Schlagwort-Archive: Club

Die Abschiebung von Necati Arabaci war richtig

Exklusiv: Im Interview mit Uwe Jacob, Direktor des LKA Nordrhein-Westfalen zur Rockerkriminalität

(Autor: Ghassan Abid)

– Hells Angels-Spezial –

Uwe Jacob (2)

© Seit dem 2. Dezember 2013 leitet Uwe Jacob das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Seine Behörde hat sich zum Ziel gesetzt, einen hohen Kontrolldruck auf die Rocker auszuüben. Der Kripo-Leiter bestätigt, dass die Hells Angels mittlerweile zerstritten sind. Langjährige Mitglieder des HAMC stehen in Konflikt mit Rockern mit meist türkischem Migrationshintergrund. (Quelle: LKA NRW)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Uwe Jacob, Direktor des Landeskriminalamtes (LKA) Nordrhein-Westfalen. In NRW befindet sich die Rockerszene gegenwärtig in Aufruhr. Neben Clubauflösungen stehen auch ernste Rivalitäten zwischen den Hells Angels und Bandidos auf der Agenda. Welche Entwicklungen bereiten Ihnen große Sorgen?

Antwort: Die Rockerlage in NRW ist geprägt von schweren Gewaltstraftaten und Auseinandersetzungen. In NRW haben die verfeindeten Banden mehrfach versucht, Tötungsdelikte zu begehen, in zwei Fällen ist ihnen dies auch gelungen. Dabei wurden auch Schusswaffen eingesetzt. Die hohe Gewaltbereitschaft und die Verfügbarkeit von Waffen bereiten mir große Sorgen.

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Deutsche Hells Angels-Geldwäsche in Südafrika

Exklusiv: Im Interview mit Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“, Hells Angels-Aussteiger und Buchautor

(Autor: Ghassan Abid)

    © Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

© Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den ehemaligen Vizepräsidenten der Hells Angels in Kassel und heutigen Buchautoren Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“. Wie kamen Sie in den 90er-Jahren zu den Rockern und wie erlebten Sie diese Zeit?

Antwort: In den 90ern habe ich mit einigen anderen Zuhältern zuerst den Motorradclub BONES gegründet. Dieser war ein national tätiger Motorradclub, der hauptsächlich im Rotlicht tätig war. Da ich schon seit meinem 14. Lebensjahr Motorrad und auch Motorradrennen gefahren bin, lag es für mich auf der Hand, meine berufliche Expansion im Rotlichtmilieu mit dem Motorradfahren zu verbinden und die Kontakte des MC entsprechend zu nutzen.

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Spielergebnis: Südafrika vs. Angola

Bafana Bafana siegt in Durban mit einem respektablen 2:0-Sieg. Der Gastgeber kann stolz auf sich sein

(2010sdafrika-Redaktion)

– Afrika-Cup 2013-Spezial –

Am zweiten Spieltag in der Gruppe A traf Gastgeber Südafrika auf Angola im Moses Mabhida-Stadion in Durban. Koman Coulibaly aus Mali, der bei der WM 2010 infolge mehrerer Fehlentscheidungen in die Kritik kam, pfiff das Spiel an. Trainer Gordon Igesund hatte den südafrikanischen Fußballstar Siphiwe Tshabalala vom Johannesburger Erstligisten Kaizer Chiefs nicht aufgestellt. Bernard Parker, Tokelo Rantie und Katlego Mphela formierten den Sturm.

© Bafana Bafana siegt gegen Angola mit einem 2:0-Ergebnis in Durban. Abwehrspieler Siyabonga Sangweni vom Johannesburger Proficlub Orlando Pirates brachte das Land in der 29. Minute zum Jubeln. In der 61. Minute folgte das nächste Tor für Südafrika, geschossen von Lehlohonolo Majoro von den Kaizer Chiefs [hier: Archivbild]. (Quelle: flickr/ sopitascom)

© Bafana Bafana siegt gegen Angola mit einem 2:0-Ergebnis in Durban. Abwehrspieler Siyabonga Sangweni vom Johannesburger Proficlub Orlando Pirates brachte das Land in der 29. Minute zum Jubeln. In der 61. Minute folgte das nächste Tor für Südafrika, geschossen von Lehlohonolo Majoro von den Kaizer Chiefs [hier: Archivbild]. (Quelle: flickr/ sopitascom)

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Mannschaftskapitän Bongani Khumalo

Der Hoffnungsträger aus Swasiland: Von vielen geschätzt und trotzdem noch nicht ganz angekommen

(2010sdafrika-Redaktion)

– Afrika-Cup 2013-Spezial –

Am 6. Januar 1987 erblickte Bongani Khumalo das Licht der Welt in Manzini, einer Wirtschaftsmetropole im Königreich Swasiland. Der Sohn einer südafrikanischen Mutter wuchs hauptsächlich in Pretoria auf, wo er seine Vorliebe für das Fußballspielen entdeckte.

    © Bongani Khumalo wird Bafana Bafana als Mannschaftskapitän beim Afrika Cup 2013 anführen. Der in Swaziland geborene 1,90 Meter große Fußballer erlebte seinen einzigen sportlichen Höhepunkt beim WM 2010-Vorrundenspiel gegen Frankreich. Gegenwärtig spielt Khumalo für den griechischen Erstligisten PAOK aus Thessaloniki. (Quelle: flickr/ The Beautiful Game Film)

© Bongani Khumalo wird Bafana Bafana als Mannschaftskapitän beim Afrika Cup 2013 anführen. Der in Swaziland geborene 1,90 Meter große Fußballer erlebte seinen einzigen sportlichen Höhepunkt beim WM 2010-Vorrundenspiel gegen Frankreich. Gegenwärtig spielt Khumalo für den griechischen Erstligisten PAOK aus Thessaloniki. (Quelle: flickr/ The Beautiful Game Film)

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Kurzfilme aus Südafrika

Ein Bericht zum 28. Internationalen Kurzfilmfestival Berlin (interfilm)

(Autorin: Anne Schroeter)

Am 17. November 2012 sind im Rahmen des 28. Kurzfilmfestivals „interfilm“ im Berliner Kino Passage fünf Kurzfilme aus Südafrika präsentiert worden. Leider war die Publikumsresonanz nicht so groß, wie die Kurzfilme es verdient hätten – das Kino war nicht einmal halb voll.

© Cover zum Film "Protect the Nation".

© Cover zum Film „Protect the Nation“.

Der erste Film, „Protect the Nation“ (2010, Regisseur: Candice Reisser), behandelt die Geschichte eines Jungen namens Sizwe, der in Alexandra lebt. Um die Familie unterstützen zu können, geht er tagsüber kleineren Arbeiten nach und nicht zur Schule. Er belügt seine Tante, die sich um ihn sorgt. Aus dem Off klingen seine Gedanken: „When somebody is good to you, it makes you want to do good. It’s a circle, it goes round and round“. Eines Tages holt er im Auftrag eines Verwandten eine Schallplatte in einem Club ab. Ein Mitarbeiter des Clubs erkennt offensichtlich, dass etwas nicht stimmt mit Sizwe. Er zeigt auf ein Foto Mandelas und fragt den Jungen, ob er Liebe in seinem Herzen trage. Nach der Übergabe der Schallplatte, auf dem Weg nach Hause, wird Sizwe von anderen Jungen angegriffen. Dabei stürzt er und bleibt ohne Regung am Boden liegen.

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Fußballstar ermordet

Jeffrey Ntuka-Pule erliegt schwerem Messerangriff im Township

(Autor: Ghassan Abid)

Es war eine Hiobsbotschaft zum Auftakt des Africa Cups 2012 in Gabun und Äquatorialguinea. Der südafrikanische Verteidiger Jeffrey Ntuka-Pule erlag am Morgen des 21. Januars 2012 in einem Nachtclub an seinem Geburtsort Kroonstad seinen schweren Stichverletzungen. Der Täter ist weiterhin auf freiem Fuß. Laut dem Kapstädter Online-Medium kickoff.com soll der Täter als Jugendfreund des Fußballers identifiziert worden sein.

© Fußballstar Jeffrey Ntuka-Pule starb mit 26 Jahren (Quelle: SuperSport United Football Club)

Jeffrey Ntuka-Pule gelang in der Spielsaison 2003/04 der große Durchbruch beim englischen Club FC Chelsea Reserves, welcher ihn nach bereits sechs Monaten und die größte Zeit seiner professionellen Sportkarriere – von 2003 bis 2009 – an den belgischen Erstligisten KVC Westerlo ablösefrei ausgeliehen hatte. Im Anschluss spielte Ntuka-Pule wieder in seiner Heimat und zwar zuerst beim populären Johannesburger Fußballclub Kaizer Chiefs sowie beim in Pretoria ansässigen SuperSport United Football Club. Zudem hat der Defensivspieler fünfmal für die südafrikanische Nationalmannschaft spielen dürfen.

© Jeffrey Ntuka-Pule´s Fußballclub SUFC in Trauerstimmung (Quelle: SuperSport United Football Club)

Nach dem Ausscheiden von Ntuka-Pule aus dem SuperSport United Football Club und der damit verbundenen negativen Marktwertentwicklung, soll sich der einstige Fußballstar in einer psychischen Schieflage befunden haben. Die Vereinslosigkeit sollen dazu geführt haben, so die unbestätigten Informationen gegenüber der 2010sdafrika-Redaktion, dass er alkoholabhängig geworden ist und sein Verhalten gegenüber den Mitmenschen nicht immer unter Kontrolle hatte.

Der populäre Johannesburger Fußballclub Kaizer Chiefs hat bislang keine Stellung zum Tod seines Ex-Spielers genommen, ganz im Gegensatz zum SuperSport United Football Club aus Pretoria, welcher der Familie des Opfers  sein tiefes Beileid übermittelte. Jeffrey Ntuka-Pule wurde 26 Jahre alt.

Die 2010sdafrika-Redaktion dankt dem SuperSport United Football Club für die Bereitstellung des Bildmaterials.

1. FC Köln im Fokus südafrikanischer Funktionäre

Delegation südafrikanischer Fußballverbands-Repräsentanten besucht rheinischen Bundesligisten

(Autor: Ghassan Abid)

© Südafrikanische Delegation beim 1. FC Köln (Quelle: 1. FC Köln e.V.)

© Klaus Pabst, Manager beim 1. FC Köln

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen ganz herzlich auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Klaus Pabst, Sportlicher Leiter U8-U15 des 1. FC Köln. Im Oktober 2010 erhielt der 1. FC Köln Besuch von einer Delegation aus Südafrika, zusammengesetzt aus Verein- und Verbandsvertretern. Welchen Vereinen und Verbänden gehörten die Delegationsmitglieder an und von wem wurde diese geleitet?

Antwort: Bei der Delegation handelte es sich um Vertreter der südafrikanischen Profi-Liga, welche sich beim 1. FC Köln ein professionelles Nachwuchs-Leistungs-Zentrum anschauen wollten.

2010sdafrika-Redaktion: Welche Themen dominierten die Gespräche zwischen beiden Fußballvertretern?

Antwort: Besonderes Interesse galt neben der vorhandenen Infrastruktur vor allem den Bereichen Spielerausbildung, Trainingsauffassung, Spielauffassung und Spielerbewertung. Außerdem besuchte die Delegation das NetcologneSportslab, um sich über moderneste Möglichkeiten des Scoutings zu informieren.

2010sdafrika-Redaktion: Wie lange bereits bestehen Verbindungen des 1. FC Köln nach Südafrika und mit welchen Akteuren werden diese unterhalten?

Antwort: Es bestehen keine konkreten Beziehungen nach Südafrika. Beim Besuch dieser südafrikanischen Delegation handelte es sich um eine Maßnahme der DFL.

2010sdafrika-Redaktion: Welche Kooperationen könnten bzw. werden zukünftig verfolgt?

Antwort: Im Rahmen des Projekts FC.International bestehen Verbindungen in die USA, nach Japan und Schweden.

© Logo 1. FC Köln

2010sdafrika-Redaktion: Mit Lukas Podolski, dem quasi „Aushängeschild“ des 1. FC Köln, war Ihr Verein somit auch bei der WM 2010 in Südafrika vertreten. Nun kam es in den letzten Wochen zu gewissen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem genannten Fußballer und dem 1. FC Köln bezüglich der Strategie des Vereins. Ich weiß, dass Sie hierüber nichts sagen dürfen. Jedoch erlaube ich mir die Frage, inwiefern diese Debatte die künftigen Clubtätigkeiten im In- und Ausland beeinflussen könnte?

Antwort: Kein Kommentar!

2010sdafrika-Redaktion: Waren Sie persönlich bereits in Südafrika und welche Assoziationen verbinden Sie mit diesem Land?

Antwort: Persönlich war ich noch nicht in Südafrika. Von Bildern und Filmen hat mich allerdings besonders die bewundernswerte Natur des Landes beeindruckt. Auch konnte bei der WM 2010 eine große Fußballbegeisterung übertragen werden.

2010sdafrika-Redaktion: Klaus Pabst, Sportlcher Leiter U8-U15 des 1. FC Köln, vielen Dank für das Interview!