Schlagwort-Archive: Berlinale

Spielfilm aus Südafrika auf Berlinale

„Flatland“ versucht sich mit Gesellschaftskritik, verliert sich aber in plakative Soap-Unterhaltung

(2010sdafrika-Redaktion)

Bei der diesjährigen Berlinale ist ein Spielfilm aus Südafrika vertreten, der in der Sektion Panorama im Wettbewerb steht. In „Flatland“ unter der Regie von Jenna Bass geht es um die Geschichten dreier Frauen. Für Natalie (gespielt von Nicole Fortuin) endet die Hochzeitsnacht in einem Albtraum. Sie flieht gemeinsam mit der hochschwangeren Poppie (Izel Bezuidenhout) in die Karoo-Wüste. Doch die Polizeibeamtin Beauty (Faith Baloyi) ist den Damen dicht auf den Fersen.

© Auf der 69. Berlinale ist der südafrikanische Spielfilm „Flatland“ unter der Regie von Jenna Bass zu sehen. Als Eröffnungsfilm in der Sektion Panorama behandelt dieser das Schicksal von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Leider erinnert „Flatland“ an eine plakative Soap-Unterhaltung. (Quelle: Berlinale)

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Geheimer Queer-Filmtipp aus Südafrika

Xhosa-Kinodrama „The Wound“ geht auf dem Sundance Film Festival und auf der Berlinale in den Wettbewerb

(Autor: Ghassan Abid)

Es ist schon lange her, dass ein südafrikanischer Film die internationale Kinogemeinschaft begeistern konnte. Zuletzt gewann 2005 das Musikdrama „U-Carmen in eKhayelitsha“ den Goldenen Bären der 55. Berlinale. Ein Jahr später glänzte zudem „Tsotsi“ bei der Oscarverleihung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“. Nach einem Jahrzehnt der Ruhe wird „The Wound“ (Originaltitel: Inxeba) als neuer Geheimtipp gehandelt. Auf dem aktuell stattfindenden Sundance Film Festival in den USA und auf der in Kürze beginnenden Berlinale geht die jüngste Kap-Produktion in den Wettbewerb.

The Wound

© Der 88-minütige Spielfilm „The Wound“ unter der Regie des aus Johannesburg stammenden John Trengove geht in den internationalen Wettbewerb auf dem Sundance Film Festival in den USA und auf der Berlinale. Die Produktion aus Südafrika wird als Geheimtipp gehandelt. (Quelle: Screenshot/ The Wound)

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Berlinale-Doku „Coming of Age“

Vier Jugendliche aus dem Königreich Lesotho und ihre Lebensträume zwischen Tradition und Moderne

(Autoren: Serge Aka, Ghassan Abid)

„Coming of Age“ bezeichnet in der Entwicklungspsychologie das Heranwachsen eines Menschen, genauer gesagt den Übergang vom Kind zum Erwachsenen. In der gleichnamigen Doku unter der Regie von Teboho Edkins, die unter der Sektion Generation auf der Berlinale 2015 lief, sind vier Jugendliche aus Lesotho zu sehen. Der selbst im Königreich aufgewachsene Edkins begab sich ins Dorf Ha Sekake, um zwei Jahre lang die Teenager zu begleiten. Entstanden ist eine beeindruckende und 63 Minuten lange Dokumentation, die das Leben von ganz gewöhnlichen Jugendlichen aus dem südlichen Afrika und deren Träume beleuchtet. Das Publikum zeigte sich begeistert.

Coming of Age

© Der Regisseur Teboho Edkins begleitete zwei Jahre lang vier junge Menschen in Lesotho beim Erwachsenwerden. Entstanden ist eine beeindruckende und 63 Minuten lange Dokumentation, die der deutschen Öffentlichkeit einen Einblick in eine fremde Kultur gewährt. „Coming of Age“ fand große Aufmerksamkeit beim Publikum der Berlinale 2015. (Quelle: Screenshot/ Coming of Age)

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Kanada-Filmfestival TIFF

Südafrikanischer Action-Thriller „iNUMBER NUMBER“ in Toronto als Favorit gehandelt

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 5. September 2013 beginnt das renommierte „Toronto International Film Festival (TIFF)„, welches in der internationalen Filmbranche zu den wichtigsten Branchenveranstaltungen gezählt wird. Regisseure, Produzenten und Schauspieler aus aller Welt schauen mit großem Interesse nach Toronto, um die weltweite künstlerische Arbeit zu begutachten. TIFF-Auszeichnungen werden von nordamerikanischen Journalisten gerne mit denen des Festivals von Cannes gleichgestellt. Die südafrikanische Produktion „iNUMBER NUMBER“ wird bereits als Favorit gehandelt.

© Auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) wird der südafrikanische Action-Thriller „iNUMBER NUMBER“ unter der Regie des Johannesburgers Donovan Marsh erstmals dem Publikum vorgeführt. Dieser Spielfilm zählt zu den Favoriten auf dem wichtigsten Filmfestival Kanadas.

© Auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) wird der südafrikanische Action-Thriller „iNUMBER NUMBER“ unter der Regie des Johannesburgers Donovan Marsh erstmals dem Publikum vorgeführt. Dieser Spielfilm zählt zu den Favoriten auf dem wichtigsten Filmfestival Kanadas.

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Berlinale 2013 – Filmkritik „Fynbos“

Depressives Verhalten in der Wohlfühloase. Der Zuschauer erhält einen Interpretationsauftrag

(2010sdafrika-Redaktion)

© Sequenz aus dem Film “Fynbos”. (Quelle: Berlinale/ a four letter word)

© Sequenz aus dem Film “Fynbos”. (Quelle: Berlinale/ a four letter word)

Offizielle Handlung:

Meryl, eine verheiratete weiße Frau wirft in einem südafrikanischen Township ihre offizielle Identität in den Mülleimer – und gibt damit das erste große Rätsel dieses Films auf. Ihr Mann Richard ist Immobilienhändler, auf der verzweifelten Suche nach Käufern für ein Traumhaus.

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Südafrika auf der Berlinale 2013

Zwischen Zwangsehe und Paranoia: Johannesburger Regisseure greifen soziale Missstände auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Es ist wieder soweit, wenn Filme aus aller Welt bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin gezeigt werden. Auf der 63. Berlinale ist das Land Südafrika mit drei Produktionen vertreten: Elelwani (Sektion Forum), Fynbos (Sektion Forum) und Layla Fourie (Sektion Wettbewerb). Im letzten Jahr lief mit Man on Ground lediglich ein einziger Film vom Kap.

© Auf der Berlinale 2013 ist das Land Südafrika mit drei Produktionen vertreten: Elelwani vom Regisseur Ntshavheni Wa Luruli (Sektion Forum), Fynbos von Harry Patramanis (Sektion Forum) und Layla Fourie von Pia Marais (Sektion Wettbewerb).

© Auf der Berlinale 2013 ist das Land Südafrika mit drei Produktionen vertreten: „Elelwani“ vom Regisseur Ntshavheni Wa Luruli (Sektion Forum), „Fynbos“ von Harry Patramanis (Sektion Forum) und „Layla Fourie“ von Pia Marais (Sektion Wettbewerb).

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Afrikanisches Kino

Gangsterfilm „Viva Riva“ schockt und fasziniert zugleich: „Geld ist wie Gift. Es bringt dich um.“

(Autoren: Doreen S., Ghassan Abid)

Seit März 2012 ist „Viva Riva“ nun auch in deutschen Kinos zu sehen. Ein Gangsterfilm aus einer multinationalen Produktion von 2010, an welchem auch Südafrikaner beteiligt sind. Er behandelt in narrativ-provokativer Weise und teilweise mit Klischees unterlegten Szenen die Geschichte von Riva (gespielt von Patsha Bay Mukuna), der den angolanischen Gangsterboss Cesar (Hoji Fortuna) um eine wertvolle Lkw-Ladung Benzin beraubt hat. In Kinshasa, der Hauptstadt der DR Kongo, begibt sich Riva auf die Suche nach einer gewinnbringenden Absatzmöglichkeit für das Benzin und entdeckt gleichzeitig im Nachtleben dieser Metropole seine große Liebe in Form der rothaarigen Nora (Manie Malone). Sie ist die unglückliche Frau eines Gangsters, die allein des Geldes wegen bei ihm geblieben ist. Riva packt die Schönheit Noras und beide erkennen, dass nichts so bleiben wird wie bisher und beide in große Gefahr sind.

© Die Rolle "Nora" im Film Viva Riva wird durch die in Frankreich lebende Newcomerin Manie Malone gespielt.

© Die Rolle „Nora“ im Film Viva Riva wird durch die in Frankreich lebende Newcomerin Manie Malone gespielt.

Macht, Geld und Sex werden in Viva Riva bewusst ins Zentrum des Spielfilms gerückt. An intensiven Sex- und Gewaltszenen mangelt es nicht. Drehbuchautor und Regisseur Djo Tunda wa Munga spricht mit soziokritischer Absicht die bestehenden Verhältnisse Kinshasa´s und wohl damit auch die anderer Städte Afrikas an. Willkür durch Staatsbedienstete, Bürgerkrieg, Diskriminierung von Homosexuellen, Gewalt, zerrüttete Familienstrukturen, Armut, Geldgier, Fremdenhass und der schnelle Sex werden in rascher Abfolge thematisiert und ermöglichen den Zuschauern einen Einblick in eine Welt, die für Europäer äußerst fremd erscheint. Untermalt wird der Film mit lebendiger kongolesischer Musik, vor allem die der skurrilen Band CongopunQ und unter gleichzeitiger Verwendung beeindruckender Bilder zwischen Perspektivlosigkeit und Hoffnung.

Trailer zu Viva Riva

Viva Riva ist ein hochwertig produzierter Film, der die bisherigen afrikanischen Filme größtenteils in den Hintergrund rücken wird. TAZ-Redakteur Lukas Förster bezeichnet den Film als „dynamischen Thriller„.  Seine Weltpremiere feierte Viva Riva 2010 auf dem Filmfestival in Toronto. Auch auf der Berlinale wurde dieser vorgeführt. In den südafrikanischen Kinos fiel der Film auf viel Zustimmung durch Presse und Publikum; teilweise ist dieser auf gleicher Höhe mit südafrikanischen Topfilmen wie District 9 gestellt worden. Im Juni 2010 gewann Viva Riva den MTV Award in der Kategorie bester afrikanischer Film. Ein absolut sehenswerter Spielfilm!

2010sdafrika-Artikel zur Südafrika-Doku „Gangster Project“:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2011/10/03/bonteheuwel-toten-oder-getotet-werden/