaner und schaffte es mit einem Eigenkapitalvermögen von 6,4 Milliarden US-Dollar auf Platz 2 der Forbes-Liste der 40 reichsten Afrikaner. Der in Johannesburg lebende Oppenheimer verdient sein Geld mit dem Handel von Diamanten. (Quelle: flickr/ AWDC Pr and Com)

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