Schlagwort-Archive: Dänemark

Hoher Besuch bei Nomads Turkey in Izmir

Dänische Hells Angels stehen Necati „Neco“ Arabaci bei. Verärgerung bei Altrockern über Jorn Jonke Nielsen

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Mai dieses Jahres erhielten die türkischen Hells Angels unter der Führung des in Izmir lebenden Ex-Zuhälters Necati „Neco“ Arabaci hohen Besuch aus Skandinavien. Jorn Jonke Nielsen, Gründer und Führungsmitglied des Hells Angels MC Denmark, besuchte seinen engen Freund Arabaci in dessen Charter. Das symbolträchtige Treffen ist heikel, da dieses einer Provokation gleichkomme. Old-School-Rocker sollen bisweilen verärgert sein, heißt es aus dem Milieu. Das dänisch-türkische Treffen dürfte den anhaltenden Machtkonflikt weiter verschärfen. Kurz vorher kamen auch die Russen und Schweden in die Türkei – ein ernstzunehmender Affront.

HAMC

© Jorn Jonke Nielsen [im Bild], Gründer und Führungsmitglied des Hells Angels MC Denmark, besuchte im Mai 2015 die türkischen Hells Angels. Die deutschen Old-School-Rocker sind bisweilen verärgert. Der Rockerklub befindet sich im Zerwürfnis. Der deutsch-türkische Machtkonflikt könnte jederzeit wieder eskalieren, warnen Ermittler die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. (Quelle: Privat)

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Hells Angels MC im Zerwürfnis

Old-School-Rocker und Nomads Turkey im klubinternen Wettbewerb um globalen Einfluss – eine Analyse

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Bei der Organisierten Kriminalität (OK) geht es stets darum, Macht zu erwerben und diese auszubauen. Dementsprechend bedient man sich diverser Einflussmöglichkeiten, etwa dem Abschluss von Bündnissen. Beim Hells Angels MC ist der klubinterne Machtkampf zwischen deutschen Old-School-Rockern und jungen Nomads Turkey-Anhängern weiterhin voll im Gange, beobachten Ermittler. Nach der Gewalteskalation im vergangenen Jahr bedienen sich nun beide Streitparteien verstärkt der Diplomatie. Deutsche und Türken versuchen jeweils ihre Kontakte dauerhaft an sich zu binden. Denn nur wer seinen Einfluss nachhaltig geltend machen kann, wird den Machtkampf langfristig gewinnen können.

HAMC Bosse

© Old-School-Rocker vs. Nomads Turkey: Der klubinterne Wettbewerb um Bündnispartner ist derzeit voll im Gange, trotz der Schlappe der deutschen Hells Angels zum Ende vergangenen Jahres. Die Anhänger von Frank Hanebuth, ehemaliger Charter-Präsident Hannovers und Old-School-Führungsperson, sowie von Necati „Neco“ Arabaci, Nomads Turkey-Präsident in Izmir, haben den Kurs der Diplomatie eingeschlagen. Beide Lager versuchen ihren Einfluss auszuweiten. (Quelle: Privat)

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Türkische Hells Angels gewinnen Machtkampf

Rockerchef Necati „Neco“ Arabaci setzt sich gegen deutsche Altrocker durch. Große Wut in Chartern

(2010sdafrika-Redakion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erhielt in jüngster Zeit zahlreiche Anfragen, ob der BILD-Bericht vom 22. Dezember 2014 den Tatsachen entspricht, wonach der türkische Hells Angels-Boss Necati „Neco“ Arabaci den Machtkampf gegen die deutschen Altrocker gewonnen hat. Mittlerweile kann die Redaktion bestätigen, dass die Migranten-Rocker sich durchsetzen konnten. Der Hells Angels MC wird sich noch weiter verändern. In zahlreichen deutschen Chartern herrscht große Wut und Verunsicherung über die Zukunft des Klubs. Neco hat den größten Sieg seines Lebens errungen.

hamc

© Der türkische Hells Angels-Boss Necati „Neco“ Arabaci und seine Gefolgschaft haben sich tatsächlich durchgesetzt. Der Rockerklub wird die Türken nicht rausschmeißen. Die deutschen Altrocker haben im Machtkampf gegen die türkischstämmigen Höllenengel eine herbe Niederlage erlitten. Die Macht des Ex-Zuhälters breitet sich weiter aus. Im Bild sind Neco und sein engster Kreis in Izmir zu sehen. (Quelle: Privat)

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Türkische Hells Angels gründen Elite-Truppe

Exklusiv: Nach Rocco-Tod formierte sich elitäre HAMC-Gruppierung aus Türken und Arabern in Köln

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Der Höllengel Erdal I. alias „Rocco“ war als Führungsmitglied des Hells Angels MC bundesweit bekannt gewesen. Der „Sergeant at Arms“ war für die Disziplin und Sicherheit innerhalb des Rockerklubs zuständig. Sobald es Stress unter den Brüdern gab, wurde „Rocco“ beauftragt, diesen aus der Welt zu schaffen. Umso größer war dann der Schock, als er am 11. Oktober 2013 völlig unerwartet starb. In der Konsequenz dessen kam es zu einer grundlegenden organisatorischen Veränderung, die der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bekannt geworden ist. Eine Elite-Truppe wurde gegründet.

Kölner HAMC

© EXKLUSIV-Bild: Necati Arabaci alias „Neco“, der Präsident des Hells Angels MC Nomads Turkey, hat nach dem Tod des Höllengels Erdal I. alias „Rocco“ eine Elite-Truppe in Köln zusammengestellt [im Bild]. Die türkisch- und arabischstämmigen Bodybuilder arbeiten äußerst diszipliniert und verdeckt. Über die Rocker ist nicht viel bekannt. Sie agieren wie ein Phantom. (Quelle: Privat)

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Stockholms Sonderweg der Rockerbekämpfung

Schwedens Ex-Hells Angels-Präsident verurteilt „Hexenjagd“. Dänischer Rockerchef begeht Suizid

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ tauscht sich seit geraumer Zeit mit Journalisten in Schweden aus, die die Rockerentwicklungen im Norden Europas aufmerksam verfolgen. Die einflussreichsten Hells Angels sind dort schwer zu fassen, da ihnen nicht ohne Weiteres Gewaltstraftaten nachgewiesen werden können. Wichtige Zeugen schweigen und stichhaltige Beweise können nicht zusammengetragen werden. Dementsprechend schlagen Stockholm und Kopenhagen einen neuen Weg ein – mit Erfolg. Der staatliche Dauerdruck veranlasste einen Rockerchef sogar zum Selbstmord.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die "Hexenjagd" durch Stockholm und Kopenhagen.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die „Hexenjagd“ durch Stockholm und Kopenhagen.

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Schrei vor Unglück?

E-Commerce-Konzepte Zalando und Zando in der Existenzkrise. Investor „Rocket Internet“ gerät unter Druck

(Autor: Ghassan Abid)

Zalando ist in Deutschland als schriller E-Commerce-Anbieter im Bereich Textilien bekannt. Der 2008 gegründete Online-Händler zählt zu den führenden Modeversandhäusern. Mit einem Umsatz von 1,15 Milliarden Euro in 2012 erweist sich Zalando als interessantes Investitionsobjekt. Allerdings verbucht das Berliner Start-Up-Unternehmen auch nach 5-jährigem Bestehen weiterhin Verluste in Millionenhöhe; allein für das Jahr 2012 einen Verlust von knapp 80 Millionen Euro. Beim südafrikanischen Ableger Zando ist die Lage deutlich angespannter, heißt es aus interner Quelle vom Firmensitz in Kapstadt.

© Zalando und Zando sind beides E-Commerce-Unternehmenskonzepte aus dem Hause des Berliner Investors "Rocket Internet". Beide Unternehmen haben erhebliche Schwierigkeiten, sich auf Dauer zu halten. Der südafrikanische Schuhversandhändler Zando steckt in einer tiefen Krise, heißt es aus interner Quelle. Das deutsch-österreichische Zando-Managementduo Manuel Koser und Peter Allerstorfer musste bereits gehen. (Quelle: Pressebild Zando)

© Zalando und Zando sind beides E-Commerce-Unternehmenskonzepte aus dem Hause des Berliner Investors „Rocket Internet“. Beide Unternehmen haben erhebliche Schwierigkeiten, sich auf Dauer zu halten. Der südafrikanische Schuhversandhändler Zando steckt in einer tiefen Krise, heißt es aus interner Quelle. Das deutsch-österreichische Zando-Managementduo Manuel Koser und Peter Allerstorfer musste bereits gehen. (Quelle: Pressebild Zando)

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Südafrika mobilisiert für Israel-Boykott

Künstler, Wissenschaftler und Politiker fordern ein Ende der „Apartheid“ bzw. Freiheit Palästinas

(2010sdafrika-Redaktion)

Die südafrikanische Mehrheitsgesellschaft hat infolge der Unterdrückung durch das Apartheidregime lange gelitten. Umso sensibler ist man am Kap, wenn andere Völker ebenfalls um ihre politischen und sozialen Freiheiten entbehrt werden. Dementsprechend war und ist die Politik Israels gegenüber den Palästinensern ein großes Thema in Südafrika. Während in Deutschland ein kritischer Umgang mit dem Staat im Nahen Osten ein äußerst sensibles Thema darstellt, fühlen sich die Menschen am Kap umso mehr in der Verantwortung, sich für mehr Gerechtigkeit im Ausland einzusetzen.

© In Südafrika ist eine Kampagne zum Boykott israelischer Produkte entfacht, welche bei Künstlern, Wissenschaftlern und Politikern großen Zuspruch erfährt. Jüdische Einrichtungen im Lande und die israelische Botschaft in Pretoria sind besorgt. (Carlos Latuff/ Wikimedia)

© In Südafrika ist eine Kampagne zum Boykott israelischer Produkte entfacht, welche bei Künstlern, Wissenschaftlern und Politikern großen Zuspruch erfährt. Jüdische Einrichtungen im Lande und die israelische Botschaft in Pretoria sind besorgt. (Carlos Latuff/ Wikimedia)

Der ehemalige anglikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu hat mehrfach den Staat Israel mit der Apartheid verglichen und im Anschluss an einen Israel-Besuch es als unerträglich bezeichnet, welches Leid die Palästinenser durch die Besatzung erleiden müssen. Nun schließen sich dieser Debatte immer mehr namhafte Dichter, Musiker, Entertainer, Comedians, Fotokünstler, Filmregisseure, DJs und Produzenten aus Südafrika an. Tutu forderte bereits 2005 von der angesehenen Cape Town Opera nicht in Israel aufzutreten. Stattdessen wurde ihre Tour zum Politikum, welche von Aktivisten zum öffentlichen Protest genutzt wurde (siehe u.a. Video).

Anlässlich der durchgeführten Israel-Tour der Cape Town Opera von 2005 protestierten Aktivisten für ein Ende der israelischen Apartheid. Seither hat sich eine starke Israel-kritische Bewegung am Kap entwickelt.

In der am 1. November 2010 gegründeten Künstlerinitiative „South African Artists Against Apartheid“ wird festgehalten, dass jede Zusammenarbeit mit Institutionen des jüdischen Staates eine Beteiligung am Unrecht gegenüber den Palästinensern gleichkomme. Nicht nur der renommierte Wissenschaftsrat „Human Sciences Research Council (HSRC)“ verurteilte in einer Studie die Politik Israels als „Anwendung von Kolonialismus und Apartheid in den besetzten Palästinenser-Gebieten, sondern auch populäre Künstler vor allem aus Großbritannien – wie der Schriftsteller John Berger, Filmemacher Ken Loach oder Drehbuchautor Paul Laverty – greifen die Politik des jüdischen Staates an. Auch US-amerikanische Intellektuelle, wie die Autorin Alice Walker oder Dichterin Adrienne Rich, setzen sich auch aktuell für ein freies Palästina ein.

„South African Artists Against Apartheid“ fordert Freiheit für Palästina

Sowohl der South African Jewish Board of Deputies (SAJBD), also der Zentralrat der Juden in Südafrika, als auch die für den Zionismus stehende SA Zionist Federation (SAZF), fühlen sich durch die Politik Südafrikas im Stich gelassen. Präsident Jacob Zuma hat mehrfach in der Presse betont, dass sich die Regierung jederzeit für die Unabhängigkeit Palästinas einsetzen wird. Dementsprechend steht die Regierungspartei ANC grundsätzlich hinter dem Engagement der „South African Artists Against Apartheid“. Problematisch an den südafrikanisch-israelischen Beziehungen ist die Tatsache, dass Tel Aviv sehr eng mit dem Apartheidregime kooperierte und somit maßgeblich an der Unterdrückung der schwarzen Mehrheitsgesellschaft partizipierte. Dieser Makel ist nicht vergessen. Umso weniger überraschend ist die Beobachtung in mehreren Städten Südafrikas, wo Bürger T-Shirts mit Boykott-Aufrufen gegen Israel tragen. Dov Segev-Steinberg, aktueller Botschafter Israels in Pretoria, zeigte sich über die aktuelle Entwicklung besorgt.

Im Vorfeld hatte sich Handelsminister Rob Davies dafür eingesetzt, dass Produkte aus den besetzten Gebieten mit einem diesbezüglichen Label versehen und nicht wie bisher mit „Made in Israel“ importiert werden sollen. Auf diesem Wege könne dann der südafrikanische Verbraucher entscheiden, ob diese  Zitrusfrüchte, Olivenöl oder Kosmetik aus dem Heiligen Land überhaupt in den Einkaufswagen legen wollen. Israel ist empört und droht gar mit Konsequenzen. EU-Staaten wie Dänemark und Irland erwägen ebenfalls solche Schritte, während in Großbritannien schon im Jahr 2009 eine ähnliche Produktkennzeichnung in Kraft getreten ist. In der Schweiz fand die Debatte in Südafrika ebenfalls große Beachtung, sodass der Künstlerinitiative eines gelungen ist – internationale Aufmerksamkeit.