Schlagwort-Archive: Caster Semenya

Caster Semenya erreicht Teilerfolg

Testosteron-Regel bei Sportlerinnen wird durch Schweizer Bundesgericht vorübergehend ausgesetzt

(2010sdafrika-Redaktion)

Die südafrikanische Leichtathletin Caster Semenya hat einen wichtigen Teilerfolg gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF erzielen können. Der Internationale Sportgerichtshof CAS entschied im Mai dieses Jahres, dass die Einführung eines Testosteron-Limits bei Sportlerinnen rechtlich zulässig und nicht zu beanstanden sei. Er bestätigte somit die Auffassung des IAAF. Daraufhin legte die intersexuelle Sportlerin gegen das Urteil des CAS Einspruch beim Schweizer Bundesgericht ein – mit Erfolg.

© Die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya hat einen Teilerfolg gegen den Weltverband IAAF erzielen können. Die Südafrikanerin kämpft für die Aufhebung der umstrittenen Testosteron-Regel bei Sportlerinnen. (Quelle: flickr/ Citizen59)

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Caster Semenya verliert Rechtsstreit

Leichtathletik-Weltverband IAAF setzt sich gegen südafrikanische Leichtathletin durch

(2010sdafrika-Redaktion)

Die zweifache südafrikanische 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya hat den Rechtsstreit gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF verloren. Der Internationale Sportgerichtshof CAS mit Sitz im schweizerischen Lausanne veröffentlichte heute eine Pressemeldung sowie eine Stellungnahme des Vorstands, wonach die Einführung eines Testosteron-Limits bei Sportlerinnen rechtlich zulässig und nicht zu beanstanden sei. Semenya zeigt sich über die Entscheidung des Sportgerichts enttäuscht.

© Caster Semenya hat den Rechtsstreit gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF verloren. Das Schiedsgericht CAS bekräftigt, dass intersexuelle Sportlerinnen ihren Testosteronwert senken müssten, um den fairen Wettbewerb sicherzustellen. (Quelle: Twitter/ caster800m)

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Caster Semenya ist nicht allein

Südafrika unterstützt Leichtathletik-Sportlerin bei Verfahren gegen umstrittene Testosteron-Regel

(Autor: Ghassan Abid)

Das Aushängeschild Südafrikas in der Leichtathletik – die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya – geht vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF vor, nachdem dieser im vergangenen Jahr ein Testosteron-Limit bei Frauen einführte. Eine Studie des IAAF belege, dass intersexuelle Athletinnen aufgrund ihres höheren Testosteron-Spiegels einen deutlichen Wettbewerbsvorteil hätten, der zu regulieren sei. Die damit verbundene Aufregung in Südafrika gegen den IAAF ist ebenso groß wie die Unterstützung für Semenya.

© Caster Semenya klagt gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF, der ein Testosteron-Limit bei Sportlerinnen eingeführt hat. Südafrikas Regierung hat sich schützend hinter Semenya gestellt und spricht von Diskriminierung. (Quelle: flickr/ Jon Connell)

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Die große Verliererin

Leichtathletik-WM in Moskau ohne Südafrikas Laufstar Caster Semenya

(Autor: Ghassan Abid)

Lange hatte sich die im südafrikanischen Pietersburg geborene Caster Semenya auf die heute beginnende Leichtathletik-WM in Moskau vorbereitet. Sie wollte unbedingt am sportlichen Großevent in Russland teilnehmen, scheiterte jedoch bereits in der Qualifikation daran. Stattdessen muss sie die Weltmeisterschaft vom TV-Gerät aus verfolgen. Eine Demütigung, die fremdverschuldet ist.

    © Die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Caster Semenya hatte die Qualifikation zur heute beginnenden Leichtathletik-WM in Moskau verpasst. Die Debatte um ihr Geschlecht hat der Sportlerin zugesetzt. An ihre sportliche Leistung kommt sie seit der damaligen Sperre durch den Weltverband nicht mehr heran. (Quelle: flickr/ John Brown)

© Die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Caster Semenya hatte die Qualifikation zur heute beginnenden Leichtathletik-WM in Moskau verpasst. Die Debatte um ihr Geschlecht hat der Sportlerin zugesetzt. An ihre sportliche Leistung kommt sie seit der damaligen Sperre durch den Weltverband nicht mehr heran. (Quelle: flickr/ John Brown)

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Olympische Spiele 2012

Südafrikas Sportauswahl kann stolz auf sich sein: 3 Gold-, 2 Silber- und eine Bronzemedaille

(Autor: Ghassan Abid)

Am zweiten Tag der London 2012 Olympic Games triumphierten die Menschen am Kap mit ihrem Schwimmer Cameron van der Burgh, der in der Disziplin 100 Meter Brust die begehrte Goldmedaille erschwommen hat. Zwei Tage später folgte ihm Chad le Clos im 200 Meter Schmetterling. Zur Verwunderung der internationalen Sportgemeinschaft besiegte der Youngstar aus Durban den großen US-Star Michael Phelps. Kurz darauf schlossen sich die Südafrikaner James Thompson, Matthew Brittain, John Smith und Sizwe Ndlovu im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann dieser Goldserie an.

© 133 Sportler aus Südafrika nahmen an den Olympischen Spielen 2012 in London teil. Am erfolgreichsten waren die Schwimmer.

© 133 Sportler aus Südafrika nahmen an den Olympischen Spielen 2012 in London teil. Am erfolgreichsten waren die Schwimmer. Die Nation erkämpft insgesamt 6 Medaillen: 3x Gold, 2x Silber und 1x Bronze.

Die Silbermedaillen holten erneut Chad le Clos im 100 Meter Schmetterling und die in Polokwane geborene 21-jährige Leichtathletin Caster Semenya. Die Mittelstreckenläuferin im 800 Meter musste sich im Vorfeld der Olympischen Spiele aufgrund der ungeklärten Geschlechterzugehörigkeit unzähligen und vor allem erniedrigenden Tests unterwerfen, sagte sie. Die einzige Bronzemedaille ergatterte die 29-jährige Bridgitte Hartley im 500 Meter Einzelkajak. Großer Verlierer ist hingegen Oscar Pistorius, der beim 400 Meter Staffellauf der Männer den 8. Platz belegte.

Somit schließt Südafrika mit 3 Gold-, 2 Silber- und einer Bronzemedaille den 24. Platz im Länderranking ab. An erster Stelle stehen die USA mit 46, China mit 38 und der britische Gastgeber mit 29 Goldmedaillen. Deutschland holte insgesamt 44 Medaillen und erkletterte auf diesem Weg den 6. Platz im Spiegel.  Die meisten Goldmedaillen erwarb Südafrika bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm mit 4 Ehrungen.