Schlagwort-Archive: Bedrohung

Wildkatzen-Kolumne

Katzenarten aus Südafrika: Löwe

(Autorin: Andrea C. Schäfer berichtet in ihrer Kolumne über gefährdete Katzenarten in Südafrika. Die Tierpsychologin arbeitet als freiwillige Mitarbeiterin auf der Katzenauffang- und -zuchtstation Wild Cats World, auf welcher sich Gäste über die wilden Katzen hautnah informieren lassen können.)

Der Löwe ist die größte Katze Afrikas und die einzige, die im Rudel lebt. Mehrere Weibchen, meist Schwestern oder nahe Verwandte, leben mit einem Männchen oder mehreren Löwenbrüdern zusammen. Während alle anderen Katzen nur solche Tiere jagen, die sie alleine erlegen können, wagen sich Löwen auch an größere Beute heran. So können die großen Katzen sogar Gnus, Büffel oder junge Giraffen und Elefanten erlegen. Meist haben mehrere Weibchen gleichzeitig Junge. So können sie ihre Kinder gemeinsam aufziehen.

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer den Löwen.

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer den Löwen.

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Wildkatzen-Kolumne

Katzenarten aus Südafrika: Schwarzfußkatze

(Autorin: Andrea C. Schäfer berichtet in ihrer Kolumne über gefährdete Katzenarten in Südafrika. Die Tierpsychologin arbeitet als freiwillige Mitarbeiterin auf der Katzenauffang- und -zuchtstation Wild Cats World, auf welcher sich Gäste über die wilden Katzen hautnah informieren lassen können.)

Die Schwarzfußkatze ist die kleinste Katze Afrikas! Selbst erwachsene Kater haben höchstens 2 Kilogramm Gewicht – und sind etwa so groß wie ein Erdmännchen. Ihr Name kommt von ihren schwarz gefärbten Fußsohlen. Katzen sind Zehengänger, somit reicht der „Fuß“ bis zum Sprunggelenk. Die kleine Katze lebt in trockenen Gegenden, also in der Kalahari und der weniger bekannten Halbwüste „Karoo“. Die Landschaft ist karg, es wächst wenig Gras; dafür jedoch Dornbüsche, Kakteen und Dickblattgewächse.

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer die Schwarzfußkatze.

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer die Schwarzfußkatze.

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Rocker schaffte Vermögen nach Südafrika

Exklusiv: Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, „verarscht“ die Behörden

(2010sdafrika-Redaktion)

Thomas Möller ist im Grunde genommen das schwedische Gegenstück zu Frank Hanebuth, dem damaligen Charter-Chef von Hannover und gleichzeitigem Präsidenten der Hells Angels in Deutschland. Möller leitete von 1990 bis 2003 das Hells Angels-Charter in Malmö, den ersten Klub in Schweden. Er schaffte es, sich weltweit als Präsident der schwedischen Höllenengeln zu etablieren. Doch während Hanebuth sich nach Mallorca absetzte und nun in U-Haft sitzt, flüchtete Möller nach Südafrika und lebt bisweilen als freier Mann. Schwedische und südafrikanische Ermittler versuchen seit rund einem Jahrzehnt, den Rocker dingfest zu machen. Bislang ohne Erfolg. Erstmals in der deutschsprachigen Presselandschaft beleuchtet „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ diesen Fall.

© Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, trickst seit Jahren den schwedischen Staat aus. Der mittlerweile 49-jährige Rocker hat sein Vermögen in Südafrika längst in Sicherheit gebracht, während dieser dem schwedischen Staat rund 105 Millionen Euro schuldet. Die Ermittler kommen an sein Reichtum am Kap nicht ran. Ebenso fehlen handfeste Beweise für ein Anklageverfahren.

© Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, trickst seit Jahren den schwedischen Staat aus. Der mittlerweile 49-jährige Rocker hat sein Vermögen in Südafrika längst in Sicherheit gebracht, während dieser dem schwedischen Staat rund 105 Millionen Euro schuldet. Die Ermittler kommen an sein Reichtum am Kap nicht ran. Ebenso fehlen handfeste Beweise für ein Anklageverfahren.

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Kulturelle Identität in Südafrika

Regisseur Tobias Lindner über Afrikaanerkultur, Orania und seinen Dokumentarfilm

(Autor: Ghassan Abid)

© Tobias Lindner, Dokumentarfilmregisseur aus Berlin. Mehrfach hielt sich Lindner zwecks Recherche und Dreh in der südafrikanischen Burengemeinschaft Orania auf. Der Film entstand zunächst als Abschlussfilm an der Beuth Hochschule für Technik. Mit Unterstützung der Verleihfirma kinostar ist "Orania - Der Film" auch in den deutschen Kinos zu sehen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, da nur wenige Dokus dem Kinopublikum zugänglich gemacht werden.

© Tobias Lindner, Dokumentarfilmregisseur aus Berlin. Mehrfach hielt sich Lindner zwecks Recherche und Dreh in der südafrikanischen Burengemeinschaft Orania auf. Der Film entstand zunächst als Abschlussfilm an der Beuth Hochschule für Technik. Mit Unterstützung der Verleihfirma kinostar ist „Orania – Der Film“ auch in den deutschen Kinos zu sehen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, da nur wenige Dokus dem Kinopublikum zugänglich gemacht werden.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Dokumentarfilmregisseur Tobias Lindner. Am 13.06.2013 startet Ihr Dokufilm „ORANIA“ in den deutschen Kinos. Wie kam es zu diesem Vorhaben?Antwort: Ich habe einige Zeit in Südafrika gelebt und da hört man irgendwann zwangsläufig von Orania. Der Ort ist zwar auf Grund seiner geringen Größe auf den ersten Blick nicht sonderlich relevant, zieht aber trotzdem eine ungeheure Aufmerksamkeit auf sich. Das liegt sicherlich an seiner politischen Brisanz. Viele finden es mindestens kurios, dass es im Post-Apartheid Südafrika einen Ort gibt, in dem nur Weiße leben.

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Weiße Minderheit Südafrikas im Pessimismuswahn

Immer mehr Südafrikaner mit weißer Hautfarbe betreiben in punkto Heimat reine Schwarzmalerei

(Autor: Ghassan Abid)

Wenn man sich die Aussagen von Südafrikanern bezüglich ihres Verhältnisses mit der Heimat anhört, dann fällt eines auf – die Wahrnehmung Südafrikas unterscheidet sich in drastischer Weise von der Hautfarbe. Demnach begegnen europäischstämmige Bürger die gegenwärtigen Entwicklungen im Lande mit äußerst viel Skepsis und Unbehagen. Man fühlt sich ausgeschlossen, bedroht und ohnmächtig.

© Antoinette Pottow

Immer mehr Südafrikaner seien Opfer einer Straftat, sodass die Flucht ins Ausland als einzig mögliche Lösung in Betracht komme. Diese Emigration wird als „brain drain“ bezeichnet und bedeutet für die südafrikanische Volkswirtschaft den Verlust von notwendigem Fachpersonal und Heimatpatriotismus.

Kriminalität sei überall gegenwärtig und die Polizei des Landes mit der eskalierten Gewalt total überfordert. „In most cases, criminals have better weapons than the police do. I know of many instances of crime where the police arrived 4 hours after the emergency was reported, that is if they arrived at all“ (zu Deutsch: In den meisten Fällen besitzen Kriminelle bessere Schusswaffen als die Polizei. Ich kenne viele Vorfälle, wonach die Polizei erst nach 4 Stunden nach dem eingegangen Notruf eingetroffen ist, falls diese überhaupt eintrifft.), so Pottow weiter. Demnach ist Enttäuschung und Misstrauen gegenüber Staat und Polizei innerhalb der weißen Minderheit nicht außergewöhnlich, sondern pure Realität im Südafrika des 21. Jahrhunderts. Und wenn auch führende ANC-Mitglieder das Lied „Kill the boer“ (zu Deutsch: Tötet die Buren) öffentlich vortragen, dann sei diese Furcht berechtigt, untermauert sie ihre Ängste (für Hintergrundinfos siehe 2010sdafrika-Artikel vom 05. April 2010 mit dem Titel Südafrika ein ethnisches Pulverfass?“).

Sofern ein Dialog des Miteinanders nicht seine vollkommene Umsetzung findet, wird die Gruppe der Skeptiker zunehmend größer und lauter. Es ist eine gefährliche Entwicklung zu beobachten, die nicht im Interesse des demokratischen Südafrikas sein kann. Eine Inklusion der weißen Minderheit durch die politische Elite muss demnach mit einer Gesprächsbereitschaft dieser Bevölkerungsgruppe einhergehen, insbesondere dann, wenn der Präsident der ANC-Jugendpartei Julius Malema bei seinem Aufenthalt in Simbabwe die Landreform des Nachbarstaates als erfolgreich bewertet. Kritisch ist der Umstand, dass infolge dieser Reform der Partei ZANU-PF von Staatschef Robert Mugabe viele weiße Farmer ihre Besitzgüter verloren haben und wegen Gewaltanwendungen sogar flüchten mussten. Die weißen Südafrikaner fühlen sich bei solchen Äußerungen in ihrer Abwehrhaltung bestätigt und befürchten ähnliche Verhältnisse in Südafrika. Der Vertrauensdialog muss schnellstmöglich erfolgen, andernfalls werden sich die Konfliktlinien zwischen „whites and blacks“ weiter verfestigen.

Artikel der Times Live zum Malema-Besuch in Simbabwe:

http://www.timeslive.co.za/local/article379271.ece/Malema-to-learn-from-Zimbabwe

Artikel von SPIEGEL ONLINE zur Landreform in Simbabwe:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,210469,00.html