Schlagwort-Archive: Behandlung

Mandelas Lebenszeit tickt immer schneller

Südafrika bereitet sich auf das zu erwartende Trauma vor. Den Tatsachen ins Auge sehen

(Autor: Ghassan Abid)

Die Zulus, eine bedeutende Ethnie im südlichen Afrika, prägten das in Südafrika vorherrschende Sprichwort: „Ein alter Mensch hat den Kalender im Bauch.“ Nach diesem Verständnis verlagern sich eigene Prioritäten mit zunehmenden Alter ausschließlich auf die physiologischen Grundbedürfnisse wie Essen, Schlafen oder Schmerzensfreiheit. Mandela kann schon seit längerer Zeit diese Bedürfnisse nicht mehr befriedigen. Vielmehr leidet er mit jedem weiteren Tag. Die südafrikanische Nation muss lernen, endlich loslassen zu können.

© Die südafrikanische Öffentlichkeit sucht in diesen Tagen den Weg, wie sie mit dem Tod von Nelson Mandela umzugehen hat. Die Presse versucht, jede Redaktion für sich, die passenden Ansätze zu liefern. Einige halten an einem irdischen Fortbestehen Mandelas fest, andere verabschieden sich bereits von Madiba. (Quelle: flickr/ woolerybj)

© Die südafrikanische Öffentlichkeit sucht in diesen Tagen ihren Weg, wie sie mit dem Tod von Nelson Mandela umzugehen hat. Die Presse versucht, jede Redaktion für sich, die passenden Ansätze zu liefern. Einige halten an einem irdischen Fortbestehen Mandelas fest, andere verabschieden sich bereits von Madiba. (Quelle: flickr/ woolerybj)

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„Millionen von Menschen leiden Not“

Im Interview mit Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags

(Autor: Ghassan Abid)

© Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags (Quelle:  Bildarchiv Bayerischer Landtag)

© Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags (Quelle: Bildarchiv Bayerischer Landtag)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags. Vor wenigen Wochen kamen Sie mit dem Präsidium des Landtags von einem Arbeitsbesuch aus Südafrika zurück. Welchen Eindruck konnten Sie von Land und Leute sammeln?

Antwort: Ich bin mit gemischten Gefühlen nach Bayern zurückgeflogen. Auf der einen Seite hat unsere Delegation ein Land erlebt, das vom Klima verwöhnt und reich ist an Bodenschätzen. Da diese nur ausgebeutet, aber nicht im Land veredelt werden, profitieren die Menschen davon nicht. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig. Millionen von Menschen leiden Not. Mich treibt die Frage um, wie die Verantwortlichen in Südafrika die vielen Aufgaben bewältigen wollen, an der Spitze die Arbeitslosigkeit, vor allem die Jugendarbeitslosigkeit. Wir haben auf unserer Reise viel von der gefährlichen Mischung aus Perspektivlosigkeit, Drogen und Kriminalität erfahren.

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Madiba erneut im Krankenhaus

Vierter Krankenhausaufenthalt von Nelson Mandela in knapp zwei Jahren

(2010sdafrika-Redaktion)

Update vom 06.04.2013: Nelson Mandela hat das Hospital verlassen und wird in seinem Heimatdorf ambulant weiterbehandelt.

In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag, kurz vor Mitternacht, ist Nelson Mandela in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Er werde aufgrund einer Lungenentzündung behandelt, hieß es aus Pretoria. Präsident Jacob Zuma sprach sein vollstes Vertrauen gegenüber dem Ärzteteam aus, das alles Erdenkliche tun werde, um die Genesung Mandelas zu gewährleisten.

© Nelson Mandela ist in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Es ist der vierte Hospitalaufenthalt des Nobelpreisträgers in knapp zwei Jahren. (Quelle: flickr/ South Africa The Good News)

© Nelson Mandela ist in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Es ist der vierte Hospitalaufenthalt des Nobelpreisträgers in knapp zwei Jahren. (Quelle: flickr/ South Africa The Good News)

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Glück im Unglück in den Flitterwochen

Safari-Erlebnis unter Gefahr: 24-jährige Südafrikanerin überlebt Nashornangriff

(2010sdafrika-Redaktion)

© Das junge Johannesburger Ehepaar Chantal Beyer und Zven Fouché hatten Glück im Unglück. Beim Fotografieren mit Nashörnern ist die Frau von einem Nashorn schwerverletzt worden. Nur durch das Eingreifen ihres Mannes konnte Schlimmeres verhindert werden. Das Aloe Ridge Hotel & Game Reserve schweigt zum Vorfall. (Quelle: Privatbestand)

© Das junge Johannesburger Ehepaar Chantal Beyer und Zven Fouché hatten Glück im Unglück. Beim Fotografieren mit Nashörnern ist die Frau von einem Nashorn schwer verletzt worden. Nur durch das Eingreifen ihres Mannes konnte Schlimmeres verhindert werden. Das Aloe Ridge Hotel & Game Reserve schweigt zum Vorfall. (Quelle: Privatbestand)

Am 28. März 2011 sind Chantal Beyer und Zven Fouché aus Johannesburg offiziell als Liebespaar zusammengekommen. Am 30. Oktober 2011 folgte die Verlobung und am 1. Dezember 2012 der große Tag in ihrem Leben – die Hochzeit. In diesem Monat, so eine Information aus dem unmittelbaren Freundeskreis der Beiden, verbrachte das junge Ehepaar ihre Flitterwochen am Pool und mit Tieren.

Vor wenigen Tagen hielten sich Chantal und Zven im Aloe Ridge Hotel & Game Reserve auf. Sie wollten ihre Flitterwochen mit einem klassischen Safari-Erlebnis abschließen, heißt es. Nach einem Artikel der Afrikaans-Zeitung „Beeld“[zu Deutsch: Bild] soll der Reserve-Eigentümer Alex Richter die in unmittelbarer Umgebung befindlichen Nashörner mit Futter angelockt haben.

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Exklusiv: Südafrikaner in Halle verletzt

Fremdenfeindliche Straftat oder Unfall? LKA Sachsen-Anhalt hat Ermittlungen aufgenommen

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

In den Morgenstunden des Neujahrs meldete sich ein Südafrikaner beim Polizeirevier in Halle (Saale). Mit sichtbaren Verletzungen im Gesicht  ist der Mann dann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gefahren. Die erste Befragung soll nach lokalen Presseberichten vorerst ohne Ergebnis verlaufen sein. Noch ist unklar, was genau passierte.

© Am Neujahrstag hat in Halle (Saale) ein Südafrikaner mit Verletzungen im  Gesicht das örtliche Polizeirevier aufgesucht. Zurzeit wird der Mann in einem Krankenhaus behandelt. Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt hat, wie exklusiv erfahren, bereits die Ermittlungen aufgenommen. Im Bild sind Anhänger einer Neo-Nazi-Demo, die 2011 in Halle stattfand, zu sehen. (Quelle: flickr/ Zeitfixierer)

© Am Neujahrstag hat in Halle (Saale) ein Südafrikaner mit Verletzungen im Gesicht das örtliche Polizeirevier aufgesucht. Zurzeit wird der Mann in einem Krankenhaus behandelt. Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt hat, wie exklusiv erfahren, bereits die Ermittlungen aufgenommen. Im Bild sind Anhänger einer Neo-Nazi-Demo, die 2011 in Halle stattfand, zu sehen. (Quelle: flickr/ Zeitfixierer)

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Geheimsache Madiba

Gerücht über Tod Mandelas kursiert in Medienkreisen und im Netz. Regierung dementiert prompt

(2010sdafrika-Redaktion)

Seit einigen Tagen kursiert im Netz und in Kreisen von südafrikanischen Journalisten das Gerücht, wonach Nelson Mandela bereits gestorben sein soll und die Regierung diese Information der Öffentlichkeit vorenthalten würde. Krankenhausangestellte wurden zur Verschwiegenheit verpflichtet. Familienangehörige und Parteifreunde schweigen. Dieser Zustand bietet einen optimalen Nährboden für Gerüchte am Kap.

    © Erstmalig kursiert im Netz und in südafrikanischen Journalistenkreisen das Gerücht, wonach Nelson Mandela bereits gestorben sein soll und die Regierung diese Information der Öffentlichkeit vorenthalten würde. Offiziell heißt es von der Regierung, dass Mandela weiterhin in ärztlicher Behandlung sei. Sein Zustand befinde sich allerdings in einer "schwierigen Phase". (Quelle: flickr/ PHILIP SCHEDLER)

© Erstmalig kursiert im Netz und in südafrikanischen Journalistenkreisen das Gerücht, wonach Nelson Mandela bereits gestorben sein soll und die Regierung diese Information der Öffentlichkeit vorenthalten würde. Offiziell heißt es von der Regierung, dass Mandela weiterhin in ärztlicher Behandlung sei. Sein Zustand befinde sich allerdings in einer „schwierigen Phase“. (Quelle: flickr/ PHILIP SCHEDLER)

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Touring-Afrika — das Portal für den Kontinent

Informationen abseits des Mainstreams. Das Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht

(2010sdafrika-Redaktion)

Touring-Afrika.de ist eines der größten deutschsprachigen Portale zum Thema Afrika. Über technische Entwicklungen Afrikas ist dort ebenso zu lesen wie über modische Erscheinungen, Politik oder auch viel übers Reisen durch diesen vielfältigen Kontinent. Hier eine kurze Vorstellung des ebenso kurzweiligen Portals über Afrika und seine Bewohner.

„Afrika“ — diese Vokabel ruft immer noch zuallererst Assoziationen zu wilden Raubtieren, exotischen Pflanzen und endloser Wüste oder undurchdringlichen Regenwald hervor. Dabei ist dieser Kontinent mit seiner inzwischen einer Milliarde Einwohner so vielschichtig wie seine Fläche riesig ist. So riesig, dass die USA und Indien zusammen mit China sowie dem größten Teil Europas in Afrika unterkäme, könnte man deren Landmassen verschieben.

Von der arabisch geprägten Welt in Nordafrika bis zum industriell weit entwickelten Südafrika, vorbei an Jäger- und Sammler-Völkern und deren Dörfern, in denen es weder Elektrizität noch fließendes Wasser gibt, kann man durch den Kontinent streifen, während viele seiner Bewohner zur selben Zeit per Handy kommunizieren. So oder ähnlich wird derjenige Afrika wahrnehmen, der sich aufmacht, die Widersprüche und Faszination dieses Kontinents zu erleben.

© Screenshot zu Touring-Afrika.de: Informationen von Nord- bis Südafrika.

© Screenshot zu Touring-Afrika.de: Informationen von Nord- bis Südafrika.

Guter Themenmix oft abseits des Mainstreams

Nicht zuletzt weil sich das Wissen über Afrika im deutschsprachigen Raum noch immer eher in den erstgenannten Gefilden bewegt, hat sich Touring-Afrika.de zum Ziel gesetzt, in seinem Blog und durch viele von Leserinnen und Lesern eingereichte Beiträge dabei mitzuhelfen, ein realistischeres Bild von Afrika zu vermitteln.

Ein Vorhaben, welches angesichts Afrikas Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen sowie finanziellen Verhältnissen eine Mammutaufgabe zu sein scheint. Doch auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und so betreibt Touring-Afrika.de die Devise, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Jeden Tag gibt es zwei oder drei Beiträge zu aktuellen Entwicklungen und Ereignissen in Afrika. Wobei die Themenauswahl genau jene Vielfalt widerspiegelt, die der schwarze Kontinent seinerseits bietet:

Multimedial: Infografiken, Galerien, Videos und nicht zuletzt Texte

Da gibt es den Beitrag über ein Restaurant an der Atlantikküste von Namibia in einem ausrangierten Schlepperschiff, welches bereits halb zerbrochen war, ehe ein findiger Entrepreneur auf die Idee kam, es zu einem Restaurant umzugestalten. Serviert werden im „The Tug“ — nicht nur — Meeresfrüchte, nachdem man stilecht an Holzpfählen als neuer Befestigung ins eigentliche Restaurant gekommen ist.

Da gibt es einen Beitrag darüber, wie sich in Mosambik SMS im Kampf gegen Lepra zu einem wirksamen Mittel entwickelt haben: Informationen werden übertragen, Hilfsmaßnahmen koordiniert, Meldungen von Neuerkrankungen und die Überwachung von Nachsorge-Untersuchungen erfolgt mittels SMS. Ein spannend konstruiertes Informationssystem, das auch bald für die Behandlung und Betreuung anderer Krankheiten Anwendung finden soll.

Oder da gibt es den Beitrag über einen im südlichen Afrika eingesetzten solarbetriebenen Kühlschrank, welcher auf ökologisch nachhaltige Weise hilft, Speisen zu kühlen. Doch nicht nur Speisen können auf diese Weise länger genießbar gemacht werden — auch lebenswichtige Medikamente können so gekühlt werden.

Mitwirkung von Afrika-Begeisterten gerne gesehen

So bedient Touring-Afrika.de neben den üblichen Informationen über Länder und Kultur sowie attraktive Highlights eben auch die Pfade abseits des Mainstreams — sowohl beim Reisen und dessen Zielen als auch bei den schließlich zur Veröffentlichung ausgewählten Nachrichten. Seit 2005 schon in Sachen Afrika unterwegs — Touring-Afrika.de ist dabei eine anerkannte Marke geworden, die zuletzt mit dem Preis „Bestes Entdecker-Blog für Namibia“ ausgezeichnet wurde.

Bliebe noch zu erwähnen, dass die Redaktion von Touring-Afrika.de stets offen ist für Beiträge von Afrika-Reisenden, die ihre Erlebnisse mit mehr als nur ihrem eigenen Bekanntenkreis teilen möchten, weshalb bereits ein ansehnliches Archiv an Reiseberichten für die unterschiedlichsten Orte in oder Touren durch Afrika zusammengekommen ist. Wer also Texte oder ebenso gerne Fotos einreichen möchte, ist herzlich willkommen, Teil der wachsenden Community von Touring-Afrika.de zu werden.