Schlagwort-Archive: Blogger

Ermittlungen gegen ‘Netzpolitik.org’ eingestellt

‘SÜDAFRIKA – Land der Kontraste’ beglückwünscht Blogger-Kollegen. Pressefreiheit bleibt ein hohes Gut

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen Markus Beckedahl und Andre Meister von ‘Netzpolitik.org‘ wegen Landesverrats wurden am Morgen des heutigen Montags mit sofortiger Wirkung eingestellt, nachdem zahlreiche Medien und Blogs ihre Solidarität mit dem Blog erklärten. Die Redaktion von ‘SÜDAFRIKA – Land der Kontraste’ beglückwünscht das Team von ‘Netzpolitik.org’. Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und muss jederzeit verteidigt werden. Nicht ohne Grund stufte Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, den ‘kritischen Journalismus als Verfassungsauftrag’ ein – so Chefredakteur Ghassan Abid.

Ars Electronica

© Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen Markus Beckedahl [im Bild] und Andre Meister von ‘Netzpolitik.org‘ wegen Landesverrats wurden eingestellt, nachdem zahlreiche Medien und Blogs ihre Solidarität mit dem Blog erklärten. Die Redaktion von ‘SÜDAFRIKA – Land der Kontraste’ beglückwünscht das Team von ‘Netzpolitik.org’. (Quelle: flickr/ Ars Electronica)

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Solidarität mit ‚Netzpolitik.org‘

‚SÜDAFRIKA – Land der Kontraste‘ fordert Einstellung der Ermittlungen gegen Blog. Pressefreiheit schützen

(2010sdafrika-Redaktion)

Gegen Markus Beckedahl und Andre Meister von ‚Netzpolitik.org‚ wird seitens der Bundesanwaltschaft wegen Landesverrats ermittelt, nachdem interne Papiere des Bundesamts für Verfassungsschutz auf dem Blog veröffentlicht wurden. Die Redaktion von ‚SÜDAFRIKA – Land der Kontraste‘ erklärt ihre Solidarität mit ‚Netzpolitik.org‘ und ruft die Bundesanwaltschaft dazu auf, die Ermittlungen nicht nur vorerst ruhen zu lassen, sondern diese endgültig einzustellen. Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und muss verteidigt werden.

Netzpolitik

© Die Redaktion von ‚SÜDAFRIKA – Land der Kontraste‘ erklärt ihre Solidarität mit ‚Netzpolitik.org‘ und ruft die Bundesanwaltschaft dazu auf, die Ermittlungen gegen das Berliner Bloggerteam endgültig einzustellen.

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Untersuchungsergebnis zum Artillerieschießen

Exklusiv: Fregatte „Hessen“ beschoss fünf Mal südafrikanisches Fischerboot – aus Verwechslung

(2010sdafrika-Redaktion)

Als der Militärexperte und Betreiber des Blogs „Augen geradeaus!“, Thomas Wiegold, am 27. März 2015 den Beschuss eines südafrikanischen Fischerboots durch ein Kriegsschiff der Bundeswehr meldete, griffen auch große Medienhäuser wie der SPIEGEL den beispiellosen Zwischenfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte auf. Daraufhin kündigte die Marine auf Anordnung des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, eine Untersuchung an. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ konnte die Ergebnisse vorab in Erfahrung bringen. Demnach gehen die Ermittler der Bundeswehr von einer unglücklichen Verwechslung aus.

Bundeswehr/Ann-Katrin Winges

© Die Mehrzweckfregatte „Hessen“ ist mit bordgestützten Hubschraubern für die Geleit- und Gebietssicherung sowie mit Flugabwehr bestückt. Im März 2015 befand sich das Schiff der Sachsen-Klasse beim Manöver „Good Hope VI“. Dem Untersuchungsbericht der Bundesmarine zufolge soll die Fregatte fünf Mal auf die zehnköpfige Besatzung des Fischerboots „Arctic“ geschossen haben – aus Verwechslung mit einer Drohne. (Quelle: flickr/ Bundeswehr/Ann-Katrin Winges)

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Theater für das Township Alexandra

Ntshieng Mokgoros Traum der Schauspielerei: Proben zwischen Bohnerwachs und Putzmitteln

(Autorin: Sine Thieme)

Alexandra, wie sich meine Leser vielleicht erinnern, ist der Ort vor dem ich strengstens gewarnt wurde. Wir waren vielleicht gerade eine Stunde auf südafrikanischem Boden gewesen, damals bei unserem Umzug aus den USA, und befanden uns auf der Fahrt vom Flughafen zu unserem neuen Haus im Norden Johannesburgs. G, der Fahrer meines Mannes, zeigte auf ein Ausfahrtschild. „Diese Abfahrt dürft ihr nie nehmen, wenn euch euer Leben lieb ist“, sagte er.

© Das Theaterstück "Paradise Lost", eine Produktion von Ntshieng Mokgoro, wird im Township Alexandra dargeboten. In einem Seifengeschäft proben die Schauspielerinnen. Es wird improvisiert und ausprobiert. (Quelle: Manuela Accarpio)

© Das Theaterstück „Paradise Lost“, eine Produktion von Ntshieng Mokgoro, wird im Township Alexandra dargeboten. In einem Seifengeschäft proben die Schauspielerinnen. Es wird improvisiert und ausprobiert. (Quelle: Manuela Accarpio)

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Minderheitenschutz in Südafrika

Wenn Lesben, Schwule, Trans- und Bisexuelle um ihr Leben fürchten müssen: „Corrective Rape“

(Autor: Ghassan Abid)

Die Gewalt gegen homo-, bi- und transsexuelle Südafrikaner – vor allem gegen Lesben – stellt im konservativen Südafrika eine immense Problematik dar. Regelmäßig ist von „corrective rape„, der korrigierenden Vergewaltigung, zu hören. Von Vorfällen mehrheitlich aus den Townships, wo lesbische Frauen von Männern der selben Gemeinschaft vergewaltigt werden. Auf diesem Wege soll die Lesbe „gesund gemacht“ oder „umgedreht“ werden. Tatsächlich jedoch bleiben eingeschüchterte, verängstigte und traumatisierte Opfer zurück. Keine Heilung ist eingetreten, sondern vielmehr eine nachhaltige seelische Schädigung mit möglicher HIV-Infektion.

Einige der Opfer geben sich selbst die Schuld, die anderen hingegen kämpfen umso verbissener für die Wahrung ihrer eigenen sexuellen Identität. Wie viele Fälle von „corrective rape“ in Südafrika auftreten, ist unbekannt. Laut Angaben des britischen Al Jazeera-Journalisten Jonah Hull werden jedes Jahr rund 500 Lesben vergewaltigt und weitere 30 Opfer gezielt getötet.

© Millicent Gaika aus dem Township Gugulethu. Ihr Bild ging um die Welt. Aufgrund ihrer lesbischen Einstellung wurde sie brutal geschlagen und vergewaltigt. 2010 wurde sie von einem Mann und 2002 von gleich vier Männern zum brutalen Sex gezwungen. In beiden Fällen erzählten ihr die Täter die Absicht, sie "gesund machen" zu wollen. (Quelle: Facebook)

© Millicent Gaika aus dem Township Gugulethu. Ihr Bild ging um die Welt. Aufgrund ihrer lesbischen Einstellung wurde sie brutal geschlagen und vergewaltigt. 2010 wurde sie von einem Mann und 2002 von gleich vier Männern zum brutalen Sex gezwungen. In beiden Fällen erzählten ihr die Täter die Absicht, sie „gesund machen“ zu wollen. (Quelle: Facebook)

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Exklusiv-Story: Ein Minenarbeiter packt aus

„Es muss so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden“

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Akanyang Merementsi ist Minenarbeiter und Blogger aus der südafrikanischen Provinz North West. Er lebt in Rustenburg. Dem Ort, an welchem das “Massaker” gegen 34 Minenarbeiter begangen wurde. Er war bei den tragischen Ereignissen nicht dabei, kennt aber viele der Leute persönlich. Akanyang untermauert, dass die Arbeiter mehr Geld wollen. Hingegen fühlen sich viele Minenarbeiter nicht mehr durch die Minengewerkschaft NUM angemessen repräsentiert. Es wird vor Ort befürchtet, dass andere Minenarbeiter sich den Protesten in Marikana & Rustenburg anschließen könnten. Diese Solidaritätsbewegung befürwortete Julius Malema, der einstige ANC-Jugendliga-Präsident. Die unangenehme Situation der gegenwärtigen südafrikanischen Bergwerkindustrie erinnere an die 70/80er-Jahre. Einige Minenarbeiter sehen gar einen direkten Vergleich zwischem dem Marikana-Massaker 2012 und dem Sharpeville-Massaker von 1960. Akanyang beklagt, dass niemand die Verantwortung für die Geschehnisse tragen möchte. NUM und AMCU schieben sich gegenseitg die Schuld zu. Auch die Rolle der Polizei könne nicht abschließend bewertet werden. Offiziell hat die Polizeibehörde SAPS das Verhalten der Beamten als Selbstverteidigung deklariert. Die gegenwärtigen Untersuchungen – ausgehend von einer durch Präsident Zuma eingesetzten Kommission und die der polizeilichen Innenrevision „Independent Police Investigative Directorate (IPID)“ – werden den tragischen Vorfällen auf den Grund gehen. Mittlerweile streiken nicht nur die Minenarbeiter, sondern auch deren Ehefrauen und die Lokalgemeinschaften. Auf die Frage hin, ob er Vergeltungsangriffe der Minenarbeiter auf die Polizei befürchte, konnte Akanyang keine Einschätzung dessen abgeben. Der Interviewte betont, dass eine Lösung so schnell wie möglich her muss. Grundsätzliche Entlassungen des Bergbaukonzerns Lonmin würden die bestehende Situation nur verschlimmern. Der gegenwärtige Ruf des Managements lässt sich auf die reine Profitgier reduzieren; die hart arbeitenden Minenarbeiter finden umso weniger Beachtung. Minenarbeiter verdienen mit 4.000 Rand zu wenig, damit es zum Leben ausreicht. Dieser Verdienst soll jedoch nach dem Willen der Belegschaft auf 5.000 bis 12.000 Rand angehoben werden – also eine Verdreifachung. Dabei handelt sich um die Minenarbeiter in vielen Fällen um sogenannte „Rock Drill Operators“, also unter Tage hart ackernde Bohrer. Die Arbeit der in Rivalität zueinander stehenden Minengewerkschaften NUM und AMCU bezeichnet der Minenarbeiter als „chaotisch“. Mittlerweile verliert NUM zunehmend mehr Mitglieder an AMCU.

© Akanyang Merementsi ist ein Minenarbeiter aus Rustenburg, North West. Er erlebt die Entwicklungen im Bergbausektor Südafrikas jeden Tag aufs Neue. Er fordert eine schnellstmögliche Lösung des Problems. Vor allem die Entlohnung seiner Kollegen decke den Lebensunterhalt definitiv nicht.

© Akanyang Merementsi ist ein Minenarbeiter aus Rustenburg, North West. Er erlebt die Entwicklungen im Bergbausektor Südafrikas jeden Tag aufs Neue. Er fordert eine schnellstmögliche Lösung des Problems. Vor allem die Entlohnung seiner Kollegen decke den Lebensunterhalt definitiv nicht.

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on SÜDAFRIKA – Land der Kontraste – the German Gateway to South Africa – the Rustenburg miner Akanyang Merementsi. Dear Akanyang, as a miner you are following the current developments in your home province North West very closely. How could this escalation happen?

Answer: Workers want money and they might go to whatever extent at their exposal to go and get it. At least there were not any destruction to (public) properties by strikers.

The fact that they felt leaderless – after apparently abandoning NUM because it no longer cared about their needs – may have contributed to what we have since the strike started on Aug 10.

From media reports coming live that area as I am far from it – it is likely that this will take longer. There are fears that other mine workers around the area will join in in „solidarity“ as they were advised by expelled African National Congress Youth League President Julius Malema on 18 Aug.

But it is doubtful if they would given the many dead bodies they had witnessed themselves as a result. Some are also suggesting that what happened at Lonmin’s Marikana operations is like to be witnessed at other mining operations not only around the Rustenburg but country wide. But that remains to be seen.

© Einige Minenarbeiter waren mit Messern und anderen Waffen ausgestattet. Die Polizei beharrt bisweilen auf ihr Selbstverteidigungsrecht. (Quelle: Akanyang Merementsi)

© Einige Minenarbeiter waren mit Messern und anderen Waffen ausgestattet. Die Polizei beharrt bisweilen auf ihr Selbstverteidigungsrecht. (Quelle: Akanyang Merementsi)

2010sdafrika-editorial staff: Some media are talking about a state of “civil war”. Are you sharing this view?

Answer: Some have called it a „massacre“ while others have, as you suggest, seen it as a „civil war“ not only between mine workers and their employers.

It is an unpleasant situation that was apparently last seen in the 70s and 80s – one situation many have since likened to the Sharpeville Massacre in 1960.

2010sdafrika-editorial staff: Who bears the blame for the situation?

Answer: There are finger pointing at the moment and no one seems to take responsibility for what happened especially among the unions as to what led to the strike in the first place.

Majority union at Lonmin, NUM, blames its rival, AMCU and the later denies its involvement in having made the strikers even angrier.

As for the shooting on Thursday, the police are yet to admit their actions were wrong. This as National Police Commission has repeatedly defended the police services‘ shooting at the strikers, saying their (police) lives were in danger and therefore they had acted in self-defence.

On Friday President Jacob Zuma announced a commission of inquiry which will try and get to bottom of what actually had transpired during the shooting. The Independent Police Investigative Directorate (IPID) is also said to have announced its own investigation that „will seek to establish if the police action was proportional to the threat posed by the miners“.

2010sdafrika-editorial staff: What is the mood among the miners?

Answer: Media reports quote many miners saying they will continue to strike until their demands are met. Even their wives and local community women had joined in in solidarity, accusing the mine of not treating strikers like human beings. According to a Mail & Guardian Online report, the miners said they will regroup and have a meeting again on Aug 20.

© Die Frauen der Minenarbeiter haben sich den Protesten angeschlossen. Unterdessen sicherte die Regierung den Witwen und Halbwaisen umfassende Unterstützung zu. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

© Die Frauen der Minenarbeiter haben sich den Protesten angeschlossen. Unterdessen sicherte die Regierung den Witwen und Halbwaisen umfassende Unterstützung zu. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

2010sdafrika-editorial staff: Are you expecting revenge on the cops?

Answer: That is difficult to say. They may want to revenge because, say, their colleagues were killed for nothing except that they only wanted their wage demands met. So I can’t say with certainty as couldn’t the police whether the remaining miner workers would revenge their colleagues deaths or not.

2010sdafrika-editorial staff: Do the miners of Lonmin fearing now a wave of mass layoffs?

Answer: There haven’t been any reports that there will be lay-off yet. I think what is important now is that a solution must be found as soon as possible, and if there are lay-off plans, those will be discussed at a later stage but now when over 50 people have just been shot at, with over 75 being wounded.

Any suggestions of lay-off now will not only be miscalculated but that it might escalate the situation to more than what had been seen in the mining industry. That would also reinforce the perception that the Lonmin management does not want to give salary increases because they are only looking at their profits and own pockets and not the hard working miners‘.

2010sdafrika-editorial staff: What is a mine worker earning on average per month in South Africa?

Answer: It will be difficult to give an average of generally what mine workers earn. Remember just early this year the same category of workers had embarked on a strike at Impala demanding a take home of about R9000.00 because they claimed their take home of about R4000.00 was not enough. Now Lonmin’s Rock Drill Operators also reportedly want their take home to be increased from R4000 or R5000 to R12000.

Besides, you cannot get an average of how much miners earn because their categories of work are not the same.

2010sdafrika-editorial staff: Are wage demands by 200 percent really justified?

Answer: Only they (Lonmin strikers) can say whether that is justified or not.

Importantly, no Lonmin/Impala or any other platinum mining company would operate without Rock Drill Operators – especially when we talk of production.

2010sdafrika-editorial staff: How do you evaluate the work of trade unions NUM and AMCU?

Answer: Their status are in shambles.

NUM is gradually losing membership to AMCU and the latter seems to be dominating – but without the bargaining power at Lonmin – and gradually taking over the mining industry.

2010sdafrika-editorial staff: Thank you very much for this interview. Hope the mining sector in South Africa will get ASAP a sufficient solution on this crisis.

Johannesburg-Bloggerin Laurice Taitz im Interview

Eine Frau über ihr Engagement für ein „schönes Johannesburg“

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Johannesburg ist eine Stadt, die mit vielen negativen Begleiterscheinungen einer Metropole in Verbindung gebracht wird – Kriminalität, Rassismus, Verkehrschaos, Armutsviertel und Arbeitslosigkeit. Laurice Taitz hingegen bloggt nur Positives aus und zu Jo´burg. Sie liebt ihren Wohnort, den man aus verschiedenen Perspektiven her betrachten müsse. Arme und Reiche leben hier beinahe nebeneinander. Viele Gesellschaften sind in einer Gesellschaft integriert. Die einstige Goldgräberstadt hat sich zu einer riesigen Heimat von Millionen von Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion, Sozialschicht und Nationalität entwickelt. Die Innenstadt mit dem Constitution Hill, dem Verfassungsgerichtshof Südafrikas, bewertet die Bloggerin als schönsten Ort Johannesburgs. Ebenso faszinieren sie die seit hundert Jahren bestehende Public Library, die öffentlichen Kunstinstallationen, das künstlerisch-hippe Viertel Maboneng, die Shopping-Straßen unweit der Diagonal Street und das äthiopische Viertel im Osten der Stadt. „Die Stadt ist voller Gegensätze und Plätze, die es zu entdecken gilt“, sagt Laurice. Und dennoch bevorzugen Europäer eher Kapstadt aufzusuchen. Sie selber war bereits zweimal in Deutschland und auch in Berlin. Die deutsche Hauptstadt beneidet sie für ihre schöne Architektur. „Es ist ein Ort, welcher viele Lektionen für Südafrika bereithält“, hält sie abschließend fest.

© Johannesburg is offering a reams of public arts (Picture Source: www.todoinjoburg.co.za)

© Johannesburg is offering a reams of public arts (Picture Source: http://www.todoinjoburg.co.za)

© Laurice Taitz, Blogger from Johannesburg

© Laurice Taitz, Blogger from Johannesburg

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ – the German Gateway to South Africa – the in Johannesburg based blogger Laurice Taitz.

You started your blog „nothing to do in joburg besides…“, in which you present a cultural view on this megacity. What is Johannesburg standing for?

Answer: Johannesburg is a city on the move. It was founded on a gold rush and it remains true to that, a city that in parts flashes its wealth and that also hides a rich seam of gold. It can be a difficult place to get to know but for me it’s a vibrant urban African metropolis.

2010sdafrika-editorial staff: Which is from your point of view the most beautiful place in Johannesburg and for which reason?

Answer: The inner city is the most beautiful place because every time I am there I see that the huge efforts to revive it are showing results. Some of my favourite sites include: Constitution Hill, where the values of one of the most progressive constitutions in the world are brought to life each day; Johannesburg’s newly-renovated Public Library, a 100-year-old architectural masterpiece; the city’s growing collection of public art; the up-and-coming hip urban district of Maboneng; the maze of shopping streets of old Johannesburg around Diagonal street; the Ethiopian district on the east side of the city; and Braamfontein’s lively streetlife.

Diagonal Street on Google Street View

The city is full of contrasts, and places to explore. And while you didn’t ask, the second most beautiful place is Johannesburg’s suburbs in spring when the jacaranda trees are in bloom and this tree-lined city is full of purple blossoms.

© The Public Library in Johannesburg (Picture Source: www.todoinjoburg.co.za)

© The Public Library in Johannesburg (Picture Source: http://www.todoinjoburg.co.za)

2010sdafrika-editorial staff: You demonstrate on your blog mostly lovely sights of Johannesburg. Why aren´t you writing on difficult topics like crime, poverty, xenophobia or corruption?

Answer: While I focus on what I love about the city and what it has to offer I never shy away from dealing with its less comfortable aspects, as these are part of the city’s challenges. As a former political reporter I am also acutely aware of giving readers the full story. I just don’t dwell on it because I see enormously positive changes taking place.

© Johannesburg is the home of different cultures (Picture Source: www.todoinjoburg.co.za)

© Johannesburg is the home of different cultures (Picture Source: http://www.todoinjoburg.co.za)

2010sdafrika-editorial staff: Today, South Africa has developed a huge blogging scene. How would you evaluate the importance of blogs for the public opinion making process in South Africa?

Answer: I think that particularly the Joburg blogs that have emerged are helping to shape a new perception of the city for locals and foreigners. So many voices, filled with pride, in exploring a city, discovering its secrets and creating a sense of belonging from diverse perspectives.

2010sdafrika-editorial staff: Johannesburg is a big cosmopolitan city with many cultures and nationalities. Do you think that in Joburg is one society or rather several societies living side by side?

Answer: It depends where you stand. You can choose a pocket of the city and never see what’s beyond that corner but I think Joburg is many societies in one. A place where rich and poor live side by side, not always easily, and where people from all over Africa and the world congregate. The mix is what makes this city exciting.

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2010sdafrika-editorial staff: The most Germans and Europeans are preferring to live in Cape Town as in Johannesburg. How far could you understand this decision and which pros is Joburg providing?

Answer: I think people from Europe are easily seduced by Cape Town’s incredible beauty and promise of a cosmopolitan lifestyle. Who isn’t? But saying that, Joburg has a perceptible pulse all year round, and that makes it an exciting place to be with its mix of people, cultures, commerce and arts.

2010sdafrika-editorial staff: Which perception do you have from Germany and Germans?

Answer: I have visited Germany twice and each time been struck by a country that has rebuilt itself into a modern and dynamic society and that continues to deal with its past but is looking to its future. It is a place that has many lessons for South Africa. I also fell in love with Berlin’s incredible architecture and hope to visit again soon.

© A spirit mix of religion and arts in Jo´burg (Picture Source: www.todoinjoburg.co.za)

© A spirit mix of religion and arts in Jo´burg (Picture Source: http://www.todoinjoburg.co.za)

2010sdafrika-editorial staff: Laurice Taitz, blogger from Jo´burg, thank you very much for this urban interview!

2010sdafrika-Interview mit dem Architekten Luyanda Mpahlwa zur Johannesburger Städtekultur:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/05/16/johannesburg-im-architektur-boom/