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343.000 Südafrikaner auf dem Gewissen haben

Dr. Matthias Rath, der zweifelhafte AIDS-Berater des damaligen Präsidenten Thabo Mbeki

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Dr. Matthias Rath ist ein in Stuttgart geborener Mediziner, der mit alternativen Heilverfahren zur internationalen Berühmtheit aufgestiegen ist. Die Gründung der Zellularmedizin geht auf die Ideen von Rath zurück, der die These vertritt, dass Krankheiten wie Krebs oder Aids durch die Zufuhr von Präparaten behandelt bzw. geheilt werden könnten. Diese Präparate sind je nach Krankheit mit Vitaminen und Mineralstoffen unterschiedlich zusammengesetzt. In Südafrika arbeitete dieser Mediziner als Berater des damaligen Präsidenten Thabo Mbeki auf dem Gebiet der AIDS-Bekämpfung. Die Folgen seiner Tätigkeit sind katastrophal und dauern am Kap weiterhin an.

    © Dr. Matthias Rath war für den damaligen Präsidenten Thabo Mbeki im Bereich der AIDS-Bekämpfung tätig. Vitaminpräparate wurden antiretroviralen Medikamenten vorgezogen. Nach aufgegriffenen Erkenntnissen des britischen Gesundheitsjournalisten Dr. Ben Goldacre hätten im Zeitraum 1997 bis 2007 rund 343.000 Südafrikaner nicht sterben müssen, wenn sie der staatlichen Empfehlung nicht vertraut hätten. (Quelle: flickr/ United Nations)

© Dr. Matthias Rath war für den damaligen Präsidenten Thabo Mbeki im Bereich der AIDS-Bekämpfung tätig. Vitaminpräparate wurden antiretroviralen Medikamenten vorgezogen. Nach aufgegriffenen Erkenntnissen des britischen Gesundheitsjournalisten Dr. Ben Goldacre hätten im Zeitraum 1997 bis 2007 rund 343.000 Südafrikaner nicht sterben müssen, wenn sie der staatlichen Empfehlung nicht vertraut hätten. (Quelle: flickr/ United Nations)

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500.000 Vergewaltigungen pro Jahr in Südafrika

Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

    © Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

© Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Fünf Tage hielten Sie sich in Südafrika auf. Mit welchen Partnern wurden welche Sachverhalte thematisiert?

Antwort: Schwerpunktthemen meiner Reise waren Energie und Klimaschutz, die in Südafrika weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die aktuelle Situation im Bergbausektor. Ich habe unter anderem Gespräche mit meinen Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Finanzministerium und Energieministerium und mit der Premierministerin der Provinz Western Cape, Helen Zille, geführt. Bei diesen Gesprächen habe ich neben unserer laufenden Kooperation die südafrikanische Regierung dazu ermuntert, der Rohstoff-Transparenzinitiative EITI [Anmerkung der Redaktion: Extractive Industries Transparency Initiative] beizutreten. Als größte Wirtschaftsmacht in Afrika und fünftstärkstes Bergbauland weltweit sollte Südafrika mit einem Beitritt zu EITI ein Zeichen für Transparenz und gute Regierungsführung setzen.

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