Schlagwort-Archive: CIA

US-Botschaft in Pretoria in der Kritik

Ex-Wohnungsbauminister Tokyo Sexwale in USA inhaftiert. Südafrika sauer über Terroristenbehandlung

(2010sdafrika-Redaktion)

Während in Deutschland der öffentliche Zorn groß ist, dass das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) offenbar durch die US-Geheimdienste CIA und NSA ausspioniert wurde, entsteht gegenwärtig auch in Südafrika eine massive Kritik an den Amerikanern. Die Vergangenheit der USA im Hinblick auf ihre einstigen Beziehungen mit dem Apartheidsregime holt Washington in diesen Tagen ein. Die US-Botschaft in Pretoria schweigt und verzichtet auf eine öffentliche Erklärung. Die Südafrikaner sind sauer und fordern Antworten.

© Die US-Botschaft in Pretoria, wie hier im Bild zu sehen, steht gegenwärtig in der öffentlichen Kritik durch südafrikanische Regierungsvertreter. Der ANC ist mittlerweile dermaßen erboßt, dass der Zwischenfall von der Inhaftierung des Ex-Wohnungsbauministers Tokyo Sexwale in den USA an die Presse herangetragen worden ist.

© Die US-Botschaft in Pretoria, wie hier im Bild zu sehen, steht gegenwärtig in der öffentlichen Kritik durch südafrikanische Regierungsvertreter. Der ANC ist mittlerweile dermaßen erboßt, dass der Zwischenfall von der Inhaftierung des Ex-Wohnungsbauministers Tokyo Sexwale in den USA an die Presse herangetragen worden ist.

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Nelson Mandela: Accused #1

Britische Doku sorgte für Aufregung: „Die CIA ist für die Verhaftung von Nelson Mandela verantwortlich“

(2010sdafrika-Redaktion)

In der britischen Dokumentation „Nelson Mandela: Accused #1“ wird der Rivonia-Prozess – in dessen Folge mehrere namhafte ANC-Größen wie Nelson Mandela, Walter Sisulu und Govan Mbeki zu langen Haftstrafen verurteilt wurden – mit teilweise neuen Erkenntnissen beleuchtet. Demnach sind die CIA und ihre Verbündeten für die Verhaftung von Nelson Mandela verantwortlich. Mit der Weitergabe von Informationen an den südafrikanischen Geheimdienst ist die Festnahme erst möglich geworden. Gestützt wird diese These auf eine Aussage von Gerard Ludi, ehemaliger Geheimdienstagent des Apartheidsregime. Das Publikum zeigte sich bei der Deutschlandpremiere dieser Doku entsetzt.

© Am 29. September 2013 sorgte ein O-Ton bei der Deutschlandpremiere der britischen Doku "Nelson Mandela: Accused #1" im Kino in den Hackeschen Höfen für Aufregung. Gerard Ludi, ehemaliger Geheimdienstagent des Apartheidsregime, beschuldigte die CIA und ihre Verbündeten, die Verhaftung Nelson Mandelas mit der Weiterleitung von Informationen erst möglich gemacht zu haben. Die Doku ist im deutschsprachigen Raum bislang nicht erhältlich.

© Am 29. September 2013 sorgte ein O-Ton bei der Deutschlandpremiere der britischen Doku „Nelson Mandela: Accused #1“ im Kino in den Hackeschen Höfen für Aufregung. Gerard Ludi, ehemaliger Geheimdienstagent des Apartheidsregime, beschuldigte die CIA und ihre Verbündeten, die Verhaftung Nelson Mandelas mit der Weiterleitung von Informationen erst möglich gemacht zu haben. Die Doku ist im deutschsprachigen Raum bislang nicht erhältlich. (Quelle: Wikimedia)

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Scientology als „Psychosekte“

Im Interview mit Wilfried Handl, Scientology-Kritiker und Blogger: Der Austritt war richtig

(Autor: Ghassan Abid)

© Wilfried Handl ist einer der populärsten Scientology-Aussteiger im deutschsprachigen Raum. Der Österreicher engagiert sich, unter anderem als Betreiber von “Blog gegen Scientology“, gegen die US-Sekte. Scientology versucht derzeit ihren ehemaligen Österreich-Leiter mit Rechtsstreitigkeiten mundtot zu machen. Sein Austritt aus dieser Organisation ist mit der Trennung von seiner Familie verbunden.

© Wilfried Handl ist einer der populärsten Scientology-Aussteiger im deutschsprachigen Raum. Der Österreicher engagiert sich, unter anderem als Betreiber von “Blog gegen Scientology“, gegen die US-Sekte. Scientology versucht derzeit ihren ehemaligen Österreich-Leiter mit Rechtsstreitigkeiten mundtot zu machen. Sein Austritt aus dieser Organisation ist mit der Trennung von seiner Familie verbunden.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ganz herzlich Herrn Wilfried Handl, ehemaliger Leiter von Scientology Österreich und einer der bekanntesten Aussteiger im deutschsprachigen Raum. Über Freunde kamen Sie zur Organisation. Vor wenigen Jahren verließen Sie diese, verbunden mit der Konsequenz, dass der Kontakt zu Ihrer Ex-Frau und Ihren drei Söhnen komplett abgebrochen ist. War der Austritt im Nachhinein richtig?

Antwort: Ja, da bin ich mir mittlerweile ganz sicher. Ich stand vor einem Scheideweg und war mir über die Konsequenzen durchaus bewusst. Aber manchmal im Leben muss man Entscheidungen treffen, die weh tun, aber in der Sache richtig sind. Und was ich 2002 nur erahnen konnte, weiß ich mittlerweile: Ein Verbleib in der Psychosekte Scientology hätte mich noch viel mehr gekostet, nämlich das vollständige Absterben jeder Menschlichkeit.

Im Übrigen bin ich Optimist. Man verliert nur Scheckkarten oder Schlüssel. Irgendwann könnte es sein, dass meine Söhne wieder vor mir stehen!

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BND in Südafrika

Im Interview mit Erich Schmidt-Eenboom, Geheimdienstexperte und Publizist aus Weilheim

(Autor: Ghassan Abid)

© Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Er ist der gefragteste Interviewpartner zum Thema Geheimdienste. Sein 1993 erschienenes Buch „Der BND“ führte zum sogenannten Journalisten-Skandal des BND. 2005 stellte sich heraus, dass Schmidt-Eenboom seit 1993 durch den Bundesnachrichtendienst überwacht wurde.

© Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Er ist der gefragteste Interviewpartner zum Thema Geheimdienste. Sein 1993 erschienenes Buch „Der BND“ führte zum sogenannten Journalisten-Skandal des BND. 2005 stellte sich heraus, dass Schmidt-Eenboom seit 1993 durch den Bundesnachrichtendienst überwacht wurde.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Eine aktuelle Frage an den Geheimdienstexperten: Wie bewerten Sie die heutige Rolle des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Hinblick auf den Arabischen Frühling?

Antwort: Die Rolle des Bundesnachrichtendienstes während der „Arabellionen“ variiert von Staat zu Staat. In Ägypten, einer klassischen Domäne der CIA, spielte er beim Machtwechsel nur eine randständige Rolle. In Libyen war er wie kein anderer westlicher Nachrichtendienst mit dem Gaddafi-Regime verbunden und hielt – wie die schwarz-gelbe Regierungskoalition – lange am alten System fest. Die Förderung des Regimewechsels in Tripolis überließ er den Nachrichtendiensten Frankreich und Qatars, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.

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DVD-Kritik „Safe House“

Wenn die CIA in Kapstadt infolge von Intrigen die Kontrolle über sich selbst verloren hat

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Vorwort: Die 2010sdafrika-Redaktion ist mehrfach von Usern gebeten worden, eine Kritik zum Film „Safe House“ zu verfassen. Dieser Bitte kommen wir nun nach. Unser Dank gilt Universal Pictures Germany für die Möglichkeit der Rezension.

Matt Weston (gespielt von Ryan Reynolds), ist ein junger Geheimdienstagent, der die Aufgabe hat, in Kapstadt ein sogenanntes „Safe House“ der CIA zu betreuen. Jenem Ort, welcher von der US-Regierung als geheimer Verhör-Stützpunkt genutzt wird. Weston ist allerdings mit seinem langweiligen Job in Südafrika nicht zufrieden und bittet Langley stets um einen neuen und vor allem aufregenden Einsatz. Doch die CIA-Zentrale winkt ab und begründet ihre Entscheidung mit mangelnder Berufserfahrung des jungen Agenten.

© Matt Weston (gespielt von Ryan Reynolds), ist ein junger CIA-Agent, der das Safe House des US-Auslandsgeheimdienstes in Kapstadt bewacht. Er ahnt noch nicht, in welche Schwierigkeiten ihn der Ex-CIA-Agent Tobin Frost (gespielt von Denzel Washington) bringen wird. (Quelle: Universal Pictures)

© Matt Weston (gespielt von Ryan Reynolds), ist ein junger CIA-Agent, der das Safe House des US-Auslandsgeheimdienstes in Kapstadt bewacht. Er ahnt noch nicht, in welche Schwierigkeiten ihn der Ex-CIA-Agent Tobin Frost (gespielt von Denzel Washington) bringen wird. (Quelle: Universal Pictures)

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