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Freedom Day in der Botschaft Südafrikas

Hunderte Gäste zelebrierten den Nationalfeiertag mit internationalen Gästen mitten in Berlin

(Autor: Ghassan Abid)

Am 27. April 2017 feierte die Botschaft Südafrikas in der Berliner Tiergartenstraße den Nationalfeiertag des Landes – den Freedom Day. Hochrangige Gäste des Auswärtigen Amtes und anderer diplomatischer Vertretungen, der Wirtschaft, Presse und Kultur zelebrierten gemeinsam mit den Gastgebern die ersten demokratischen Wahlen am Kap vor 23 Jahren, aus welchen Nelson Mandela als erster schwarzer Staatspräsident Südafrikas hervorging. Ein Bericht aus dem Botschaftsgebäude.

© Am 27. April wurde in der Botschaft Südafrikas in Deutschland der Freedom Day gefeiert, der an die ersten demokratischen Wahlen am Kap vor 23 Jahren erinnert. Hunderte Gäste erschienen in die diplomatische Vertretung. (Quelle: Privat)

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Was ist eigentlich … Original südafrikanisches Essen?

Südafrikaner lieben ihr Essen

Ein Gastbeitrag von John Scharges, KapstadtMagazin.de

Regenbogen-Küche für eine Regenbogen-Nation. Südafrikaner lieben es zu mischen und zu matschen – man muss nur die Long Street entlang spazieren, um die Vielfalt des südafrikanischen Essens zu erleben. Von italienischen, mexikanischen, chinesischen Restaurants ist alles dabei, kaum ein Land ist nicht gastronomisch vertreten in Kapstadt und Südafrika.

Das gleiche gilt für Hausmannskost; die Südafrikaner probieren so ziemlich alles mal aus und versuchen sich besonders gerne an den Spezialitäten anderer Länder.

© Bobotie (Quelle: KapstadtMagazin.de)

Historisch nussig
Der Ursprung dessen liegt mit Sicherheit in der Kolonialzeit. Vor dem Kolonialismus bestanden die einheimischen Lebensmittel überwiegend aus Nüssen, Früchten, Blättern – und natürlich Fisch. Fleisch war und ist außerdem ein wichtiger Teil der südafrikanischen Essgewohnheiten.

Eine typische Mahlzeit einer typischen schwarzen Familie wird „pap“ genannt – und das hat seinen Ursprung in der Kultur ihrer Vorfahren; der fluffige Brei aus Maisgrieß (meist zusammen mit einem Eintopf) war eines ihrer Grundnahrungsmittel. Aber schon bevor die Kolonialisten mit ihren eigenen Essgewohnheiten ins Land kamen, war Fleisch Grundlage jeder Mahlzeit.


Fleisch, Fleisch und noch mehr Fleisch

Rind lieben die Südafrikaner besonders, aber sind sie nicht allzu wählerisch. Du wirst kaum eine südafrikanische Familie finden, bei der Fleisch nicht der wichtigste Bestandteil einer jeden Mahlzeit ist. Daher sind auch Braais so beliebt, jedes Wochenende wird hier der Grill angeschmissen. Und dann gibt es natürlich noch getrocknetes Fleisch oder Biltong.

Zurück zum Kolonialismus – Südafrika wurde von den Engländern, Niederländern, Franzosen und Deutschen besiedelt, und diese Nationen haben nicht nur demokratische Wahlen, sondern natürlich auch all ihre kulinarischen Köstlichkeiten mit ins Land gebracht.

So wurden alle Einflüsse miteinander vermischt und deshalb ist die südafrikanische Küche heute so vielfältig – Vielfalt ist das, was die Südafrikaner lieben und was das Land und die Menschen ausmacht. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ihre eigenen Spezialitäten nicht schätzen. Einige südafrikanische Chefköche zählen zu den besten weltweit, ebenso wie die Restaurants.


Hier ein paar Beispiele für einheimische oder besonders beliebte Speisen:

Biltong
Salziges Trockenfleisch – meist Rind oder Kudu, aber du bekommst auch Strauß oder sogar Nashorn Biltong.

Bobotie
Das Gericht ist malaiischen Ursprungs und wird zubereitet wie ein Hackbraten mit Rosinen und anschließend mit Ei überbacken. Dazu gibt es oft gelben Reis, Bananenscheiben und Chutney.

Boerewors
Eine Wurst, die es traditionellerweise zum Braai gibt.

Bunny Chow
Ein ausgehöhlter halber Brotlaib, der mit Curry gefüllt wird; unter den Einheimischen auch bekannt als Kota.

Chakalaka
Eine Beilage indischen / malaiischen Ursprungs, die aus gemischten Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Paprika, Karotten und Blumenkohl besteht und Chili und Curry gewürzt wird.

Chutney
Eine süße Sauce aus Früchten, die in der Regel zu Fleisch serviert wird. Ähnlich wie Ketchup also, nur dass die Südafrikaner Chutney über alles machen.

Koeksisters
Dieses afrikaanse Gebäck besteht aus geflochtenem frittiertem Teig. Super lecker, aber verdammt süß.

Malva Pudding
Ein süßer Aprikosen-Pudding aus Holland.

Melktart
Eine leckere Nachspeise auf Milchbasis.

Mielie-Meal
Wird in der Regel in dem bereits genannten „pap“ zubereitet und besteht aus Mais und Wasser.

Potjiekos
Ein traditioneller afrikaanse Eintopf mit Fleisch und Gemüse, der in einem gusseisernen Topfen zubereitet wird. Kinderleicht und lecker.

Rusks
Rechteckige, harte und trockene Kekse, die zum Tee oder Kaffee serviert werden. Du kannst sie selber machen, oder in so gut wie jedem Geschäft kaufen.

Sosaties
Gegrilltes, mariniertes Fleisch auf einem Spieß.

Umngqusho
Besteht aus weißem Mais und Zuckerbohnen und ist ein Grundnahrungsmittel der Xhosa.

Bokkoms
Ein Fisch, der gesalzen und gebündelt wird, bevor er zum Trocknen aufgehängt wird. Fast wie Fische Biltong.

Smoked Snoek
Eine regionaler Gamefish, der geräuchert wird.

Waterblommetjie
Mit der Blüte der Cape Pondweed geschmortes Fleisch.

Gatsby
Eine Art Deli-Sandwich: lange aufgeschnittene Brötchen, die eigentlich mit Pommes Frittes meist aber mit einer Vielzahl anderer Zutaten gefüllt werden.