Schlagwort-Archive: Bischof

Kirchen mobilisieren gegen Jacob Zuma

Verhältnis zwischen ANC und Kirchen zerrüttet, da Würdenträger politischen Einfluss ausüben

(2010sdafrika-Redaktion)

Schon seit Monaten mobilisieren die südafrikanische Kirchen gegen Staatspräsident Jacob Zuma. Mal forderten die Kirchenvertreter ganz öffentlich den Rücktritt des von zahlreichen Skandalen geplagten ANC-Politikers, über den seit längerer Zeit in internationalen Medien weitgehend negativ berichtet wird. Mal ermutigten die Würdenträger die 400 Parlamentsabgeordneten beim Misstrauensvotum vom 8. August 2017 ganz bewusst gegen Zuma zu stimmen. Insofern gilt das Verhältnis zwischen dem ANC und den kirchlichen Dachorganisationen im Land als zerrüttet.

© Das Verhältnis zwischen dem ANC und den südafrikanischen Kirchen gilt als zerrüttet. Denn mehrere Kirchenvertreter haben sich wiederholt für eine Absetzung Jacob Zumas als Staatspräsidenten ausgesprochen. Ihre Mobilmachung stößt beim ANC auf Unmut, da die Kirchen polischen Einfluss auf die Entscheidungsträger nehmen. (Quelle: SACC)

Weiterlesen

Pfarrer Kerkhoff zu sechs Jahren Haft verurteilt

Landgericht Krefeld verurteilt Kinderschänder aus Willich. Taten in Südafrika bleiben ungesühnt

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 6. Februar hat die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld einen Pfarrer des Bistums Aachen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass Georg Kerkhoff in insgesamt 25 Fällen des Kindesmissbrauchs schuldig ist, darunter in vier Fällen von schwerem sexuellen Missbrauch. Seine Opfer, zwei Brüder, waren damals elf und acht Jahre alt. Rund fünf Jahre lang nutzte er das Vertrauen der Eltern aus, um sich an den Schutzbefohlenen aus Nordrhein-Westfalen zu vergehen.

Kelte 001

© Pfarrer Georg Kerkhoff ist für schuldig befunden worden, in 25 Fällen Kindesmissbrauch begangen zu haben. Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld veurteilte den Kinderschänder zu sechs Jahren Haft. Allerdings bleiben seine mutmaßlichen Straftaten in Südafrika ungesühnt. Noch kann der 56-Jährige die Revision beim Bundesgerichtshof einlegen. (Symbolbild, Quelle: flickr/ Kelte 001)

Weiterlesen

Pfarrer Kerkhoff und das Versagen der Kirche

Landgericht Krefeld verhandelt ab 9. Januar Kindesmissbrauchsfall gegen 56-jährigen Geistlichen

(2010sdafrika-Redaktion)

Georg Kerkhoff ist ein schlanker Mann, 56 Jahre alt, trägt eine Brille und ist stets am lächeln. Der Pfarrer des Bistums Aachen muss sich ab dem 9. Januar 2015 vor der 2. Großen Strafkammer am Landgericht Krefeld dafür verantworten, in 26 Fällen Kinder missbraucht zu haben. Vom einstigen Lächeln dürfte nicht mehr viel übrig geblieben sein. Diese Angelegenheit belegt das grundsätzliche Versagen der katholischen Kirche, Missbrauchsvorwürfen in den eigenen Reihen entschlossen nachzugehen. Denn Konsequenzen blieben aus.

trier51

© Über Jahre hinweg ignorierte das Bistum Aachen das auffällige Verhalten eines ihrer Pfarrer. Georg Kerkhoffs merkwürdiger Umgang mit Kindern blieb ohne Konsequenzen. Stattdessen ist er nach Südafrika versetzt worden. Auch dort fiel der Pfarrer auf. Im Januar 2015 wird gegen den Geistlichen in 26 Missbrauchsfällen am Landgericht Krefeld verhandelt. (Quelle: flickr/ trier51)

Weiterlesen

In eigener Sache: Dickes Dankeschön!

„SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ weiterhin auf Wachstumskurs. Innovationen auch in 2014 geplant

    © Das Online-Medium "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" gönnt sich bis zum Jahresende eine redaktionelle Pause. Am Neujahrstag 2014 geht die journalistische Arbeit weiter. Wir bedanken uns bei den Leserinnen und Lesern für die Treue. Euch wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (Quelle: Felix Montino)

© Das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ gönnt sich bis zum Jahresende eine redaktionelle Pause. Am Neujahrstag 2014 geht die journalistische Arbeit weiter. Wir bedanken uns bei den Leserinnen und Lesern für die Treue. Euch wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (Quelle: Felix Montino)

Liebe Leserschaft,

erneut neigt sich ein Jahr dem Ende zu. So manch einer fragt sich – berechtigt wie ich finde – wie schnell die Zeit wieder vergangen ist. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hat ein spannendes Jahr 2013 hinter sich. Nicht nur inhaltlich konnte dieses Online-Medium mit hintergründigen Berichterstattungen zu den Hells Angels, zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst, zur Nkandla-Affäre und zum Tod von Nelson Mandela eine breite Öffentlichkeit ansprechen. Auch organisatorisch traten erhebliche Veränderungen ein.

Weiterlesen

„Tebartz-van Elst ist auf den SPIEGEL reingefallen“

Im Interview mit Paul Badde, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“

(Autor: Ghassan Abid)

© Paul Badde ist Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Er interviewte kürzlich den Limburger Bischof Tebartz-van Elst exklusiv in Rom. Der renommierte Redakteur mit Fokus auf die katholische Kirche übt scharfe Kritik an die deutsche Presse für die Berichterstattung über das Bistum Limburg und speziell an den SPIEGEL-Redakteur Peter Wensierski. Zudem hält Badde fest, dass Tebartz-van Elst zum Selbstmord aufgefordert worden ist.

© Paul Badde ist Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Er interviewte kürzlich den Limburger Bischof Tebartz-van Elst exklusiv in Rom. Der renommierte Redakteur mit Fokus auf die katholische Kirche übt scharfe Kritik an die deutsche Presse für die Berichterstattung über das Bistum Limburg und speziell an den SPIEGEL-Redakteur Peter Wensierski. Zudem hält Badde fest, dass Tebartz-van Elst zum Selbstmord aufgefordert worden ist.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Paul Badde – Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Sie zählen unumstritten zu den bekanntesten deutschen Redakteuren mit Fokus auf die katholische Kirche. Wofür steht die heutige Kirche in Deutschland?

Antwort: Auch in Deutschland ist die katholische Kirche eine „römisch-katholische Kirche“. Das heißt, sie ist angebunden an die zwölf Apostel, von denen mindestens fünf ihr Grab in Rom gefunden haben – außer den „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus – auch noch Bartholomäus, Judas Thaddäus und Simon.

Weiterlesen

„Nicht nur Tebartz-van Elst bräuchte eine Auszeit“

Im Interview mit Bischof Michael Wüstenberg des südafrikanischen Bistums Aliwal

(Autor: Ghassan Abid)

© Michael Wüstenberg ist Bischof des südafrikanischen Bistums Aliwal. In der Hansestadt Hamburg ist er aufgewachsen. Später unterhielt er Kontakte nach Burkina Faso in Westafrika. In Südafrika engagiert er sich heute in vielfältiger Hinsicht in einer "Kirche der Armen unter den Armen". Die Berichterstattung zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst hält er für wichtig und richtig, sofern Respekt und Menschenwürde geachtet werden. Zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst wurde der Bischof durch das Online-Medium "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" auf die Probleme aufmerksam gemacht.

© Michael Wüstenberg ist Bischof des südafrikanischen Bistums Aliwal. In der Hansestadt Hamburg ist er aufgewachsen. Später unterhielt er Kontakte nach Burkina Faso in Westafrika. In Südafrika engagiert er sich heute in vielfältiger Hinsicht in einer „Kirche der Armen unter den Armen“. Die Berichterstattung zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst hält er für wichtig und richtig, sofern Respekt und Menschenwürde geachtet werden. Zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst wurde der Bischof durch das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ auf die Probleme aufmerksam gemacht.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Michael Wüstenberg, deutscher Bischof in Südafrika. Sie sind in Hamburg aufgewachsen und seit 1992 in Südafrika tätig. Wie kam es dazu, dass es Sie ans Kap verschlagen hatte?

Antwort: Ich bin ja noch immer etwa 1000 km vom Kap weg, eben im Ost-Kap. Verschlagen hat es mich nicht. Ich wollte in Afrika mehr über Inkulturation, aktive Beteiligung von Gemeindemitgliedern und Basisgemeinschaften lernen. Das hatte mich in Begegnungen mit Gemeinden vor allem in Burkina Faso fasziniert. Wenn etwas mich verschlagen hat, dann meine Unkenntnisse in Französisch. Ansonsten wäre Westafrika auch eine Wahl gewesen.

Weiterlesen

Interview mit Kirchenrechtler Thomas Schüller

„Ihre Erkenntnisse zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst sorgten für Aufsehen“

(Autor: Ghassan Abid)

© Thomas Schüller ist Professor für Kirchenrecht an der Universität Münster und kennt den Limburger Bischof Tebartz-van Elst persönlich. Die eigenen redaktionellen Erkenntnisse zum Südafrika-Aufenthalt des Bischofs schockierten den ehemaligen persönlichen Referenten des Limburger Bischofs Franz Kamphaus. (Quelle: Universität Münster)

© Thomas Schüller ist Professor für Kirchenrecht an der Universität Münster und kennt den Limburger Bischof Tebartz-van Elst persönlich. Die eigenen redaktionellen Erkenntnisse zum Südafrika-Aufenthalt des Bischofs schockierten den ehemaligen persönlichen Referenten des Limburger Bischofs Franz Kamphaus. (Quelle: Universität Münster)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Thomas Schüller, Professor für Kirchenrecht an der Universität Münster und ehemaliger persönlicher Referent des ehemaligen Limburger Bischofs Franz Kamphaus. Haben Sie zuallererst vielen Dank für das Interview! Inwieweit haben Sie den aktuellen Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst persönlich kennengelernt?

Antwort: Von 2008 bis Anfang 2009 habe ich Bischof Tebartz-van Elst als Leiter der Abteilung Kirchliches Recht im Bischöflichen Ordinariat Limburg kennengelernt.

Weiterlesen