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In den Fängen deutscher Salafisten?

„Die wahre Religion“ veröffentlicht Video über Konvertierung eines Südafrikaners in Wuppertal

(Autor: Ghassan Abid)

Seit 2005 gibt es nun „Die wahre Religion (DWR)“, eine Organisation, die vom Salafisten Ibrahim Abou-Nagie geführt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Mit 11.000 Abonnenten und rund 2,7 Millionen Aufrufen betreibt diese Gruppierung einen der erfolgreichsten Islamisten-Kanäle auf YouTube. Vergeblich versuchte der damalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) im Juni 2012 DWR vereinsrechtlich verbieten zu lassen. Nun ist erstmals ein Südafrikaner bei den Salafisten zu sehen. Ihm droht die Radikalisierung.

Salafisten

© In einem am 7. September 2014 veröffentlichten Video der salafistischen Organisation „Die wahre Religion (DWR)“ ist ein Südafrikaner in Wuppertal zu sehen, der zum Islam konvertiert ist. Eine Radikalisierung des jungen Mannes ist, wie beim Berliner Ex-Rapper Dennis Cuspert alias Deso Dogg zu beobachten gewesen, jederzeit möglich. (Quelle: Screenshot/ DWR-Video)

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CSU und ihre Apartheid-Nächstenliebe

Die Geschichte des Dr. Ludwig Holger Pfahls und der umstrittene Rüstungsdeal mit den Rassisten

(2010sdafrika-Redaktion)

© Dr. Ludwig Holger Pfahls war Rüstungsstaatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung und Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Wegen mehrerer Straftaten tauchte der CSU-Politiker ab. Die ihm nachgesagte Südafrika-Flucht, der geheime U-Bootdeal mit dem Apartheidsregime und sein Südafrika-Mittelsmann Dieter Holzer verdeutlichen, wie eng die CSU mit den Rassentrennungsbefürwortern kooperierte. (Quelle: BKA)

© Dr. Ludwig Holger Pfahls war Rüstungsstaatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung und Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Wegen mehrerer Straftaten tauchte der CSU-Politiker ab. Die ihm nachgesagte Südafrika-Flucht, der geheime U-Bootdeal mit dem Apartheidsregime und sein Südafrika-Mittelsmann Dieter Holzer verdeutlichen, wie eng die CSU mit den Rassentrennungsbefürwortern kooperierte. (Quelle: BKA)

Es ist merkwürdig, dass bislang noch kein deutscher Produzent die Geschichte des Dr. Ludwig Holger Pfahls als filmreife Story für sich entdeckt hat. Dabei erweisen sich die Entwicklungen um den einflussreichen CSU-Politiker als absoluter Politthriller, der letztlich auf wahre Begebenheiten basiert. Kontakte zu einstigen Apartheidsvertretern und dubiose Geschäfte in Südafrika verschafften Pfahls einen zweifelhaften Ruf als Politiker. Gleichzeitig verdeutlicht die Pfahls-Sache, dass die außenwirtschaftspolitische Agenda der Bonner Republik nach wie vor kritisch reflektiert werden müsste.

Der mittlerweile wegen Bestechlichkeit, Vorteilsannahme, Steuerhinterziehung, Bankrotts und Betruges zu einer viereinhalb jährigen Haftstrafe verurteilte Pfahls war von 1985 bis 1987 Präsident des deutschen Inlandsnachrichtendienstes, dem Bundesamt für Verfassungsschutz. Dann wechselte er bis ins Jahr 1992 als Beamteter Staatssekretär ins Bundesministerium der Verteidigung. Im Ministerium übte er die Entscheidungshoheit und Kontrolle über Rüstungsangelegenheiten aus.

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