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FNB-Bank entzürnt ANC

Werbekampagne provoziert Regierung und Partei. Zuschauer reagieren mit Unverständnis auf ANC

(2010sdafrika-Redaktion)

In Südafrika erhitzen sich die Gemüter manchmal schneller als sonst wo auf der Welt. Eine am 17. Januar 2013 gestartete Werbekampagne der First National Bank (FNB) unter dem Titel „You Can Help“, bringt die Hoffnung und Kritik mehrerer Schüler der Naledi-Oberschule in Soweto zum Ausdruck. Allerdings kam es nun anders als geplant.

© Die First National Bank (FNB), eine der größten Banken Südafrikas im Privatbesitz, hat am 17. Januar 2013 die Werbekampagne „You Can Help“ gestartet, in der Schulkinder aus Soweto ihren Unmut über die Politik im Lande zum Ausdruck bringen. Die ANC-Regierungspartei und das Präsidialamt kritisierten die Bank in scharfer Form. (Quelle: flickr/ Shine 2010 - 2010 World Cup good news)

© Die First National Bank (FNB), eine der größten Banken Südafrikas im Privatbesitz, hat am 17. Januar 2013 die Werbekampagne „You Can Help“ gestartet, in der Schulkinder aus Soweto ihren Unmut über die Politik im Lande zum Ausdruck bringen. Die ANC-Regierungspartei und das Präsidialamt kritisierten die Bank in scharfer Form. (Quelle: flickr/ Shine 2010 – 2010 World Cup good news)

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Exklusiv-Interview mit Bundestagsvize Thierse

Wenn Beweise zum deutschen Rechtsextremismus in Südafrika vorliegen, muss gehandelt werden

(Autoren: Ghassan Abid, Ranem, 2010sdafrika-Redaktion)

    © Wolfgang Thierse. Der SPD-Politiker war von 1998 bis 2005 Präsident des Deutschen Bundestages. Seit 2005 ist er Vizepräsident des höchsten legislativen Verfassungsorgans. Er gilt als einer der aktivisten Politiker, die sich in aller Schärfe gegen Rechtsextremismus positionieren und gleichzeitig regelmäßig an Protestveranstaltungen - unter anderem an Blockadeaktionen - teilnehmen. Gegenüber "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" hält Thierse fest: "... Wenn es Beweise gibt, dass deutsche Rechtsradikale auch in Südafrika aktiv sind, sollten der deutsche und südafrikanische Innenminister zusammenkommen und Maßnahmen besprechen, wie dieser internationale Rechtsextremismus auch von beiden Ländern gemeinsam bekämpft werden kann."

© Wolfgang Thierse. Der SPD-Politiker war von 1998 bis 2005 Präsident des Deutschen Bundestages. Seit 2005 ist er Vizepräsident des höchsten legislativen Verfassungsorgans. Er gilt als einer der aktivisten Politiker, die sich in aller Schärfe gegen Rechtsextremismus positionieren und gleichzeitig regelmäßig an Protestveranstaltungen – unter anderem an Blockadeaktionen – teilnehmen. Gegenüber „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hält Thierse fest: „Wenn es Beweise gibt, dass deutsche Rechtsradikale auch in Südafrika aktiv sind, sollten der deutsche und südafrikanische Innenminister zusammenkommen und Maßnahmen besprechen, wie dieser internationale Rechtsextremismus auch von beiden Ländern gemeinsam bekämpft werden kann.“

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf ‚“SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident.

Sie engagieren sich gegen den Rechtsextremismus, welcher ein riesen Problem darstellt, insbesondere im Hinblick auf deutsch-südafrikanische Aktivitäten. Es gab jetzt Recherchen einer niederländischen Reporterin, dass auch NPD-Publizisten und -Funktionäre vom Kap aus aktiv sind. Wie sollte das Bundesinnenministerium auf diese Gefahr von Rechts reagieren?

Antwort: Also das auch die Rechtsextremisten international vernetzt sind, ist nicht neu. Es ist auch nicht ganz neu, dass es nicht nur für europäische Länder gilt. Aber da müssen, wenn es Beweise gibt, dass deutsche Rechtsradikale auch in Südafrika aktiv sind, sollten der deutsche und südafrikanische Innenminister zusammenkommen und Maßnahmen besprechen, wie dieser internationale Rechtsextremismus auch von beiden Ländern gemeinsam bekämpft werden kann. Weiterlesen