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Roncalli-Weihnachtscircus in Berlin

Staunen, lachen und träumen. Zum nun 13. Mal begeistert der Traditionscircus Jung und Alt

(Autor: Ghassan Abid)

Zum nun 13. Mal gastiert der Roncalli-Traditionscircus in der deutschen Bundeshauptstadt. Ähnlich wie vor rund zwei Jahren, besuchte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erneut die künstlerische Darbietung aus dem Hause Roncalli. Unter den Berliner Gästen befand sich auch der Comedian Oliver Polak (bekannt aus der ProSieben TV-Show „Applaus und Raus“), der im Kreis seiner Liebsten sich von den vielen akustischen und visuellen Eindrücken berauschen ließ. Eine Kritik zum 40-jährigen Bestehen des Roncalli-Teams.

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© Der Roncalli-Weihnachtscircus gastiert bis zum 2. Januar 2017 im Berliner Tempodrom. Ein internationales Artisten- und Akrobatenteam begeistert das Publikum. Jung und Alt werden gleichermaßen unterhalten. Ein Besuch mit den Liebsten lohnt sich. (Quelle: Semmel Concerts/ Kai Heimberg)

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Roncalli-Weihnachtscircus in Berlin

Keine wilden Tiere, aber dafür atemberaubende Akrobatik und eine Menge Spaß für klein und groß

(Autoren: Bartosz Marek, Ghassan Abid)

Der Zirkus hat in vielen Staaten eine lange Tradition, die sich schon allein bei der klassischen Schreibweise Circus widerspiegelt. Insbesondere in Südafrika ziehen bisweilen sehr beliebte Zirkusgemeinschaften durchs Land, etwa die Zip ZapCircus School, der McLaren Circus oder der Brian Boswell´s Circus. Inspirieren lassen sich die Südafrikaner meist von ihren europäischen Kollegen. Bis zum 4. Januar ist der Roncalli-Weihnachtscircus in Berlin zu sehen. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sah sich vor Ort um.

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© Bis zum 4. Januar 2015 ist der Roncalli-Weihnachtscircus in Berlin zu sehen. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sah sich vor Ort um. Atemberaubende Akrobatik und eine Menge Spaß für klein und groß erwarten die Besucherinnen und Besucher.

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Versteckte Kamera mit Sicherheitsgefühl

Unser Link-Tipp zum Weekend

(2010sdafrika-Redaktion)

Viele Südafrikaner können die ausländische Berichterstattung über die fragile Sicherheitslage am Kap nicht mehr hören. Zu WM-Zeiten wurde dieses Thema immer wieder und wieder angesprochen. Leon Schuster und Alfred Ntombela, beide sehr bekannte Comedians, griffen in ihrer Komödie „Schuks Tshabalala’s Survival Guide to South Africa“ diese Befürchtung der ausländischen Öffentlichkeit auf. Mit Sketches und Versteckter Kamera wird die Sicherheitslage künstlerisch überdramatisiert. Im nachfolgenden Video werden  mehrere Hotelgäste veralbert. Die 2010sdafrika-Redaktion wünscht euch ein schönes Wochenende.

Die Antwoord – Eine Band der Präpotenz

Kein Interview für „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“

(2010sdafrka-Redaktion)

Die Antwoord“ ist Südafrikas ´unschönstes´ Musikgesicht des Jahres 2010. Mit übertriebenem Gestikulieren, frechen Rap-Parolen aus der Mitte der Unterschicht heraus und skurrilen Outfits ist diese Künstlergruppe auf dem Siegeszug im World Wide Web. Mit Hilfe des Internets konnten die eigentlichen Comedians aus Kapstadt mit ihren anfänglich in Afrikaans gesungenen Texten das Interesse eines großen US-Plattenlabels wecken. Seither stehen sie unter Vertrag und treten international auf, unter anderem in Deutschland.  Beim Hessentag 2011 im Juni dieses Jahres begrüßte Die Antwoord mit provokanten Sprüchen und beleidigenden non-verbalen Kommunikationsformen das deutsche Publikum. Schnell wurden die Südafrikaner ausgebuht und mit Gegenständen beworfen.

Die Band besteht aus den Mitgliedern Ninja (Gesang), ¥O-LANDI VI$$ER (Gesang), DJ Hi-Tek (Beats), Wanga (Gesang) und anderen Personen. DJ Leon Botha, der im bisher erfolgreichsten Song „Enter the Ninja“ aufgetreten ist, verstarb am 05. Juni 2011 an den Folgen der Erbkrankheit Hutchinson-Gilford-Syndrom/ HGPS (besser bekannt als Progerie, welches mit überschnellem Altern einhergeht).

Das Konzept von Die Antwoord ist einfach – provozieren, provozieren und nochmal provozieren. Im Song „Rich Bitch“ (zu Deutsch: Reiche Schlampe) ist das weibliche Bandmitglied ¥O-LANDI VI$$ER auf der Toilette zu sehen, die ihren Po mit Toilettenpapier abwischt, auf welchem der ANC-Jugendpräsident Julius Malema zu sehen ist. Hingegen erscheint im Song „Evil Boy“ (zu Deutsch: Böser i.S.v. unanständiger Junge) ein dunkelhäutiger Südafrikaner,  der seinen Penis gezielt an die Frauen adressiert und gleichzeitig schwule Männer ablehnt. Neu ist hierbei, dass dieser Künstler namens Wanga in der Lokalsprache Xhosa singt.

Auftritt „Die Antwoord“ zum Song Evil Boy

Die Antwoord ist bemüht den einstigen Erfolgskurs fortzusetzen. Nur so ist zu erklären, dass die Bandzusammenstellung flexibel ausgestaltet wird, Texte in neue Sprachen performt werden und die Produktion von Kurzfilmen verfolgt wird. Nicht zu vergessen ist, dass Die Antwoord ihren Ruhm vor allem den Social Networks und Blogs verdankt. Und doch erfahren diese die größte Ablehnung, so wie es „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ergangen ist – vom technischen System her ebenfalls ein Blog.

Ein Interview mit der 2010sdafrika-Redaktion ist deshalb abgelehnt worden, da Die Antwoord nur großen Medienhäusern und keinen Blogs Rede und Antwort steht – heißt es in einer an uns gerichteten schriftlichen Stellungnahme aus New York. Sollte diese präpotente Einstellung weiter anhalten, so wird Die Antwoord genauso schnell untergehen, wie sie aufgestiegen ist. Doch vielleicht gehört dieses skurrile Verhalten einfach nur zu einem skurrilen Konzept dazu!?

Pieter-Dirk Uys – Comedian in interview

„Freedom of speech means we have the right to opinions“

(Editor/ Autor: Serge Aka)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Als Frauen verkleidete Comedians, wie Hape Kerkeling in Deutschland, sind in fast allen westlich-orientierten Staaten vorzufinden; auch in Südafrika. Pieter-Dirk Uys ist am Kap dafür bekannt, dass er sich in die Rolle von impulsiven Damen begibt und mit Zynismus, Ironie und Provokation auf sein Gegenüber einwirkt. Insbesondere um seine Rolle als Evita Bezuidenhout/ Tannie Evita lieben ihn die Südafrikaner.  So stellte er einmal die These auf, dass Frauen zurück in die Küche müssten (siehe das unten abgebildete Video). Der in Kapstadt geborene Comedian kritisierte auf einer literarisch-künstlerischen Ebene das Apartheidregime und machte sich somit zum Gegner der weißen Minderheitsregierung.  Mit Mut und Ehrgeiz engagierte er sich als Evita immer wieder gegen die Apartheid, sodass er eines Tages sogar den  persönlichen Lob von Nelson Mandela erhielt. Mit Berlin verbindet Pieter-Dirk Uys viel Zuneigung, da ein Teil seiner Familie aus der Bundeshauptstadt stammt. Das Erlernen der deutschen Sprache, so verriet uns der Comedian während seines Berlin-Aufenthaltes exklusiv, wird angestrebt, um dessen Shows eines Tages auch in Deutsch anbieten zu können. Wir freuen uns, dass auch diese Person des öffentlichen Lebens den Fragen des Portals „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zur Verfügung stand.

© Pieter-Dirk Uys - South African comedian with German ties

© Pieter-Dirk Uys – South African comedian with German ties

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ the South African comedian Pieter-Dirk Uys. Mr. Uys, how did you get in comedy? Was it a dream of your childhood or the result of a challenge?

Answer: It was more a challenge to try and fight the fear of authorities and politics, apartheid. There were various ways to fight it and I just thought to fight it with humor might involve many people because a lot of politics was very stupid and needed to be pointed out.

2010sdafrika-editorial staff: You are known as a satirist, who has the gift of gab. You love to play female Characters. Your performance is inspired by desperate first ladies. How do you choose them and what message do you want to communicate?

Answer: Well there are so many interesting women in politics, Margaret Thatcher, Angela Merkel,…I mean there is a sort of really they offer themselves as theatrical characters. I think in this case it is very interesting to look at women in politics, their strength in a world of men, how they use their body language, make-up, hair to get away I think they are very successful in politics and it is very theatrical, I think the audience finds it funny and interesting to see a man suddenly become a female character.

2010sdafrika-editorial staff: With your character Evita Bezuidenhout you have criticized during Apartheid the racial segregation between white, black, colored and asiatic. How have the reactions of the government and the white public to your shows been?

Answer: You know the old days I was censored and there was a lot of police harassment to trouble which was expected. In the democracy we have freedom of speech, so within the framework of that I had a very successful career. There are some of the politicians that are uncomfortable with what I say, but that is ok I don´t mind, I don´t particularly want them to be a fan, I mean they give my material and in case they do like what I say they can resign.

Evita Bezuidenhout: „Women should be go back to the citchen“

2010sdafrika-editorial staff: Don´t you fear for your life?

Answer: No no no, you know I keep on saying if you fear for anything, you can´t tell the truth. If I don´t tell the truth I am going to be fearful because a lie is serious, the truth is serious enough, you don´t have actually to lie more to make it entertain.

2010sdafrika-editorial staff: In the past, you interviewed the most famous hero of South Africa, Nelson Mandela. He told to you following phrase: „You are one of my heroes“. Which feelings did you have at that time?

Answer: I mean first of all I am sitting in a character as Evita, and there is Nelson Mandela talking to Evita but saying to me you are one of my heroes, I think it was wonderful, it was such a great. The man´s humanity and its humor is extraordinary and I have been blessed with my friendship with him and it is something that changed my life.

2010sdafrika-editorial staff: About this friendship, can we say that it is something you have been expecting before?

Answer: Well, for most of his life he was in jail and he was away, but he used to see my videos in prison, there used to show videos on robben island and so, I used to get messages from Winnie Mandela, from Nelson through Winnie. So I was looking forward to meeting him when he came out.

2010sdafrika-editorial staff: Mr. Uys, you know the public figure Desmond Tutu too. He is still condemning the Israeli occupation of Palestine as „Apartheid“. What is your opinion in this matter?

Answer: Freedom of speech means we have the right to opinions and I think he was right to talk about that aspect, he was very verbal during Apartheid about cultural boycott. I personally was not very convinced about cultural boycott during apartheid, because the culture that was not sent to South Africa was in fact the culture that would have destroyed Apartheid. I was glad that he brought it up, so that the companies of which ninety per cent were young black people had to think about that. How do they feel about going into a place where Palestinians are not allowed to go? But Desmond Tutu always leads in its criticisms and his prayers; he is a very special human being.

2010sdafrika-editorial staff: What do you feel when you come to Berlin knowing that your mother is originating from this place? Do you have ties to Germany and German comedians or even a German part-identity?

Answer: I do not have ties to people here other than friends, but I feel very familiar here in Berlin. Having been here many times and doing show here makes me feel well, that is why I want to come and live here for a year and really learn the language, so that I can also perform in German language.

2010sdafrika-editorial staff: Which dreams would you still realize in your private and professional career?

Answer: One of my dreams is to establish my German language to the extent that I can also do a performance here. You know also the year use to have 365 days whereas my year has only two days, today and tomorrow. Today is the most important day and I do not want to look across tomorrow and ignore what today has to offer.

2010sdafrika-editorial staff: Does it mean you do not plan the future?

Answer: Of course I do plan years in advance but in pencil so that you can rub it out and write again. It is very important to plan but also very important to listen and to see how quickly things go. Look at Egypt, in a week has completely changed from one thing to another. It is very exciting.

2010sdafrika-editorial staff: So you live the present?

Answer: Of course.

2010sdafrika-editorial staff: Pieter-Dirk Uys, South African Comedian, thank you very much for this interview!