Schlagwort-Archive: Buren

#RhodesHasFallen

Mehr als nur ein „Kampf um Statuen“

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Die Statue des stoisch in die Ferne blickenden Cecil John Rhodes, die 81 Jahre lang auf dem Campus der Universität von Kapstadt (UCT) stand, ist fort. Am frühen Donnerstagabend (9. April), um 17:30 Uhr hob der Kran den Sitzenden vom Sockel. Am Abend zuvor hatte der 30-köpfige Universitätsrat der UCT einstimmig beschlossen, das heftig umstrittene Sinnbild des britischen Imperialismus zu beseitigen.

Michael Walker

© Ganze 81 Jahre lang stand die Statue zu Ehren des britischen Unternehmers und Kolonialisten Cecil John Rhodes auf dem Campus der University of Cape Town. Gestern wurde diese nach wochenlanger Debatte entfernt. Sie sei ein Sinnbild des britischen Imperialismus, so die Studierendenschaft. Kap-Kolumnist Detlev Reichel schildert die Hintergründe und Folgen dieses historischen Ereignisses. (Quelle: M. Walker)

Weiterlesen

Udo Jürgens ist tot

Udos Südafrika-Tournee zum Jahreswechsel 1970/71: Er suchte den Kontakt zu allen Ethnien

(2010sdafrika-Redaktion)

Udo Jürgens ist im Alter von 80 Jahren in der Schweiz gestorben. Die Musiklegende erlag am heutigen Adventssonntag den Folgen eines Herzversagens. Bei einem Spaziergang soll er zusammengebrochen sein. Der Österreicher, der sich mit Songs wie „Griechischer Wein“ oder „Merci Cherie“ in die Herzen vieler sang, plante im Februar und März 2015 die nächste Tour. Daraus wird nun nichts mehr. Jedoch bleibt seine Südafrika-Tournee zum Jahreswechsel 1970/71 unvergessen.

Alexander Brodeßer

© Udo Jürgens ist im Alter von 80 Jahren in der Schweiz gestorben. Udos Südafrika-Tournee zum Jahreswechsel 1970/71 bleibt unvergessen. Er suchte den Kontakt zu allen Ethnien. Daraufhin behielt die Polizei die Musiklegende im Blick. (Quelle: flickr/ Alexander Brodeßer)

Weiterlesen

In eigener Sache: Halbe Million Visits

„SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ weiterhin auf Wachstumskurs. Aufruf zur Teilnahme an DVD-Gewinnspiel

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hat kürzlich über 500.000 Visits verbuchen können. Somit ist dieses deutschsprachige Webangebot zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen das erfolgreichste seiner Art überhaupt. Exklusive Artikel, spannende Stories und informative Beiträge verhalfen uns zu diesem Erfolg. Die Redaktion bedankt sich bei der – durchaus anspruchsvollen – Leserschaft und verspricht, noch besser, noch schneller und noch interessanter zu werden!

    © Das Online-Medium "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" konnte die eigene Reichweite stetig ausbauen und immer mehr Medien auf sich aufmerksam machen, trotz enger finanzieller Spielräume. Gestern erreichte diese auf die deutsch-südafrikanischen Beziehungen orientierte Presse über eine halbe Million Visits.

© Das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ konnte die eigene Reichweite stetig ausbauen und immer mehr Medien auf sich aufmerksam machen, trotz enger finanzieller Spielräume. Gestern erreichte diese auf die deutsch-südafrikanischen Beziehungen orientierte Presse über eine halbe Million Visits.

Weiterlesen

Aus Pretoria soll Tshwane werden

Afrikaaner protestieren gegen Namensänderungsplan des ANC. 160.000 Personen sind dagegen

(2010sdafrika-Redaktion)

In der Metropolengemeinde von Tshwane leben rund drei Millionen Menschen. Zwanzig Prozent der Bewohner sind weiße Bürger. Innerhalb dieser Metropolengemeinde liegt Pretoria, die gleichzeitig auch die Hauptstadt von Südafrika ist. Die meist gesprochene Sprache in Pretoria ist Afrikaans und rund 53 Prozent aller Stadtbewohner sind weiß – ein Rekordwert am Kap. Nun regt sich Protest gegen die geplante Namensänderung von Pretoria in Tshwane. Der ANC will in diesem Jahr noch den Bruch mit der Vergangenheit realisieren.

© Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) erwägt in diesem Jahr noch, die Stadt Pretoria in Tshwane umzubenennen. Zu sehr sei der aktuelle Name mit der Apartheid belastet, so der Bürgermeister und ANC-Politiker Kgosientso Ramokgopa. Die Buren protestieren gegen dieses Vorhaben und drohen mit einer Klage.

© Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) erwägt in diesem Jahr noch die Stadt Pretoria in Tshwane umzubenennen. Zu sehr sei der aktuelle Name mit der Apartheid belastet, so der Bürgermeister und ANC-Politiker Kgosientso Ramokgopa. Die Buren protestieren gegen dieses Vorhaben und drohen mit einer Klage.

Weiterlesen

Filmkritik „Orania – Der Film“

Eine Afrikaaner-Gemeinschaft, zwischen Selbstbestimmung und Ausgrenzung

(Autor: D. Tamino Böhm)

In Orania, einem 1.000 Einwohnerdorf in Südafrika, leben ausschließlich Buren, die sich selbst verwalten und versorgen. Sie streben einen Volksstaat nach dem Vorbild einiger Versuche aus den 1990er Jahren an. Im Juni dieses Jahres läuft die gleichnamige Dokumentation „Orania“ in den deutschen Kinos an, in der Regisseur Tobias Lindner versucht, die Stimmung im Dorf festzuhalten. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ war bei der Deutschlandpremiere am 23. April im Filmtheater Friedrichshain dabei.

© Filmsequenz aus “Orania – Der Film”.

© Filmsequenz aus “Orania – Der Film”.

Weiterlesen

Anders Breivik und „sein Südafrika“

Norwegens Extremist fordert eine Trennung des Kaplandes in eine weiße und schwarze Nation

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Die norwegische Hauptstadt Oslo liegt rund 9.700 Kilometer Luftlinie von der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria entfernt. Ideologisch betrachtet, fühlen sich südafrikanische Rassisten und nordische Rechtsextremisten jedoch nahezu unmittelbar miteinander verbunden.Die räumliche Distanz spielt kaum eine Rolle, wenn es um die Ablehnung multikultureller Gesellschaften geht.

    © Der norwegische Rechtsextremist Anders Breivik geht in seinem "Manifest 2083" über vierzigmal auf das Land Südafrika ein. Er kritisiert einen angeblichen Genozid an weißen Südafrikanern und fordert, Südafrika in einen weißen und schwarzen Staat zu trennen. Er fürchtet, die Buren könnten sonst bis in das Jahr 2050 nahezu ausgestorben und dem "diabolischen Verhalten schwarzer Südafrikaner" vollständig zum Opfer gefallen sein. (Quelle: flickr/ Panorama Mercantil)

© Der norwegische Rechtsextremist Anders Breivik geht in seinem „Manifest 2083“ über vierzigmal auf das Land Südafrika ein. Er kritisiert einen angeblichen Genozid an weißen Südafrikanern und fordert, Südafrika in einen weißen und schwarzen Staat zu trennen. Er fürchtet, die Buren könnten sonst bis in das Jahr 2050 nahezu ausgestorben und dem „diabolischen Verhalten schwarzer Südafrikaner“ vollständig zum Opfer gefallen sein. (Quelle: flickr/ Panorama Mercantil)

Weiterlesen

Deutsch-südafrikanische Kameradschaften

Eine Parallelgesellschaft der Weißen, die das Projekt „Regenbogennation“ ablehnt

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika ist das Rückzugsgebiet deutscher Rassisten und Rechtsextremer. Diese These kann mittlerweile als bestätigt gelten, nachdem weitere Recherchen in Deutschland und Südafrika offenbarten, dass die bilateralen Beziehungen im rechten Milieu sorgsam und äußerst konspirativ gepflegt werden. Es wird in eine Welt eingeblickt, die für die Öffentlichkeit verschlossen bleibt.

© Deutsche und Südafrikaner aus dem rechten Milieu unterhalten gute Kontakte untereinander. Mehrere Bundesbürger mit rechtsextremistischer Gesinnung leben mittlerweile am Kap und sind fester Bestandteil der Rassistenszene Südafrikas. In Nigel, einer Großstadt in Gauteng, treffen sich Mitglieder des „Boerevolk“, dem Burenvolk, welchem auch Deutsche angehören [im Bild]. Sie lehnen nicht-weiße Südafrikaner ab und damit verbunden das Projekt "Regenbogennation".

© Deutsche und Südafrikaner aus dem rechten Milieu unterhalten gute Kontakte untereinander. Mehrere Bundesbürger mit rechtsextremistischer Gesinnung leben mittlerweile am Kap und sind fester Bestandteil der Rassistenszene Südafrikas. In Nigel, einer Großstadt in Gauteng, treffen sich Mitglieder des „Boerevolk“, dem Burenvolk, dem auch Deutsche angehören [im Bild]. Sie lehnen nicht-weiße Südafrikaner ab und damit verbunden das Projekt „Regenbogennation“.

Weiterlesen