Schlagwort-Archive: BMZ

Kenako-Afrika-Festival 2019

Größtes Afrika-Event Berlins lädt zum achten Mal Öffentlichkeit ein. Zehntausende Besucher erwartet

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Kenako-Afrika-Festival in Berlin feiert in diesem Jahr zum nun achten Mal sein Bestehen. Vom 3. bis 14. Juli 2019 wird es am Alexanderplatz neben Diskussionen sowie Vorträgen unter dem Motto „Afrika im globalen Kontext“ auch Musik aus den verschiedensten Genres geben. Ebenso ist für das leibliche Wohl gesorgt. Die Besucher erwartet ein spannendes Programm auf dem größten Afrika-Event in der Bundeshauptstadt, das unter der Co-Schirmherrschaft des Bundesentwicklungsministeriums steht.

© Das Kenako-Afrika-Festival lädt in diesem Jahr zum nun achten Mal die Öffentlichkeit ein, um ein differenziertes Bild von Afrika zu vermitteln. Podiumsdiskussionen, Vorträge und Musikauftritte runden das Event in Berlin ab. (Quelle: Kenako-Afrika-Festival)

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„Wir wollen in Afrikas Start-ups investieren“

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im Interview über „Pro! Afrika“, Innovation & Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

© Die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sprach mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über das hauseigene Afrikakonzept „Pro! Afrika“, die deutsche Förderung innovativer Projekte auf dem afrikanischen Kontinent und die Zusammenarbeit mit dem wirtschaftsstarken Partnerland Südafrika. (Quelle: Susie Knoll)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen ganz herzlich auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Brigitte Zypries, die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (BMWi). Im Mai 2017 hielten Sie sich in Südafrika auf, um das Afrikakonzept „Pro! Afrika“ zu präsentieren. Wie kam dieses hauseigene Konzept überhaupt zustande und welche Abteilungen waren in der Ausarbeitung involviert?

Antwort: Die Entwicklung in Afrika ist mir sehr wichtig. Meine erste Auslandsreise als Wirtschaftsministerin habe ich im Februar nach Kenia unternommen und in Nairobi den German African Business Summit der Subsahara-Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft eröffnet. Im Mai war ich nochmals in Südafrika, um beim World Economic Forum in Durban meine Initiative „Pro! Afrika“ vorzustellen. An der Ausarbeitung dieser Initiative war das ganze Haus beteiligt. Wichtig ist mir, dass wir von der früheren Entwicklungslogik wegkommen. Wir sollten die Welt nicht mehr in „Geber“ und „Nehmer“ einteilen, sondern brauchen eine Wirtschaftspartnerschaft zwischen Deutschland und Afrika. Davon profitieren beide Seiten. Afrika ist ein Kontinent mit großen Chancen, bei dem rasanten Bevölkerungswachstum braucht Subsahara-Afrika bis 2035 jährlich rund 18 Millionen neue Arbeitsplätze. Mit „Pro! Afrika“ wollen wir dabei unterstützen, Produktivität und Wertschöpfung vor Ort zu steigern.

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Kenako-Afrika-Festival 2016

Diskussionsforen, Musik, Filme und Workshops. Musikstar Nomfusi aus Südafrika kommt nach Berlin

(Autor: Ghassan Abid)

Zum nun fünften Mal findet das Kenako-Afrika-Festival auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Erneut wird es Live-Musik aus den unterschiedlichsten Winkeln Afrikas geben. Dazu können auf dem Marktplatz diverse Köstlichkeiten probiert und Traditionswaren wie Kleidungsstücker eingekauft werden. Podiumsdiskussionen, Workshops und Ausstellungen ergänzen das Festival um wertvolle Bildungsinhalte. Dazu wird es erstmalig ein Wirtschaftsforum geben. Vom 2. bis 12. Juni 2016 kann das größte Afrika-Festival Berlins kostenfrei besucht werden.

© Die südafrikanische Sängerin Nomfusi wird am 3. Juni 2016 im Rahmen des Kenako-Afrika-Festivals auf dem Berliner Alexanderplatz auftreten. Zum nun fünften Mal steht die Bundeshauptstadt unter dem Eindruck der Schönheit Afrikas. (Quelle: flickr/ José Carlos)

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Hitzige Debatten bei heißem Wetter

KENAKO Afrika Festival 2015 in Berlin lockte erneut zehntausende Gäste zu Musik, Tanz und Dialog an

(2010sdafrika-Redaktion)

Vom 11. bis 14. Juni 2015 fand zum nun 4. Mal das KENAKO Afrika Festival unter dem Motto „AFRICA BEYOND 2015!“ auf dem Berliner Alexanderplatz statt, veranstaltet vom Afrika Medien Zentrum unter der Leitung des Geschäftsführers Hervé Tcheumeleu. Bei sommerlichen Temperaturen wurde miteinander gelacht, diskutiert und gestritten. Verpflegung gab es bei den zahlreichen Imbissständen, die mit diversen Spezialitäten aus den unterschiedlichsten Winkeln Afrikas den Appetit anregten. Die Panels waren besonders gut gefüllt. Ferner zelebrieten etliche Diplomaten den Africa Day als Veranstaltung der afrikanischen Botschaften in der Bundesrepublik, der erstmals im Rahmen des größten Afrika-Festivals in Berlin begangen wurde. 

Kenako

© Vom 11. bis zum 14. Juni 2015 fand zum 4. Mal das KENAKO Afrika Festival auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Musik, Tanz und politische Dialoge standen dem Publikum unter sommerlichen Wetterbedingungen zur Verfügung. Auf dem Bild sind die Botschafter Afrikas in Deutschland, der Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin und das Team des KENAKO Afrika Festivals zu sehen. (Quelle: Simon Inou)

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“Jeder wird genug Wasser haben”

Südafrikas Ministerin für Wasserangelegenheiten ermahnt Bürger zu mehr Verantwortung

(2010sdafrika-Redaktion)

Am Kap gehen Wasserexperten davon aus, dass bis zum Jahr 2030 das bereits jetzt begrenzte Angebot an Trinkwasser um weitere 15 Prozent abnehmen wird. Stärkere Trockenheit, Bevölkerungszuwachs und Ausschöpfung der Wasserquellen sind immer wieder als Ursache zu lesen. Am vergangenen Mittwoch stellte die südafrikanische Ministerin für Wasserangelegenheiten Edna Molewa den 2. Bericht zur Nationalen Wasserressourcen-Strategie (NWRS2) vor. Sie versichert, dass „jeder genug Wasser haben wird“, sofern bestimmte Veränderungen eintreten.

© Edna Molewa, Südafrikas Ministerin für Wasserangelegenheiten, ermahnt die Bürger des Landes zu mehr Verantwortungsbewusstsein bei der Wassernutzung. Ihr Ministerium zielt auf eine stärkere Wassereffizienz ab. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Edna Molewa, Südafrikas Ministerin für Wasserangelegenheiten, ermahnt die Bürger des Landes zu mehr Verantwortungsbewusstsein bei der Wassernutzung. Ihr Ministerium zielt auf eine stärkere Wassereffizienz ab. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Luxusware Wasser

Der fade Beigeschmack in südafrikanischen Nestlé-Wasserflaschen

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Wasser ist das kostbarste natürliche Gut des Menschen, der Grundbaustein des Lebens und gleichzeitig eine Luxusware. Die flüssige chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff und Wasserstoff wird längst in Plastikflaschen abgefüllt und für die meisten Menschen in Südafrika für einen entsprechenden Preis zum Kauf angeboten. Viele können es sich nicht leisten. Etwa Bewohner der Townships. Und dies, obwohl Wasser längst von den Vereinten Nationen mit dem Sonderstatus „Menschenrecht“ versehen wurde. Einklagbar ist dieses Recht allerdings nicht. Ein Konzern steht besonders im öffentlichen Blickfeld.

© Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé unterhält in Südafrika 11 Standorte, darunter eine Wasserabfüllanlage in Doornkloof in der Provinz Gauteng. Die angebotenen Wasserflaschen können von der armen Bevölkerungsmehrheit nicht bezahlt werden, obwohl Wasser den Sonderstatus eines Menschenrechts zugesprochen bekommen hat. (Quelle: flickr/ Roving I)

© Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé unterhält in Südafrika 11 Standorte, darunter eine Wasserabfüllanlage in Doornkloof in der Provinz Gauteng. Die angebotenen Wasserflaschen können von der armen Bevölkerungsmehrheit nicht bezahlt werden, obwohl Wasser den Sonderstatus eines Menschenrechts zugesprochen bekommen hat. (Quelle: flickr/ Roving I)

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„Die Arbeit des BMZ in Südafrika zeigt Wirkung“

Im Interview mit Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Herrn Hans-Jürgen Beerfeltz.

Frauen in Südafrika sind besonders stark von sexueller Gewalt betroffen. Laut aktuellsten Angaben des „SA Institute of Race Relations (SAIRR)“ werden pro Jahr 2.500 Frauen getötet und über 200.000 Frauen attackiert. Hervorzuheben ist hierbei die Vergewaltigung der 17-jährigen Anene Booysens in Bredasdorp. Wie erklären Sie sich diese gesellschaftliche Stellung des weiblichen Geschlechts am Kap?

Antwort: Die erschreckende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Südafrika hat viele Ursachen: Traditionelle Geschlechterrollen gehören dazu, aber auch die Zerrissenheit der Gesellschaft durch die Apartheid wirkt heute noch nach. Viele Familien wurden durch das System der Wanderarbeit auseinander gerissen. Wo in den Arbeiterwohnheimen der Bergbaustädte nur Männer unter sich waren – und zum Teil heute immer noch sind – hat Gewalt immer weiter um sich gegriffen. Arbeitslosigkeit und Alkohol unter jungen Männern verstärken die Brutalisierung.

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