Schlagwort-Archive: Betäubungsmittel

Kiffen ist in Südafrika erlaubt

Verfassungsgericht legalisiert in Urteil den Anbau und Konsum von Cannabis im privaten Raum

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Verfassungsgericht hat am 18. September 2018 in einem aufsehenerregenden Urteil den Anbau und Konsum von Cannabis legalisiert. Jeder Bürger darf in privaten Örtlichkeiten das Rauschmittel zu sich nehmen. Allerdings bleibt der Konsum des Betäubungsmittels im öffentlichen Raum weiterhin verboten. Cannabis-Befürworter feierten die Grundsatzentscheidung mit dem Kiffen der Pflanze vor dem Johannesburger Gerichtsgebäude.

© Südafrikas Verfassungsgericht hat in einem Urteil die Legalisierung von Cannabis beschlossen. Demnach ist der Anbau und Konsum des umstrittenen Betäubungsmittels im privaten Raum erlaubt. Der Gesetzgeber müsse die Entscheidung nun im Gesetz verankern. (Quelle: flickr/ Heath Alseike)

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Pakt zwischen Rockern und Araber-Clan

Bushido, Abou-Chaker-Clan und Hells Angels schließen Bündnis mit weitreichenden Folgen für Unterwelt

(2010sdafrika-Redaktion)

Spätestens seit der Veröffentlichung des Videos zum Song „Mitten in der Nacht“, in welchem unter anderem der mittlerweile angeklagte Berliner Hells Angels-Boss Kadir Padir und dessen untergetauchter Stellvertreter Ibrahim K. zu sehen sind, spekulieren Kripo und Medien über eine Verbindung zwischen Bushido und den Rockern. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hat nun einen anonymen Hinweis erhalten, wonach in der Unterwelt ein weitreichendes Bündnis entstanden ist. Ein Insider bestätigt dies.

SpreePiX Media

© Anis Mohamed Youssef Ferchichi, besser bekannt unter dem Künstlernamen Bushido, steht erneut im Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Erkenntnissen der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ unterhalten Bushido, der Abou-Chaker-Clan und die Hells Angels einen Pakt. (Quelle: flickr/ SpreePiX Media)

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Cannabis-Legalisierung in Südafrika gefordert

Parlamentarier Mario Oriani-Ambrosini reicht Gesetzentwurf zur medizinischen Behandlung ein

(Autor: Ghassan Abid)

Mario Oriani-Ambrosini sitzt für die Inkatha Freedom Party im südafrikanischen Parlament. Der Jurist wird von seinen Kollegen – fraktionsübergreifend – geschätzt. In letzter Zeit war vom Oppositionspolitiker wenig zu hören, da dieser an Lungenkrebs erkrankte. Er wird nur noch wenige Monate zu leben haben. Umso entschlossener ist er nun, zum wohl letzten Mal eine politische Intiative zu starten. Er fordert die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Die Regierung zeigt sich interessiert.

© Der an Lungenkrebs erkrankte Abgeordnete Mario Oriani-Ambrosini hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen und ökonomischen Zwecken fordert. Bislang dürfen südafrikanische Ärzte Cannabis nicht verschreiben. In Deutschland hingegen ist die Hanfpflanze für medizinische Zwecke bereits zugelassen. (Quelle: flickr/ Manuel Martín Vicente)

© Der an Lungenkrebs erkrankte Abgeordnete Mario Oriani-Ambrosini hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen und ökonomischen Zwecken fordert. Bislang dürfen südafrikanische Ärzte Cannabis nicht verschreiben. In Deutschland hingegen ist die Hanfpflanze für medizinische Zwecke bereits zugelassen. (Quelle: flickr/ Manuel Martín Vicente)

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Südafrika als Transitland für Drogenhandel

Internationaler Schmuggel mit Heroin und Kokain am Kap nimmt zu. BND verweigert Stellungnahme

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Jahr 2011 starben rund 1.000 Menschen in Deutschland am Drogenkonsum, meist an einer Überdosis von Heroin. Die meisten Drogentoten waren Männer ab dem 30. Lebensjahr. Die Strafverfolgungsbehörden versuchen seit Jahren die Betäubungsmittelkriminalität zu bekämpfen, allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Von einigen Medien ist die Drogenpolitik der Bundesregierung bereits für gescheitert erklärt worden. Der internationale Drogenhandel, die für die Akteure eine sehr lukrative Einnahmequelle darstellt, ist kaum zu bremsen. Dem Land Südafrika kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.

© Südafrika hat sich in der jüngsten Zeit zum beliebten Transitland für den internationalen Drogenhandel etabliert. Heroin und Kokain gelangen vom Kap aus nach Europa, unter anderem nach Deutschland. (Quelle: Zoll Online)

© Südafrika hat sich in der jüngsten Zeit zum beliebten Transitland für den internationalen Drogenhandel etabliert. Heroin und Kokain gelangen vom Kap aus nach Europa, unter anderem nach Deutschland. (Quelle: Zoll Online)

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Hells Angels Südafrikas im Visier des FBI

Exklusiv: Johannesburger Rocker am US-Drogenhandel beteiligt. Ein geschasster Höllenengel packte aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Um die Jahrhundertwende herum ereignete sich ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte der Hells Angels. Johannesburger Rocker waren am internationalen Drogenhandel unter der Federführung US-amerikanischer „Brüder“ umfangreich beteiligt. Ihr Einfluss war so groß, dass die zuständige Arizona Police die US-Bundespolizei FBI einschalten musste. Gesucht wurden zwei Südafrikaner, die Drogen vom Kap aus in die USA exportierten. Mittlerweile wird der US-Drogenhandel von Mexiko und Lateinamerika aus abgewickelt. Und die Johannesburger Rocker sind längst nicht mehr im US-Drogengeschäft involviert. Einer wurde bereits erschossen.

© Die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" ist auf das amerikanisch-südafrikanische Drogengeschäft und auf die inneren Strukturen der Hells Angels aufmerksam gemacht geworden. Die Johannesburger Rocker Michael Hall und Peter Conway nahmen bei den Höllenengeln in Südafrika eine Schlüsselrolle ein. Sogar die Zentrale der US-Bundespolizei FBI in Washington D.C. [im Bild] musste ermitteln, um den starken Einfluss der Hells Angels einzudämmen. (Quelle: FBI)

© Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist auf das amerikanisch-südafrikanische Drogengeschäft und auf die inneren Strukturen der Hells Angels aufmerksam gemacht geworden. Die Johannesburger Rocker Michael Hall und Peter Conway nahmen bei den Höllenengeln in Südafrika eine Schlüsselrolle ein. Sogar die Zentrale der US-Bundespolizei FBI in Washington D.C. [im Bild] musste ermitteln, um den starken Einfluss der Hells Angels einzudämmen. (Quelle: FBI)

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Südafrika-Ermittlungen des Bundeskriminalamtes

Im Interview mit BKA-Vizepräsident Jürgen Maurer: NSU-Terror, Rockerkriminalität & Schmuggel

(Autor: Ghassan Abid)

© Jürgen Maurer, Vizepräsident beim Bundeskriminalamt (BKA). Von 2002 bis 2005 leitete er die Abteilung Polizeilicher Staatsschutz und von 2005 bis 2010die Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität. Am 01.02.2010 ist der studierte Diplom-Betriebswirt und Diplom-Soziologe zum Vizepräsidenten berufen worden. (Quelle: BKA)

© Jürgen Maurer, Vizepräsident beim Bundeskriminalamt (BKA). Von 2002 bis 2005 leitete er die „Abteilung Polizeilicher Staatsschutz“ und von 2005 bis 2010 die „Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität“. Am 01.02.2010 ist der studierte Diplom-Betriebswirt und Diplom-Soziologe zum Vizepräsidenten berufen worden. (Quelle: BKA)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Jürgen Maurer, Vizepräsident beim Bundeskriminalamt (BKA). Zuallererst vielen Dank, dass Sie dem Interview die notwendige Zeit einräumen können.

Die Entwicklungen um den NSU verdeutlichen die kommunikativen Defizite zwischen den Sicherheitsbehörden. Inwiefern wird das BKA innerorganisatorische Veränderungen in Erwägung ziehen?

Antwort: Die Taten des „Nationalsozialistischen Untergrundes“, kurz NSU, sind zunächst deshalb so unfassbar, Weiterlesen