Schlagwort-Archive: Befreiungsbewegung

Der privatisierte Krieg

Südafrikas Söldnertruppen zwischen afrikanischen Bürgerkriegen und internationalen Krisenherden

(Autor: Ghassan Abid)

Vor einigen Jahren traf ich in Johannesburg eine Frau, die mit einem etwa 40-jährigen Marokkaner verheiratet war. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie hin und wieder auf ihren Mann verzichten müsse. Er befinde sich regelmäßig im Ausland, sagte sie. Dafür verdiene er aber gutes Geld. Beim Nachhaken verriet sie, dass ihr Ehemann ein Söldner war und sich zum damaligen Zeitpunkt im Einsatz im Irak befand. Er war Mitarbeiter einer südafrikanischen Sicherheitsfirma. Ein aktueller Fall aus Nigeria bringt nun die Kriegsteilnahme von südafrikanischen Sicherheitsfirmen zurück ins öffentliche Bewusstsein. Tausende Bürger werden im Ausland vermutet.

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© Leon Lotz war ein Elite-Polizist des Apartheidsregimes, der in den 80er Jahren die Befreiungsbewegung SWAPO in Südwestafrika – dem heutigen Namibia – bekämpfte. Kürzlich starb der als Söldner engagierte Südafrikaner im Kampf gegen Boko Haram in Nigeria. Lotz ist einer von tausenden Ex-Sicherheitskräften Südafrikas, die im Ausland im Sicherheitssektor ihr Geld verdienen. (Quelle: Privat)

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Medienecho zu Wahlen in Südafrika

An 22.262 Wahlstationen wurde gewählt: ANC kann sich erneut durchsetzen. Opposition legt zu

(2010sdafrika-Redaktion)

Es war nicht anders zu erwarten. Die älteste Partei Afrikas, der ANC, hat die fünften Parlamentswahlen mit 62,15 Prozent klar gewonnen und nur leicht eingebüßt. Ferner konnte die Demokratische Allianz im Vergleich zu den Wahlen 2009 ihr Stimmenergebnis um 6 Prozentpunkte auf 22,23 Prozent ausbauen. Und auch die neu gegründete linksradikale Malema-Partei Economic Freedom Fighters verbuchte mit 6,35 Prozent auf Anhieb einen Erfolg.

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© Der ANC konnte sich bei den fünften Parlamentswahlen erneut durchsetzen und über 60 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Doch auch die Opposition legte zu. Die DA erhielt sechs Prozentpunkte mehr als 2009 und die EFF erhielt auf Anhieb rund 6 Prozent. Die deutschen Medien haben die Entwicklungen in Südafrika genau verfolgt und durchaus kritisch kommentiert. (Quelle: flickr/ BBC World Service)

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Heino wehrt sich gegen Nazi-Vorwürfe

Eindruck eines Schlagerstars im Apartheidstaat: „Sah eigentlich ganz ordentlich aus“.

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Über das „HEINO Café im Historischen Kurhaus“ im nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel legt sich in diesen Tagen ein dunkler Schleier. Die Gäste reden nicht gerne über das bekannte Aushängeschild des Cafés. Stattdessen wird bei leckeren Torten zugelangt und von einer Diskussion über den Schlagerstar abgesehen. Heino sieht sich diffamiert. Umstrittene Auftritte in Namibia und im Südafrika der 80er Jahre holen ihn heute ein.

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© In den 80er Jahren reiste Schlagerstar Heino mehrfach nach Namibia und Südafrika, in zwei Staaten, in welchen die Rassentrennung praktiziert wurde. Die schwarzen Mehrheitsbevölkerungen wurden unterdrückt. Nun holt ihn die Vergangenheit ein. Er sieht sich ungerechtfertigt mit Nazi-Vorwürfen konfrontiert. (Quelle: flickr/ bgeissl)

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Zum Tod von Eric SINGH

Ein persönlicher Nachruf

(Autor: Detlev Reichel)

Der Tod des Genossen Eric Singh am frühen Morgen des 11. Februar 2014 macht mich sehr traurig. Die Nachricht aus Berlin war ein Schock, trotz des Wissens um seine schwere Krebserkrankung.

Mein Mitgefühl geht an seine Frau Karin, an seine Familie in Südafrika sowie an alle Freunde und Genossen, wo immer sie auch seien.

Mit Eric Singh verliere ich einen Genossen, Freund und Kollegen.

© "Der Tod des Genossen Eric Singh am frühen Morgen des 11. Februar 2014 macht mich sehr traurig." Ein persönlicher Nachruf von Detlev Reichel.

© „Der Tod des Genossen Eric Singh am frühen Morgen des 11. Februar 2014 macht mich sehr traurig.“ Ein persönlicher Nachruf von Detlev Reichel.

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In tiefer Trauer um Eric Singh

Südafrikanische Persönlichkeit in Deutschland stirbt im Alter von 81 Jahren nach langer Krankheit

(Autor: Ghassan Abid)

Mit großer Bestürzung ist die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ darüber informiert worden, dass der in Berlin lebende Südafrikaner Eric Singh im Alter von 81 Jahren gestorben ist. Nach langer Krankheit hat sich der einstige ANC-Vertreter in Ost-Berlin am heutigen Dienstagmorgen vom irdischen Leben verabschiedet, heißt es aus seinem Freundeskreis. Die südafrikanische Gemeinde in Deutschland verliert mit Singh einen bedeutenden Zeitgenossen, der sich für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden einsetzte.

© Am heutigen Dienstagmorgen starb der Südafrikaner Eric Singh nach langer Krankheit in Berlin. Singh war einst für die Aktivitäten des ANC in der DDR zuständig. In der südafrikanischen Gemeinde in Deutschland gilt er als respektierte und bekannte Persönlichkeit. Die Redaktion trauert um einen Mann, der für gewichtige Ideale eintrat. (Quelle: Karin Singh)

© Am heutigen Dienstagmorgen starb der Südafrikaner Eric Singh nach langer Krankheit in Berlin. Singh war einst für die Aktivitäten des ANC in der DDR zuständig. In der südafrikanischen Gemeinde in Deutschland gilt er als respektierte und bekannte Persönlichkeit. Die Redaktion trauert um einen Mann, der für gewichtige Ideale eintrat. (Quelle: Karin Singh)

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Experten bewerten Südafrika als Krisenstaat

„Die soziale Sprengkraft kann sich manifestieren“, warnt Professor Robert Kappel vom GIGA-Institut

(Autor: Ghassan Abid)

Am vergangenen Donnerstag, den 23. Januar 2014, lud das Forschungsinstitut GIGA German Institute of Global and Area Studies die Öffentlichkeit zur Veranstaltung „Südafrika – auf dem Weg in die große Krise?“ ein. Professor Robert Kappel vom GIGA und Professor Ulf Engel von der Universität Leipzig – beide als Südafrika-Experten bekannt – beurteilten die politische und wirtschaftliche Lage am Kap mit Kurzvorträgen. Im Anschluss folgte eine Fragerunde durch das Publikum. Das Ergebnis war erwartungsgemäß mehr als beunruhigend. Südafrika ist längst zu einem Krisenstaat geworden.

    © Am vergangenen Donnerstag, den 23. Januar 2014, sprachen die beiden Südafrika-Experten Professor Robert Kappel vom GIGA-Institut und Professor Ulf Engel von der Universität Leipzig über den Krisenstaat im südlichen Afrika. Auch der Moderator und Südafrika-Experte Dr. Gero Erdmann bemängelte die aktuellen Entwicklungen am Kap.

© Am vergangenen Donnerstag, den 23. Januar 2014, sprachen die beiden Südafrika-Experten Professor Robert Kappel vom GIGA-Institut und Professor Ulf Engel von der Universität Leipzig über den Krisenstaat im südlichen Afrika. Auch der Moderator und Südafrika-Experte Dr. Gero Erdmann bemängelte die aktuellen Entwicklungen am Kap.

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Mandelas Errungenschaften

Madibas Beitrag auf politischer Ebene ist zugleich ein Vorbild für viele auf persönlicher Ebene

(Autor: Simon Domke)

– MANDELA-Spezial –

Präsident, Vater der Nation, Friedensnobelpreisträger. Die wohl meistgenannten Begriffe beim Versuch, die öffentliche Person Nelson Mandela zu beschreiben. Aber wie sehr werden diese Begriffe seinem Lebenswerk gerecht?

    © Mandelas Lebenswerk basierte auf die Vision, die soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit in Südafrika zu bekämpfen. (Quelle: flickr/ Paraíba)

© Mandelas Lebenswerk basierte auf die Vision, die soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit in Südafrika zu bekämpfen. (Quelle: flickr/ Paraíba)

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